Ermittlungen zu den NSU 2.0-Drohmails

Innenminister Beuth beruft Hanspeter Mener als Sonderermittler

Innenminister Peter Beuth:„NSU 2.0-Ermittlungen haben höchste Priorität“

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Innenminister Peter Beuth beruft Hanspeter Mener als Sonderermittler
Innenminister Peter Beuth beruft Hanspeter Mener als Sonderermittler
© HMdIS

Mit sofortiger Wirkung übernimmt Hanspeter Mener als Sonderermittler federführend die Ermittlungen zu den NSU 2.0-Drohmails gegen Personen des öffentlichen Lebens in Hessen. Der 54-Jährige ist als Direktor der Kriminaldirektion im Polizeipräsidium Frankfurt am Main tätig und wird ab sofort über alle Ermittlungsstände unmittelbar dem Landespolizeipräsidenten berichten. 

Neue Ermittlungsansätze einbringen

Anlässlich der Beauftragung erklärte Innenminister Peter Beuth: „Der Sonderermittler wird die bisherigen Ermittlungen zu den Drohmails sehr genau analysieren und mit einem neuen Blick auch neue Ermittlungsansätze einbringen. Ziel ist es, den oder die Täter aus der Anonymität zu reißen. Dafür werden dem Leitenden Polizeidirektor alle technischen und personellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Diese Ermittlungen haben höchste Priorität und werden mit allem Nachdruck geführt. Mit Hanspeter Mener beauftrage ich einen erfahrenen und führungsstarken Kripo-Mann mit dieser herausragenden Aufgabe. Er wird fortan unmittelbar dem Landespolizeipräsidenten berichten.“ 

„Der Ermittlungskomplex zu den Drohschreiben in Hessen ist von besonderer Bedeutung und die Erwartungshaltung ist zurecht, dass sich die hessische Polizei diesen Ermittlungen mit aller Kraft und allen zur Verfügung stehenden Mitteln widmet. Ich nehme diese schwere Aufgabe an und werde alles in meiner Macht Stehende tun, um die Ermittlungen weiter voranzutreiben“, sagte Hanspeter Mener.

Zur Person

Hanspeter Mener trat 2000 in den höheren Dienst der hessischen Polizei ein. Nach Stationen im Polizeipräsidium Südosthessen im Bereich der Organisierten Kriminalität (2000 bis 2001), wechselte er ins Polizeipräsidium Frankfurt, wo er die Leitung der Spezialeinheit Mobiles Einsatzkommandos (MEK) übernahm (2001 bis 2007). Von 2007 bis 2011 war der Kriminalpolizist in leitender Funktion im Landeskriminalamt unter anderem im Bereich Operative Fallanalyse eingesetzt. In den Folgejahren leitete er die Kriminalinspektion Staatsschutz (2011 bis 2015) im Frankfurter Polizeipräsidium. Zwischen 2016 und 2018 war er im Landeskriminalamt Abteilungsleiter für die Bekämpfung von schwerer und organisierter Kriminalität. Der 54-jährige führt als Direktor die Kriminaldirektion im Polizeipräsidium Frankfurt am Main.

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