Bauen und Wohnen

Fünf Millionen Euro für bezahlbaren Wohnraum

Land fördert 43 neue Sozialwohnungen

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Baustelle
© Jakob Kamender / Fotolia

Mit einem Darlehen über 5 Mio. Euro beteiligt sich das Land am Bau von zwei Wohnhäusern in Wiesbaden. Dies teilte Wirtschafts- und Wohnbauminister Tarek Al-Wazir am Dienstag bei der Förderbescheidübergabe mit.

Wohnungen für Haushalte mit wenig Einkommen

1,9 Mio. Euro der Fördersumme entfallen auf einen Neubau in der Wiesbadener Straße in Stadtteil Mainz-Kastel. Von den hier entstehenden 31 Wohnungen sind 14 für Haushalte mit geringen bzw. mittleren Einkommen vorgesehen. Mit 3,1 Mio. Euro unterstützt das Land einen Neubau mit zusammen 82 Wohnungen auf dem ehemaligen Simeon-Haus-Areal im Finkenweg (Waldviertel), hier entstehen 29 Sozialwohnungen.

Bauherr ist die Wiesbadener Wohnbaugesellschaft GWW, sie realisiert die Projekte mit Gesamtkosten von rund 8,9 Mio. Euro in der Wiesbadener Straße und rund 22 Mio. Euro im Finkenweg. Die Stadt Wiesbaden beteiligt sich mit insgesamt 1,1 Mio. Euro an beiden Projekten.

Klimaschonendes Wohnumfeld

„Der Wohnungsbau prägt die Stadtentwicklung“, erklärte Al-Wazir. „Die beiden Wohnprojekte der GWW haben qualitativen Vorbildcharakter: Sie zeigen, wie durch gelungene Planung Integration und ein klimaschonendes Wohnumfeld entstehen.“

Das Grundstück in Mainz-Kastel wurde bisher von einem Autohaus und als Parkplatz genutzt. Nach dem Abriss errichtet die GWW hier ein Mietwohngebäude mit drei Eingängen und einer Gesamtwohnfläche von 2.300 Quadratmeter. Alle Wohnungen werden mit Fußbodenheizungen ausgestattet, das Gebäude wird umweltfreundlich mit einer Kombination aus Erdwärme und Wärmepumpe beheizt.  Die 14 Zwei- bis Vier-Zimmer-Sozialwohnungen werden barrierefrei und bieten Wohnflächen zwischen 48 und 87 Quadratmeter.

Sieben Wohnhäuser mit drei Geschossen

Auf dem rund 6.500 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Simeon-Haus-Areals in Wiesbaden-Kohlheck werden sieben Wohnhäuser mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss errichtet. Insbesondere vom Quartiersumbau betroffene Bestandsmieter im Seniorenalter sowie Familien sollen hier an ihre Bedürfnisse angepassten Wohnraum finden. Die Wohnflächen der Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen werden zwischen 46 und 92 Quadratmeter liegen. Die Tiefgarage wird mit mehreren E-Ladestationen ausgerüstet, die Wärmeversorgung erfolgt umweltfreundlich über ein Biogas-Blockheizkraftwerk.

An beiden Standorten entstehen sowohl geförderte als auch nicht geförderte Wohnungen. Die Mieten für die geförderten Wohnungen werden zwischen 6,70 Euro und 8,08 Euro betragen. Durch die Mischung sollen Quartiere mit ganz unterschiedlichen Bewohnerinnen und Bewohnern entstehen.

„Unser Ziel ist, dass Jede und Jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann", sagte der Minister. "Dazu legt die Landesregierung das umfassendste Maßnahmenpaket auf, das es in Hessen je gegeben hat. Bis 2024 stellen wir 2,2 Mrd. Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit.“

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