Auszeichnung

Hessischen Verdienstorden für Jochen Lengemann

09.08.2018Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Volker Bouffier zeichnet den früheren Landtagspräsidenten Jochen Lengemann aus Kassel mit dem Hessischen Verdienstorden aus.

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Lengeman
Ministerpräsident Volker Bouffier zeichnet den früheren Landtagspräsidenten Jochen Lengemann mit dem Hessischen Verdienstorden aus
© Staatskanzlei

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute vier Bürgern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreicht und drei weitere mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. Der frühere Landtagspräsident Jochen Lengemann aus Kassel erhielt den Hessischen Verdienstorden. „Die Geehrten haben sich in besonderem Ausmaß um die Gesellschaft verdient gemacht. Ohne eine Gegenleistung zu verlangen, schreiten sie mit großem persönlichen Einsatz zur Tat und stellen ihre wertvolle Zeit in den Dienst der Gemeinschaft. Ihr Handeln über Jahre und Jahrzehnte hinweg ist bespielhaft. Die heute Geehrten sind mit Recht Vorbilder. Ich freue mich, wenn sie noch lange Zeit für die Gesellschaft aktiv sein können“, sagte der Ministerpräsident anerkennend. „Ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“

Zur Person:

Jochen Lengemann war als Jurist, unter anderem als Richter am Landgericht Kassel, und als Politiker tätig. Im politischen Bereich hat sich der heute 80-Jährige seit seinem Eintritt in die CDU im Jahr 1956 engagiert. So war er von 1966 bis 1981 Kreisvorsitzender der CDU Kassel-Stadt und gehörte von 1967 bis 1988 dem Landesvorstand der Partei an. Von 1964 bis 1974 war er zehn Jahre lang Stadtverordneter in Kassel und wurde 1970 erstmals in den Hessischen Landtag gewählt. Dort war er von 1976 bis 1978 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und von 1974 bis 1982 sowie von 1988 bis 1990 Vorsitzender des Innenausschusses.

Darüber hinaus amtierte Jochen Lengemann von 1982 bis 1983 sowie von 1987 bis 1988 als Präsident des Landtags. Von 1978 bis 1982 und von 1983 bis 1987 war er Hessischer Landtagsvizepräsident. Nach seiner Ernennung zum thüringischen Landesminister legte er 1990 sein Mandat im Hessischen Landtag nieder. Er amtierte von 1990 bis 1992 als thüringischer Staatsminister für besondere Aufgaben in der von Ministerpräsident Josef Duchač geführten Regierung.

Weiterhin ist Jochen Lengemann Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zu historischen und vor allem parlamentsgeschichtlichen Themen, wie beispielsweise „Das Hessen-Parlament 1946-1986“, „Parlamente in Hessen 1808-1813“ sowie „MdL Hessen 1808-1996“. Die Stadtverordnetenversammlung ernannte Jochen Lengemann im Jahr 2010 zum Ehrenbürger der Stadt Kassel.

„Jochen Lengemann hat sich um das Land Hessen und seine Bevölkerung verdient gemacht. Er trat für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit ein. Er war in Hessen sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene politischer Mandatsträger und damit Teil der Legislative. Als Präsident des Hessischen Landtags fungierte er zweimal als Verfassungsspitze und in Thüringen wirkte er nach der Wiedervereinigung politisch als Mitglied der Exekutive. Durch seine Tätigkeiten als Richter am Amts- und Landgericht hat er auch im Bereich der Judikative gewirkt“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier anerkennend. Darüber hinaus habe Jochen Lengemann zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen vorzuweisen, die der historischen und politischen Bildung dienen. Für dieses beispielhafte politische und wissenschaftliche Engagement wurde ihm nun der Hessische Verdienstorden verliehen.

Hintergrund

Der Hessische Verdienstorden wird zur Würdigung hervorragender Verdienste um das Land Hessen und seine Bevölkerung vom Hessischen Ministerpräsidenten verliehen. Es gibt zwei Ordensstufen: Hessischer Verdienstorden am Bande (niedrigere Stufe) und Hessischer Verdienstorden (höhere Stufe).

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