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Kampf gegen Antisemitismus

Hessischer Antisemitismus-Beauftragter fordert von Veranstaltern klare Haltung gegen Antisemitismus

03.06.2020Hessische Staatskanzlei

Uwe Becker: „Für die Verbreitung von Antisemitismus darf es keinen Prominenten-Bonus geben.“

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Eine Bühne mit Lichtreflexen.
© shocky / Fotolia.com

Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker, fordert von Veranstaltern eine klare Haltung gegen Antisemitismus. „Ob erfolgreicher Musiker oder weltweit anerkannter Wissenschaftler – für die Verbreitung von Antisemitismus darf es keinen Prominenten-Bonus geben. Wer dazu beiträgt, dass sich das Virus der Judenfeindlichkeit verbreitet, gehört auf keine Bühne. Ich erwarte, dass Veranstalter von Konzerten oder Vorträgen darauf achten, wem sie ein Podium geben und welche Botschaft sie damit aussenden. Auftritte von Achille Mbembe und Xavier Naidoo sind Beispiele für eine zu geringe Wachsamkeit der Gesellschaft gegenüber der Ausbreitung antisemitischer Stereotype“, erklärte Becker heute in Wiesbaden. Er äußerte sich vor dem Hintergrund der jüngsten Veröffentlichungen des Sängers Xavier Naidoo zu Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Krise wie auch zu den anhaltenden Debatten im Umgang mit dem kamerunischen Israelkritiker Achille Mbembe.

„Wenn Prominente die Bühnen, die ihnen geboten werden, nutzen, um direkt oder indirekt judenfeindliches Gedankengut unter die Menschen zu bringen, dann tragen Veranstalter und Organisatoren derartiger Auftritte eine Mitverantwortung und sollten sich dieser klarer bewusst sein. So lange Xavier Naidoo nicht von seinem Irrweg ablässt und diesen eher noch verstärkt, sollte es keine Konzerte von ihm mehr in unserem Land geben. Dies gilt auch für den im kommenden Jahr 2021 geplanten Auftritt in Kassel“, so Becker.

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