SAFE-KiDS

Hessen startet weitere Corona-Studie in Kitas

SAFE-KiDS 3 untersucht die Auswirkungen der britischen Virus-Variante

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Draußen im Park: Frau mit Kind
© volurol / Adobe Stock

Das Universitätsklinikum Frankfurt und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration haben die Fortsetzung der SAFE KiDS Studien angekündigt.

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Mit der Studie SAFE KiDS 3, die am Montag beginnen wird, soll untersucht werden, inwieweit es durch die Virusvariante B.1.1.7 zu vermehrten unerkannten Infektionen unter Kita-Kindern kommt.“

Abstriche nach der "Lolli-Methode"

Eingesetzt werden hierbei in dieser Runde der Studie Abstriche nach der sogenannten „Lolli-Methode“, bei dem die Kinder, aber auch Erzieherinnen und Erzieher, wöchentlich vor dem KiTa-Besuch zu Hause an einem Tupfer lutschen sollen, der dann per PCR auf SARS-CoV-2 untersucht wird. Eingeladen zur Teilnahme an dieser Follow-Up-Studie werden zunächst die Kindertagesstätten, die bereits an der SAFE-KiDS 1 und 2 Studie teilgenommen hatten. Die Studienteilnahme ist natürlich freiwillig.

Bereits mit den Vorgängerstudien haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt untersucht, wie häufig Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher, die die KiTas besuchen, unbemerkt das Virus ausscheiden. Ziel ist es, mehr über die Beteiligung von KiTas am Pandemiegeschehen zu erfahren. In den beiden ersten Runden der Studien wurden jeweils nur einzelne Fälle von SARS-CoV-2-Infektionen nachgewiesen. An Safe-Kids 2 nahmen insgesamt 47 hessische KiTas mit 557 Kindern und 334 Erzieherinnen und Erziehern teil.

"Britische Variante" im Focus

Diese Ergebnisse haben allerdings eingeschränkte Aussagekraft für Infektionen mit der sogenannten „Britischen Variante“, da der Anteil an Infektionen durch B.1.1.7 in Hessen erst nach dem Ende dieser Studie stark zugenommen hatte. „Für diese nun in Hessen vorherrschende Variante gilt eine höhere Übertragbarkeit, auch unter den Kindern, als gesichert. Unsere Ergebnisse aus SAFE-KiDS 1 und 2 sind somit nicht ohne weiteres auf die aktuelle Situation übertragbar“, erläutert Prof. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Unter Einfluss der Variante B.1.1.7 war es zuletzt vermehrt zu Infektionen, auch unter Kindern im Kindergartenalter gekommen. „Wir wollen in einer weiteren Runde der Studie daher untersuchen, ob das auch mit vermehrter asymptomatischer Virusausscheidung, und somit auch mit erhöhter Ansteckungsgefahr in den KiTas einhergeht“, so Prof. Ciesek

Hintergrund: SAFE-KiDS 1 und 2 Studie

  • Bei niedriger bzw. ansteigender Inzidenz in der Gesamtbevölkerung wurden nur Einzelfälle einer SARS-CoV-2-Infektion in KiTas bei Erzieherinnen und Erzieher und bei Kindern nachgewiesen
  • Die ansteckendere Variante B.1.1.7 wurde auch in der SAFE-KiDS 2 Studie noch nicht erfasst.

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