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„Hessen kulturell neu eröffnen“

Hilfsprogramm „Hessen kulturell neu eröffnen“ hat bereits über 1.200 Künstlerinnen und Künstler unterstützt

Im Juli und August starten erste Elemente der dritten Phase

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Künstler an der Leinwand (Foto: Unsplash/Ari He)
© Unsplash/Ari He

Wiesbaden. Die beiden ersten Phasen des hessischen Unterstützungspakets für kulturelle Festivals sowie Künstlerinnen und Künstler, die durch die Corona-Pandemie Einschränkungen und finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, sind gut angelaufen: Seit Anfang Juni wurden insgesamt 3,8 Millionen Euro ausgezahlt. Bei den Arbeitsstipendien für Künstlerinnen und Künstler hat die Hessische Kulturstiftung 1.269 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 2,5 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt. Beim Festivalprogramm sind es bisher 1,3 Millionen Euro. Anträge bei den Arbeitsstipendien können noch bis 15. September gestellt werden. Anträge für das Festivalprogramm noch bis 30. November.

Viele positive Rückmeldungen

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn erklärt: „Die Corona-Pandemie hat den Veranstaltungs- und Kulturbereich hart getroffen, das ist uns schmerzlich bewusst. Schon in normalen Zeiten wird unser reichhaltiges kulturelles Angebot nicht zuletzt durch den engagierten Einsatz von Menschen ermöglicht, die sich ihre Existenz mühevoll durch selbstständige Arbeit und oftmals mehrere Jobs verdienen müssen. Für sie haben wir das Kulturpaket auf den Weg gebracht, und ich freue mich sehr über den guten Start. Uns erreichen viele positive Rückmeldungen von Verbänden, Künstlerinnen und Künstlern. Unsere Arbeitsstipendien können alle in der Künstlersozialkasse versicherten selbstständigen Kulturschaffenden mit Wohnsitz in Hessen unkompliziert bei der Hessischen Kulturstiftung beantragen – und das noch bis September. Ich bedanke mich herzlich bei der Hessischen Kulturstiftung für die engagierte Zusammenarbeit und auch beim Regierungspräsidium Gießen, das bei der Bearbeitung der Anträge unterstützend tätig ist.“

Wirtschaftlicher Freiraum für künstlerische Arbeit

Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung: „In der Hessischen Kulturstiftung arbeitet ein engagiertes Team an der Bewilligung der Arbeitsstipendien für Künstlerinnen und Künstler, und wir freuen uns über mehr als 1.200 Zusagen bisher. In den eingereichten Projektskizzen kündigen sich ideenreiche und diverse Projekte aus allen künstlerischen Sparten an, auf deren Umsetzung wir gespannt sein dürfen. Ich kann nur betonen, wie sehr auch wir als Publikum, Galerie- und Theaterbesucher oder Literaturfreunde uns über diese Arbeitsstipendien für Künstlerinnen und Künstler freuen dürfen. Sie schaffen den Künstlern einen wirtschaftlichen Freiraum für ihre Arbeit, durch die unser Kunsterlebnis überhaupt erst möglich wird.“

Start der dritten Phase

Antragsberechtigt für die Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro sind alle in Hessen lebenden und in der Künstlersozialkasse versicherten Kulturschaffenden. Die Stipendien sollen ihnen ermöglichen, neue Projekte für den Übergang aus der Pandemie-Zeit zu erarbeiten. Das Festivalprogramm richtet sich an Kulturfestivals, die als Großveranstaltung aufgrund der Pandemie abgesagt oder in den digitalen Raum verlagert werden müssen.

Im Juli und August startet die dritte Phase des Programms: Sie sieht einen Fonds „innovativ neu eröffnen“ für Kultureinrichtungen und Spielstätten sowie Projektstipendien für freie Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler vor. Sie sollen den Übergang in die vollständige Neueröffnung und die Entwicklung neuer Formate unterstützen.

Nur langsame Rückkehr zur Normalität

„Es wird nur eine langsame Rückkehr zur Normalität geben. Der Weg stellt die Kultur vor große Herausforderungen, die etwa ungewohnte Veranstaltungsformen, kreative bauliche Veränderungen oder neue Formen der Publikumsansprache erfordern. Viele dieser Innovationen haben aber auch über die Pandemie-Notlage hinaus einen künstlerischen Wert. Diese Ansätze wollen wir unterstützen und sichtbar machen“, so Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

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Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
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