Landesprogramm - Starkes Dorf – Wir machen mit

Europastaatssekretär übergibt Förderzusagen im Werra-Meißner-Kreis

30.07.2021Hessische Staatskanzlei

Europastaatssekretär Mark Weinmeister: „Engagement ist Herzenssache.“

Bürgermeister Thomas Eckhardt (gelber Pullover), Europastaatssekretär Mark Weinmeister und Vereinsvorsitzender Albert Rimbach (mit Urkunde)
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Bürgermeister Thomas Eckhardt (gelber Pullover), Europastaatssekretär Mark Weinmeister und Vereinsvorsitzender Albert Rimbach (mit Urkunde)
© Hessische Staatskanzlei

Hessens Europastaatssekretär Mark Weinmeister besuchte heute drei Vereine im Werra-Meißner-Kreis. Den Heimat- und Verkehrsverein Blankenbach e.V., den Heimatverein Röhrda e.V. und die Spielvereinigung Hopfelde-Hollstein 1955 e.V. Mit im Gepäck hatte der Europastaatssekretär Förderzusagen in Höhe von insgesamt 13.131 Euro. Das Geld kommt aus dem Landesprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit“.

„Es sind Projekte wie Ihre, die wir im Blick hatten, als wir das Programm ‚Starkes Dorf – Wir machen mit!‘ bereits im Jahr 2018 aufgelegt haben“, erläuterte der Europastaatssekretär. „Plätze, die zum Verweilen einladen und Treffpunkt werden, Bänke zum Ausruhen, Bücherschränke zum Schmökern oder Backhäuser, die nach langer Ruhezeit wieder in Betrieb genommen werden. Und das sind nur einige Beispiele. Aber auch die schönste Idee würde nichts nutzen, wenn es nicht Menschen wie Sie gäbe, die die Ärmel hochkrempeln und selbst anpacken. Dafür danke ich Ihnen, denn Sie machen unsere Heimat lebenswerter“, sagte Mark Weinmeister bei den Vereinen.

Errichtung eines Mehrgenerationentreffpunktes

Der Heimat- und Verkehrsverein Blankenbach e.V. erhielt heute 4.900,00 Euro für die Errichtung eines Mehrgenerationentreffpunktes. „Was etwas kompliziert klingt, ist einfach eine gute Idee. Durch die Errichtung einer neuen Schutzhütte samt darin befindlicher Sitzgelegenheiten am Teich wird eine Ruhemöglichkeit sowie eine Begegnungsstätte für Wanderer, Radler und die örtliche Bevölkerung am Burgensteigweg H5 geschaffen. Dabei greift der Verein einen aktuellen Trend auf. Nicht erst seit der Pandemie ist gibt es ein regelrechtes Comeback des Wandersports. Seit Jahren gibt es einen Trend, dass immer mehr Menschen raus gehen und auf den rund 200.000 Kilometern Wanderwegen in Deutschland die Natur, die Menschen und unsere Heimat entdecken wollen. Wer einmal an einer solchen Wanderung teilgenommen hat, der weiß die Wanderhütten und Rastplätze zu schätzen. Hier in Blankenbach ist so ein wunderschöner Ort. Eingebettet von weitläufigen Wäldern im oberen südlichen Ulfetal. Mit der Errichtung des Rastplatzes am Burgensteigweg wird nicht nur die Dorfgemeinschaft gefestigt, sondern Wanderern und Radfahrern aus nah und fern ein Treffpunkt zur Begegnung und Erholung geboten. Ich freue mich, dass wir als Hessische Landesregierung Ihr Projekt unterstützen konnten. Der Verein und das Projekt zeigen, dass es hier eine starke Gemeinschaft vor Ort gibt“, sagte Mark Weinmeister während der Übergabe der Förderzusage.

