Landesprogramm „MitSprache – Deutsch 4U“

Hessisches Zentrum für alltagsorientierte Sprachförderung gegründet

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Sprache ist ein Baustein für eine erfolgreiche Integration.“

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Mit der Gründung eines Hessischen Zentrums für alltagsorientierte Sprachförderung entwickelt Hessen seine Deutschkurse im Rahmen des Landesprogramms „MitSprache – Deutsch4U“ weiter und sichert deren Qualität. „Sprache ist ein Baustein für eine erfolgreiche Integration und Grundlage für die Teilhabe in vielen gesellschaftlichen Lebensbereichen“, betont Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Es freue ihn daher, mit dem Sprachenzentrum (SPZ) der Technischen Universität Darmstadt einen erfahrenen und renommierten Partner gewonnen zu haben, der die Trägerschaft für die Einrichtung übernimmt. Das Hessische Zentrum für alltagsorientierte Sprachförderung, das seine Tätigkeit bereits aufgenommen hat, soll Fortbildungen für Lehrkräfte anbieten, diese in methodischen und didaktischen Fragen beraten, die Vernetzung zwischen den Trägern vorantreiben, geeignete Lehrmaterialien bereitstellen oder auch die Entwicklung neuer digitaler Unterrichtsformate unterstützen.

„Die Corona-Pandemie schafft ein schwieriges Lernumfeld für alle Beteiligten. Deswegen ist es besonders wichtig, dass wir mit dem Hessischen Zentrum für alltagsorientierte Sprachförderung eine Einrichtung schaffen konnten, die sowohl die Träger bei der Konzeption der Kurse als auch die Lehrkräfte vor Ort beraten und unterstützen wird. Dies kommt den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern bei ihrem Spracherwerb zugute“, so der Minister.

Das Sprachenzentrum (SPZ) der TU Darmstadt ist eine zentrale Einrichtung der Universität und wird von Frau Prof. Britta Hufeisen geleitet.

Hintergrund

Das Landesprogramm „MitSprache – Deutsch4U“ gibt es seit 2016. Es soll den Weg zur beruflichen Integration und damit zu einer selbstbestimmten Lebensführung ebnen.

In seinem Rahmen werden in Zusammenarbeit mit kommunalen, kirchlichen und gemeinnützigen Trägern Deutschkurse für Erwachsene aus Landesmitteln gefördert. Die Deutschkurse verfolgen einen inklusiven, niedrigschwelligen und alltagsorientierten Ansatz. Das Angebot ist sowohl inklusiv, einzige Zugangsvoraussetzung ist der tatsächlich vorliegende Sprachförderbedarf, als auch niedrigschwellig, da die Deutschkurse passgenau auf den Sprachförderbedarf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt werden können. So können kompetenzorientiert Kurse ab dem Sprachniveau A1 oder auch zur Alphabetisierung eingerichtet werden. Das Angebot ist außerdem lebensnah und alltagsorientiert, da der Gebrauch der deutschen Sprache im Kontext der Bewältigung von Alltagssituationen eingeübt wird. Die Kurse umfassen jeweils insgesamt 300 Unterrichtsstunden.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
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