Abstammungsrecht

Interessen der Kinder im Abstammungsrecht besser berücksichtigen

Die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder ist dem hessischen Antrag für ein modernes Abstammungsrecht gefolgt.

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Jugendliche sitzen nebeneinander.
© anatoliycherkas – stock.adobe.com

Die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder ist gestern dem hessischen Beschlussvorschlag für ein modernes Abstammungsrecht gefolgt. Es soll vor allem dafür sorgen, dass die Interessen und Rechte der Kinder besser berücksichtigt werden und der gelebten Vielfalt der Familienformen entsprechen. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose freut sich über den Beschluss: „Die Jugend- und Familienministerinnen und –minister wollen das Abstammungsrecht der gesellschaftlichen Entwicklung anpassen und auch dem medizinischen Fortschritt Rechnung tragen.“ Dabei steht das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung im Mittelpunkt, unabhängig davon, ob es beispielweise durch eine Eizellen- oder Embryonenspende oder Leihmutterschaft im Ausland entstanden ist. „Die Interessen der Kinder müssen rechtlich geschützt und eine Grundlage zur Durchsetzung ihrer Auskunftsansprüche geschaffen werden“, betont der Minister.

Die moderne Reproduktionsmedizin bietet heute eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten der Familiengründung auch zu späteren Zeitpunkten im Leben, die beispielsweise auch gleichgeschlechtlichen Paaren leichter ermöglichen, Eltern zu werden.

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