Erneuerung und den Bau von Bänken

Der Heimatverein Röhrda e.V. war die zweite Station im Landkreis. Der Verein erhielt 4.216,00 Euro für die Erneuerung und den Bau von Bänken. Dabei sollen die älteren, vorhandenen Ruhebänke eingesammelt und wenn möglich restauriert werden. Bänke, welche nicht mehr zu reparieren sind, sollen durch neue Bänke ersetzt werden. Danach sollen die Bänke wieder im und um das Dorf herum aufgestellt werden. Röhrda liegt im landschaftlich schönen Mittelgebirge und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderungen und Radtouren. In der unmittelbaren Umgebung befindet sich der ArsNatura und verschiedene Premium-Wanderwege, der Elisabeth Weg sowie der Herkules-Wartburg-Radweg. Die Bänke bieten Rastmöglichkeiten mit wunderschönem Blick auf die Umgebung. „Auch der Heimatverein Röhrda e.V. greift den Wandertrend auf und auch hier zeigt sich eine starke Gemeinschaft. Denn es geht bei diesem Projekt nicht nur darum, dass Bänke als kleine Ruheoasen repariert und wieder aufgestellt werden. Vielmehr ist hier sprichwörtlich der Weg das Ziel. Denn an dem Bau und der Verteilung der Bänke sind Alt und Jung gemeinsam beteiligt. Dadurch wird nicht nur der Zusammenhalt gefördert, sondern Tatkraft und Erfahrung in einem Projekt vereint“, sagte der Europastaatssekretär.

Neue Ballfangzäune am Bolzplatz

Die dritte Station im Werra-Meißner-Kreis war der Besuch der Spielvereinigung Hopfelde-Hollstein 1955 e. V. Sie erhielt 4.015,00 Euro für die Erneuerung der Ballfangzäune am Bolzplatz. „Durch die Instandsetzung der Ballfangzäune wird die Qualität der örtlichen Sportanlage deutlich verbessert. Der Bolzplatz und der Rasenfußballplatz sind echte Highlights des Vereinssports im Ort. Der Sportplatz bildet direkt unterhalb der Mehrzweckhalle und der Feuerwehr den Mittelpunkt des Dorfes und ist von vielen Stellen gut zu sehen. Durch die neuen, dann grün angestrichenen, Ballfangzäune entsteht deshalb auch ein besseres Bild dieses Dorfmittelpunktes. Aber nicht nur das: Der Verein ist ein Ort der Gemeinschaft. Über 200 Mitglieder spielen im Verein. Neben vielen Jugendmannschaften kicken auch zwei Herren- und eine Altherrenmannschaft auf dem Hauptplatz. Dabei kann der Verein auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Am 10. August kann der Verein seinen 66. Gründungsgeburtstag feiern. Ich freue mich, dass ich die Förderzusage gerade noch rechtzeitig zum Vereinsjubiläum überreichen kann und wünsche dem Verein noch viele weitere Jahrzehnte ein aktives Vereinsleben und viele sportliche Erfolge“, so Mark Weinmeister.

„Immer wenn ich zu den starken Dörfern fahre, erlebe ich eines: Engagement ist Herzenssache und was vom Herzen kommt, ist richtig gut. Sport, ob mit dem Ball oder Wandern, ist dabei ein fester Bestanteil des Vereinslebens und der Dorfgemeinschaft. Dabei kommt es oft gar nicht so sehr auf den Vereinszweck an. Vielmehr geht es darum, dass sich Alt und Jung, Einheimische und Zugezogene und manchmal auch mehrere Ortsteile etwas gemeinsam vornehmen und auf die Füße stellen. Das schafft Gemeinschaftsgefühl und das wollen wir mit dem Landesprogramm der starken Dörfer unterstützen“, erläuterte Mark Weinmeister.

Hintergrund

Das Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit“ läuft seit 2018. Gefördert werden Maßnahmen, die durch ehrenamtliches Engagement den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes bzw. eines Ortsteils stärken, den Zusammenhalt der Generationen fördern und die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. So können zum Beispiel die Gestaltung eines Platzes, das Aufstellen einer Bank aber auch das gemeinsame Errichten eines Spiel- oder eines Grillplatzes unterstützt werden. Der jeweilige Zuschuss bewegt sich zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro. Antragsberechtigt sind Vereine, Verbände oder Freiwilligenagenturen.

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