Europäische Union

Hessen wehrt sich gegen Schwächung des Raumfahrtstandorts Darmstadt

Ausschuss der Regionen in Brüssel lehnt auf Initiative von Europastaatssekretär Mark Weinmeister den Aufbau von Doppelstrukturen ab / EU-Kommission schlägt Weltraumagentur in Prag vor

rendezvous_with_a_fast-moving_comet_esa-jmai.jpg

Blick in den Überwachungraum der ESA
Das Team des ESA-Satellitenkontrollzentrums ESOC bei der Arbeit.
© ESA - J. Mai

Die Hessische Landesregierung setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass der Weltraumstandort Hessen nicht durch Pläne der Europäischen Union für eine neue Weltraumagentur in Prag geschwächt wird. „Die EU-Kommission denkt darüber nach, die Agentur für das europäische globale Satellitennavigationssystem (GNSS-Agentur) zu einer neuen Raumfahrtagentur aufzuwerten. Das darf nicht zu Lasten der bestehenden und sehr erfolgreichen Europäischen Weltraumorganisation ESA und des Standortes Darmstadt gehen“, sagt Europastaatsekretär Mark Weinmeister. Der Ausschuss der Regionen (AdR) bei der EU hat am Donnerstag auf Initiative Weinmeisters in Brüssel Änderungsanträge zum Kommissionsvorschlag für ein neues Raumfahrtprogramm beschlossen und den Aufbau von Doppelstrukturen abgelehnt.

Europäisches Satellitenkontrollzentrum „ESOC“ seit 1967 in Darmstadt

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat ihren Hauptsitz in Paris. Das Europäische Satellitenkontrollzentrum „ESOC“ (European Space Operations Centre) in Darmstadt ist seit 1967 für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich.

„Beim ESA-Standort Darmstadt wurde bereits über Jahrzehnte Expertisen und entsprechende Infrastrukturen zur Umsetzung und Realisierung der EU-Raumfahrtprogramme aufgebaut. Diese sollten weiterhin effektiv genutzt und dürfen keinesfalls durch mögliche Aufgabenverlagerungen auf eine neue Agentur und Doppelstrukturen geschwächt werden“, betonte Weinmeister in Brüssel.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Dr. Michael Horn
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
+49 611 32 38 09
+49 611 32 38 00
michael.horn@stk.hessen.de
Schließen