LOEWE-Zentrum

Forschung zu Insektenbiotechnologie

LOEWE-Kommission: 5,8 Millionen Euro bis 2022 für Gießener Zentrum

ladybugs-1593406_1920_c_pixabay_ronberg.jpg

Marienkäfer auf einem Blatt
© Pixabay/RonBerg

Das Gießener LOEWE-Zentrum „Insektenbiotechnologie & Bioressourcen (ZIB)“ wird drei weitere Jahre mit Fördermitteln aus dem Landesprogramm LOEWE unterstützt. Das hat die LOEWE-Verwaltungskommission auf Grundlage der externen Fachgutachtenden und der Empfehlung des LOEWE-Programmbeirats entschieden. Der Forschungsverbund, der von der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Technischen Hochschule Mittelhessen und dem Institutsteil Bioressourcen des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME (Gießen/Aachen) getragen wird, erhält vom 1. Januar 2020 an eine Auslauffinanzierung von rund 5,8 Millionen Euro für die Laufzeit von drei Jahren. 

Ziel: Erstes Fraunhofer-Institut in Mittelhessen

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Mit dem LOEWE-Programm fördern wir interdisziplinäre Forschung an wichtigen Herausforderungen in Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Das ZIB ist ein eindrucksvolles Beispiel für konsequente Zusammenarbeit, gezielt aufgebaute Strukturen und die erfolgreiche Verbindung von Grundlagenforschung und Anwendungen. Ich freue mich sehr über die bisherigen strukturellen Effekte, etwa mehreren neuen Professuren an beiden Hochschulen, das an der JLU gegründete Institut für Insektenbiotechnologie und der von beiden Hochschulen getragene internationale Masterstudiengang ,Insect Biotechnology & Bioresources‘. Ich bin zuversichtlich, dass mit Unterstützung der LOEWE-Auslauffinanzierung auch das Ziel erreicht werden kann, ein erstes Fraunhofer-Institut in Mittelhessen anzusiedeln.“

Neue Anwendungen in Medizin oder Biotechnologie

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Anwendung biotechnologischer Methoden, um mithilfe von Insekten oder deren Zellen beispielsweise neue Wirkstoffe für Anwendungen in der Medizin (z.B. Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien, Heilmittel für chronisch infizierte Wunden), im nachhaltigen Pflanzenschutz (z.B. umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft) oder in der industriellen Biotechnologie (z.B. biologische Konservierung von Lebensmitteln) zu entwickeln. Für die Ansiedlung eines Fraunhofer-Instituts in Gießen entsteht in unmittelbarer Nähe zum natur- und lebenswissenschaftlichen Campus der Justus-Liebig-Universität ein Neubau, der mit Mitteln des LOEWE-Programms und der Fraunhofer-Gesellschaft finanziert wird.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de
Schließen