Leih-Computer für bedürftige Schülerinnen und Schüler

Hessen erhält 37 Millionen Euro Bundesmittel für digitale Ausstattung

01.05.2020Hessische Staatskanzlei

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Unsere Kollegin Lisa Hanifa-Habib im Gespräch mit Kultusminister Alexander Lorz
Unsere Kollegin Lisa Hanifa-Habib im Gespräch mit Kultusminister Alexander Lorz.
© Staatskanzlei

Gute Nachrichten für Schülerinnen und Schüler, die sich aufgrund einer fehlenden digitalen Ausstattung in ihrem Elternhaus derzeit nicht mit den Lehrkräften und den Klassenkameraden für das Lernen zu Hause vernetzen können: Land und Kommunen werden diesen künftig Laptops, Notebooks oder Tablets zur Verfügung stellen. Möglich macht dies ein Soforthilfeprogramm des Bundes über 500 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und die Erstellung professioneller Online-Lehrangebote an Schulen. Das erklärt der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute im neuen Podcast der Landesregierung „Nach Sieben im Hotel Rose“.

Hessen erhält 37 Millionen Euro

„Die 500 Millionen Euro sind dazu gedacht, dort Lücken zu schließen, wo die digitale Erreichbarkeit von Schülerinnen und Schülern nicht gegeben ist. Das heißt, es geht um die Anschaffung digitaler Endgeräte“, so Lorz. Diese würden dann als Dauerleihgabe an bedürftige Schülerinnen und Schüler ausgegeben. Hessen erhalte aus diesem Programm insgesamt 37 Millionen Euro. Der Minister erklärt, dass derzeit noch Gespräche mit dem Bund über die konkrete Ausgestaltung liefen und darüber, inwiefern die Länder zusätzlich eigene Mittel einbringen könnten, wie dies Hessen derzeit auch schon beim Programm „Digitale Schule Hessen“ mache. „Ich hoffe, dass wir zu einem schnellen Ergebnis kommen“, unterstreicht der Kultusminister.

Eine Junge lernt am Computer.
Eine Junge lernt am Computer.

Schulferien finden wie geplant statt

Lorz betont, dass der Unterricht von zuhause aus die Schulen noch eine Weile begleiten werde. „Wenn wir alle Schülerinnen und Schüler schon bald wieder in der Schule unterrichten wollen, dann geht das bei Beachtung der Abstandsregeln derzeit nur in einer Art ‚Schichtunterricht‘, bei dem sie sich an speziellen Tagen mit ihren Lehrkräften austauschen und treffen, um neue Aufträge entgegen nehmen zu können. Wir werden eine ganz neue Form des gemischten Unterrichtens einführen – teils Schule, teils zu Hause“, erklärt der Kultusminister. Dabei werde es eine Ausgewogenheit zwischen Präsenzunterricht und weiterem Lernen zu Hause geben müssen.

Im Podcast versichert Lorz, dass die Schulferien in Hessen wie geplant stattfinden sollen und keine Kürzungen vorgesehen seien. „Ein bisschen Erholung kann uns allen nicht schaden in dieser Krise.“ Er stellt analog zu dem bereits etablierten Format der Ostercamps Zusatzangebote für Schülerinnen und Schüler in Aussicht, die einen besonderen Nachholbedarf haben. Die Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien solle genutzt werden, um alle Schülerinnen und Schüler wieder auf einen einheitlichen Stand zu bringen, von dem aus man weiterarbeiten könne.

Hintergrund

In ihrem neuen Podcast „Nach Sieben im Hotel Rose – die Landesregierung informiert“ liefert die Hessische Landesregierung verlässliche Informationen aus erster Hand, erklärt ihr politisches Handeln und beantwortet Fragen, die Bürgerinnen und Bürger derzeit umtreiben. Der Podcast geht freitags kurz nach 19 Uhr online. Abrufbar ist er über das Informationsportal hessen.de, über den Streaming-Dienst Spotify, über die Online-Plattform Soundcloud und den Youtube-Kanal des Landes. Der Titel „Nach Sieben im Hotel Rose“ geht auf das frühere Hotel Rose am Kranzplatz in Wiesbaden zurück. Seit dem Jahr 2004 hat die Hessische Staatskanzlei – die Regierungszentrale der Landesregierung ­– in dem historischen Gebäude ihren Sitz. Und abends nach sieben Uhr ist eine gute Zeit, um Zuhörerinnen und Zuhörer dorthin mitzunehmen.

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