Bundesrat

Gesetzentwurf zum Schutz vor Konversionstherapien

fotolia_222661279_s.jpg

Homosexualität
© fotolia/EdNurg

In den Augen von Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose ist der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zum Schutz vor Konversionstherapien nicht ausreichend, um der Pathologisierung von LSBT*IQ ein Ende zu setzen und stattdessen Akzeptanz und Wertschätzung zu fördern.

Generelles Verbot von Konversionstherapien

„Homosexualität ist keine Erkrankung und deshalb auch nicht behandlungsbedürftig. Es ist wichtig, den fragwürdigen und menschengefährdenden Angeboten wirksam ein Ende zu setzen. Hessen setzt sich daher für ein generelles Verbot von Konversionstherapien ein,“ unterstreicht der Minister.

Während der Gesetzentwurf der Bundesregierung vor allem den Schutz von Minderjährigen bis zu einem Alter von 18 Jahren in den Mittelpunkt rückt, fordert Hessen, Menschen auch über das 18. Lebensjahr hinaus vor den schädlichen Wirkungen dieser Behandlungen zu schützen. „Wenn ein generelles Verbot von Konversionstherapien nicht möglich ist, fordern wir die Bundesregierung auf, die Altersgrenze zu überprüfen und auf 26 Jahre zu erhöhen“, sagt Klose.

Klose hält außerdem ein vollständiges Werbeverbot ohne Ausnahmen für wichtig und drängt darauf, dass umfassend aufgeklärt wird, um ein wertschätzendes und akzeptierendes gesellschaftliches Umfeld zu schaffen.

Hintergrund:

Hessen hatte 2019 gemeinsam mit anderen Ländern eine umfassende Bundesratsinitiative zum Verbot von Konversionstherapien eingebracht, die im Bundesrat einstimmig beschlossen wurde.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
Schließen