Kooperation

Hessen will Beziehungen nach Rumänien verstärken

10.08.2018Hessische Staatskanzlei

Kabinett stimmt der Einrichtung einer gemeinsamen Regierungskommission zu

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Delegationsreise nach Rumänien 2016
Archivbild (2016): Gruppenbild mit Ministerpräsident Volker Bouffier und Staatspräsident Klaus Johannis.
© Staatskanzlei

Die Hessische Landesregierung will die Zusammenarbeit zwischen Hessen und Rumänien verstärken. Das Kabinett hat in dieser Woche der Einrichtung einer Hessisch-Rumänischen Regierungskommission zugestimmt. „Wir freuen uns über diese wichtige Kooperation. Sie soll unter anderem Investitionen von hessischen Wirtschaftsunternehmen in Rumänien erleichtern und dabei helfen, bürokratische Hindernisse abzubauen. Der Austausch wird auch dazu beitragen, gegenseitige Vorurteile abzubauen. Rumänien ist moderner als viele Menschen glauben. Es ist wichtig, das Land weiter voranzubringen. Davon profitieren auch wir in Hessen“, sagten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Europaministerin Lucia Puttrich heute in Wiesbaden.

Eine Initiative des Regierungschefs

Die Regierungskommission geht auf eine Initiative des Regierungschefs zurück, der bei seinem Besuch in Rumänien 2016 erste Gespräche mit Staatspräsident Klaus Johannis geführt hatte. Im Frühjahr hatte Ministerin Puttrich die Gespräche in Bukarest fortgeführt. Gemeinsam mit Ştefan Radu Oprea, dem rumänischen Minister für das Geschäftsumfeld, Wirtschaft und Unternehmertum, wird sie im September die förmliche Absichtserklärung unterzeichnen. 2018 und 2019 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung stehen jeweils 100.000 Euro Haushaltsmittel bereit, die für Tagungen und Projekte verwendet werden können.

Mehr als 50.000 rumänische Staatsbürger leben in Hessen, und zahlreiche Hessen haben familiäre Wurzeln in Rumänien. Viele Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben ließen sich nach 1945 in Hessen nieder. „Rumänien ist seit 2007 EU-Mitglied und fährt einen klar proeuropäischen Kurs. Für uns ist es wichtig, diese proeuropäische Position gerade in Osteuropa zu stärken und Rumänien auf seinem Weg der Modernisierung zu unterstützen“, erläutert Lucia Puttrich weiter.

Großes Interesse auf rumänischer Seite

Bei ihren Gesprächen im April habe sie, wie auch der Ministerpräsident zuvor, ein großes Interesse auf rumänischer Seite gespürt, von Hessen zu lernen, sagt die Hessische Europaministerin weiter. Konkrete Themen könnten unter anderem die duale Ausbildung sein, an der Rumänien großes Interesse habe, aber auch die Abfallwirtschaft. Auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes gibt es bereits seit 2007 eine Zusammenarbeit. Unter anderem wurde das Nationale Krisenzentrum Rumäniens nach hessischem Vorbild aufgebaut.

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