Energiewende

Fachliche Kriterien für die SuedLink-Gleichstromtrasse notwendig

Das Land Hessen hat bei der Planung der Stromtrasse SuedLink auf technische und naturverträgliche Realisierbarkeit hingewiesen.

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Ein Freileitungsmast - HMWVL
© HMWVL

Hessen dringt weiter auf fachliche Kriterien bei der Planung der Stromtrasse SuedLink: „Das Land Hessen hat immer die Position vertreten, dass das Gleichstromvorhaben SuedLink zur Sicherstellung der Versorgung und zur Umsetzung der Energiewende notwendig ist“, erklärte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden. „Mit dem jetzt festgelegten 1000 Meter breiten Korridor für den Abschnitt C bestätigt die Bundesnetzagentur den von den Vorhabenträgern TenneT und TransnetBW für das geplante Erdkabel vorgeschlagenen Verlauf, der in Hessen auf einer Strecke von rund 59 km durch den Werra-Meißner-Kreis führt. Dieser Korridor erfordert eine Vielzahl von Bohrungen, etwa zur mehrfachen Unterquerung der Werra. Vergleichbare technische Herausforderungen bestehen aus unserer Sicht bei dem ursprünglich beantragten, weiter östlich durch Thüringen verlaufenden Trassenkorridor nicht.“

Den am besten geeigneten Trassenverlauf sicherstellen

Al-Wazir erinnerte daran, dass Hessen frühzeitig gegenüber der Bundesnetzagentur Zweifel an der technischen und naturverträglichen Realisierbarkeit im Werra- und Wehretal geäußert hat: „Diese Bedenken konnten bisher aus unserer Sicht weder die Vorhabenträger noch die Bundesnetzagentur endgültig ausräumen. Hessen wird deshalb das Verfahren auch weiterhin kritisch begleiten, um sicherzustellen, dass am Ende der tatsächlich am besten geeignete Trassenverlauf für dieses zentrale Energiewendevorhaben ausgewählt wird. Der Verlauf neuer Stromleitungen muss nach nachvollziehbaren fachlichen Kriterien festgelegt werden. Nur dann wird eine Stromtrasse Akzeptanz finden und auch rechtlich Bestand haben.“

Die SuedLink-Gleichstromtrasse soll Windstrom aus dem Norden in den verbrauchsstarken Süden transportieren und war ursprünglich als Freileitung geplant, die auf rund 150 Kilometer durch die nord- und osthessischen Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg, Fulda und Main-Kinzig geführt hätte. Später wurde SuedLink zum Erdkabel umgeplant.

„Im Vergleich zu der früher geplanten Belastung fällt der heute vorgeschlagene Trassenverlauf deutlich milder aus“, sagte Al-Wazir. „Aber auch ein solcher Eingriff ist nur akzeptabel, wenn er fachlich begründet die beste Trasse wählt.“

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