Inklusion

Forum Inklusive Privatwirtschaft erstmals zusammengekommen

Staatssekretärin Anne Janz: „Plattform für kreative Lösungswege, um mehr Menschen mit Behinderungen in Beschäftigung zu bringen.“

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Arbeiter im Rollstuhl in einer Werkstatt
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Am 1. Juni hat sich auf Betreiben der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Rika Esser, das Forum Inklusive Privatwirtschaft konstituiert. Das neue Gremium verfolgt im Rahmen regelmäßiger gemeinsamer Treffen das Ziel, Wege zur Steigerung der Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen auf mindestens fünf Prozent aufzuzeigen. Unter den Teilnehmenden sind Spitzenvertreter*innen von Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen, der Landesverwaltung, der Rehabilitations-Träger*innen und der Wissenschaft.

„Ich hoffe, dass diese Plattform zum Kennenlernen, zur Vernetzung und für kreative Lösungswege genutzt wird, um mehr Menschen mit Behinderungen in Beschäftigung zu bringen“, sagte Staatssekretärin Anne Janz in ihrem Grußwort anlässlich der ersten Sitzung. Der Fokus des Forums liegt vor allem auf dem Potenzial, das kleine und mittelständische Unternehmen bergen. Die Praxis hat gezeigt, dass hier der Beratungs- und Unterstützungsbedarf beim Thema Inklusion größer ist.

Vor allem durch Corona sehr aktuelle Thematik

„Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist das Thema aktueller denn je“, sagte Staatssekretärin Janz weiter, was Rika Esser in einem Redebeitrag mit Zahlen belegte: „Laut dem Inklusionsbarometer 2020 von Aktion Mensch ist die Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter in Hessen während der Corona-Pandemie um rund 16 Prozent gestiegen.“ Zwischen Mai 2020 und April 2021 waren im Bundesland 12.541 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Dieser Wert liegt über dem hessischen Jahresdurchschnitt von 12.115 Personen in 2020. „Diese Zahlen wiegen umso schwerer, weil Menschen mit Behinderungen statistisch gesehen deutlich länger arbeitslos bleiben, bevor sie wieder berufstätig werden“, so Esser weiter. Die Arbeit des Forums dient der Unterstützung der betroffenen Bürger*innen und trägt dazu bei, das aufgezeigte Potenzial für den hessischen Arbeitsmarkt zu erschließen.

Während der Auftaktveranstaltung identifizierten die Teilnehmenden in mehreren Arbeitsgruppen zunächst bestehende Hemmnisse für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem 1. Arbeitsmarkt in Hessen. Zudem diskutierten sie mögliche Lösungsansätze und notwendige Schritte zu deren Umsetzung. Schließlich tauschten sich die Teilnehmenden über gute Praxisbeispiele aus, die als Orientierung dienen können. Dass in Hessen beim Thema Inklusion am Arbeitsmarkt nicht bei Null begonnen werde, zeigten Staatssekretärin Janz zufolge unter anderem die Betriebe, die jährlich mit dem Hessischen Landespreis für beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen ausgezeichnet werden. „Ich freue mich über die rege Beteiligung und die vielen guten Ideen“, sagte Rika Esser abschließend: „Die nehmen wir in die weitere inhaltliche Vertiefung mit.“ Die nächste Sitzung ist für Januar 2022 geplant.

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