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Landesprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit“

Förderzusage an den Verein zur Förderung der Dorfentwicklung Freienhagen in Höhe von 5.000 Euro

Europastaatssekretär Mark Weinmeister zur Förderung: „Orte der Begegnung schaffen.“

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Europastaatssekretär mit Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung Freienhagen
Europastaatssekretär mit Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung Freienhagen
© Hessische Staatskanzlei

Hessens Europastaatssekretär Mark Weinmeister besuchte heute den Verein zur Förderung der Dorfentwicklung in Waldeck-Freienhagen e.V. Mit im Gepäck hatte der Europastaatssekretär eine Förderzusage in Höhe von 5.000 Euro. Das Geld kommt aus dem Landesprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“.

„Es sind Projekte wie Ihre, die wir im Blick hatten, als wir das Programm ‚Starkes Dorf – Wir machen mit!‘ bereits im Jahr 2018 aufgelegt haben“, erläuterte der Europastaatssekretär. „Plätze, die zum Verweilen einladen und Treffpunkt werden, Bänke zum Ausruhen, Bücherschränke zum Schmökern oder Backhäuser, die nach langer Ruhezeit wieder in Betrieb genommen werden. Und das sind nur einige Beispiele. Aber auch die schönste Idee würde nichts nutzen, wenn es nicht Menschen wie Sie gäbe, die die Ärmel hochkrempeln und selbst anpacken. Dafür danke ich Ihnen, denn Sie machen unsere Heimat lebenswerter“, sagte Mark Weinmeister zu Beginn seines Besuches.

Demografischen Wandel abfedern

„Freienhagen hat seit 770 Jahren Stadtrechte und kann damit auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Aber auch hier haben Landflucht und niedrige Geburtenraten zu einem deutlichen Einwohnerrückgang geführt. Damit einher ging auch der Rückzug der Versorgungsinfrastruktur. Die Poststelle wurde geschlossen, die Grundschule, Geschäfte und kleinere Dienstleistungsunternehmen wurden in die nächstgrößeren Ortsteile verlagert“, erläuterte der Europastaatssekretär, der fortfuhr: „Doch davon haben Sie sich nicht entmutigen lassen. Bereits vor einigen Jahren wurde gemeinsam mit dem Ortsbeirat die Initiative zur Dorfentwicklung angestoßen. Die Neugestaltung des Dorfmittelpunktes mit dem Kirchzentrum ist dabei ein wichtiger Meilenstein. Die Läden oder der örtliche Friseursalon waren immer auch soziale Treffpunkte. Man hat sich getroffen, ausgetauscht – man ist sich einfach begegnet. Es ist jetzt die richtige Strategie, inmitten des Dorfkerns wieder solche öffentlichen Treffpunkte zu schaffen. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir als Landesregierung die neue Ausgestaltung des Dorfzentrums und des Kirchplatzes unterstützen können.“

„Sie haben sich eine Menge vorgenommen! Zwischen den alten Kastanienbäumen sollen Baumbänke angeschafft werden, die zu Begegnungen und netten Gesprächen einladen. Mit den weiteren Maßnahmen sollen auf der Grünfläche vor der alten Sandsteinkirchenmauer Waldsofas für mehrere Personen zum Verweilen und Ausruhen aufgestellt sowie im Außenbereich vor dem alten Rathaus Sitz- und Tischgruppen angeboten werden. Diese Orte können dann wieder für den Kirchenkaffee, den Seniorenkreis, die Landfrauen, die Jungschar sowie für viele weitere Vereine und Gruppen genutzt werden. Damit wird das Dorfleben wieder lebendiger und unterstützt auch den Zusammenhalt und Austausch innerhalb der Gemeinschaft“, sagte Mark Weinmeister.

„Immer wenn ich zu den starken Dörfern fahre, erlebe ich eines: Engagement ist Herzenssache. Und was vom Herzen kommt, ist richtig gut. Dabei kommt es oft gar nicht so sehr auf den Vereinszweck oder das Ziel der einzelnen Maßnahme an. Vielmehr geht es darum, dass sich Alt und Jung, Einheimische und Zugezogene und manchmal auch mehrere Ortsteile etwas vornehmen und gemeinsam auf die Füße stellen. Das schafft Gemeinschaftsgefühl und das wollen wir mit dem Landesprogramm der starken Dörfer unterstützen“, erläuterte Mark Weinmeister.

Hintergrund

Das Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit“ läuft seit 2018. Gefördert werden Maßnahmen, die durch ehrenamtliches Engagement den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes bzw. eines Ortsteils stärken, den Zusammenhalt der Generationen fördern und die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. So können zum Beispiel die Gestaltung eines Platzes, das Aufstellen einer Bank aber auch das gemeinsame Errichten eines Spiel- oder eines Grillplatzes unterstützt werden. Der jeweilige Zuschuss bewegt sich zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro. Antragsberechtigt sind Vereine, Verbände oder Freiwilligenagenturen.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
René Brosius
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
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