Digitale Schule

Erste Tablets und Notebooks für Lehrkräfte in Marburg-Biedenkopf

07.04.2021Hessisches Kultusministerium

Der Landkreis hat mehr als 1.800 Lehrkräfte im Kreisgebiet mit iPads und Notebooks aus dem von Bund und Ländern finanzierten Endgeräteprogramm ausgestattet.

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Freuen sich über die Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten
Freuen sich über die Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten (v.li.): Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow, Jochen Lang (Schulleiter Hinterlandschule Steffenberg), Dr. Holger Schmenk (Schulleiter Europaschule Gladenbach) sowie Gesche Herrler-Heycke, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamtes.
© Landkreis Marburg-Biedenkopf

Als einer der ersten Schulträger in Hessen hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf damit begonnen, die mehr als 1.800 Lehrkräfte im Kreisgebiet mit iPads und Notebooks aus dem von Bund und Ländern finanzierten Endgeräteprogramm auszustatten. Die symbolische Übergabe fand heute im Marburger Landratsamt statt. „Es ist uns im vergangenen Jahr gelungen, kurzfristig und in großem Umfang digitale Endgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler in ganz Hessen anzuschaffen – nun sind endlich auch unsere Lehrkräfte an der Reihe“, erklärte Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel. Dafür stünden weitere 50 Millionen Euro, davon 12,8 Millionen Euro aus dem hessischen Sondervermögen, zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass im Landkreis Marburg-Biedenkopf nun noch zeitgemäßer unterrichtet werden kann, und bin der festen Überzeugung, dass wir zügig alle übrigen Lehrkräfte in Hessen mit Tablets und Notebooks ausstatten können.“

Task Force DigitalPakt Schule eingerichtet

Um die Inanspruchnahme der Fördermittel des DigitalPakts durch die Schulträger zu erhöhen und das Abwicklungsverfahren zu beschleunigen, wurde die Task Force DigitalPakt Schule im Bereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung eingerichtet. Der Leiter der Task Force, Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt, sagte: „Die Arbeit der vergangenen Monate hat sich gelohnt und die Einrichtung der Task Force DigitalPakt Schule war richtig und wichtig. Dank der Task Force können wir nach nur vier Monaten schon Geräte ausliefern. Wir haben sehr eng mit den Schulträgern zusammengearbeitet und waren bzw. sind fast täglich im Austausch, da die Voraussetzungen in den Städten und Landkreisen sehr unterschiedlich sind. Inzwischen sind mehr als 30.000 Geräte bestellt. Die Hessische Landesregierung stellt neben den Endgeräten auch den Support sicher, für den 6,8 Millionen Euro in 2021 zur Verfügung stehen. Die langfristige Ausgestaltung des Supports wird derzeit gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Schulträger erarbeitet.“

Insgesamt sollen vom Land rund 73.000 Geräte angeschafft werden. Die Beschaffung der Geräte für die Lehrkräfte erfolgt durch die Schulträger mit Unterstützung des kommunalen IT-Dienstleisters ekom21. Neben der Task Force wurde zudem eine Service- und Beratungsstelle ins Leben gerufen, die den Städten und Landkreisen eine zentrale Anlaufstelle bietet.

Erste Erfahrungen bereits gesammelt

„Insgesamt 1.532 iPads und 299 Notebooks stellt der Landkreis Marburg-Biederkopf den Lehrkräften an den 61 Schulen im Kreisgebiet leihweise zur Verfügung. Den Support übernimmt das Medienzentrum Kirchhain, das bereits dafür gesorgt hat, dass die Geräte unmittelbar nach der Übergabe im Unterricht eingesetzt werden können“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow. „Nachdem viele Lehrkräfte beim Einsatz digitaler Unterrichtsmedien zunächst auf Privatgeräte zurückgreifen mussten, können wir ihnen jetzt auf den Unterrichtsbetrieb angepasste Leihgeräte zur Verfügung stellen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung des Unterrichts getan“, ergänzte Landrätin Kirsten Fründt.

Damit fügen sich die Geräte in das Ausstattungskonzept des Landkreises ein. Bereits seit fünf Jahren sammelt die Kreisverwaltung als Schulträger mit der Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten in sogenannten iPad-Klassen zahlreiche Erfahrungen. Ein Konzept, dass offenbar überzeugt: „Angesichts der positiven Rückmeldungen werden wir diese Klassen weiter ausbauen“, berichtete Marian Zachow. So werden zum kommenden Schuljahr an insgesamt sieben weiterführenden Schulen ganze Jahrgänge mit iPads ausgestattet sein. Bis dann werden rund 4.000 iPads, die ebenfalls mit Mitteln des DigitalPakts angeschafft werden konnten, an Schülerinnen und Schüler ausgegeben sein.

Mediennutzung ausbauen

„Die Schulen haben in den vergangenen Jahren bereits stark an der Erweiterung ihrer Mediennutzung gearbeitet. Ich bin überzeugt, dass die zügige Ausstattung der Lehrkräfte mit den Endgeräten die Digitalisierung an den Schulen erheblich voranbringt. Deshalb möchte ich allen Beteiligten dafür danken, dass dies nun weiter angegangen wird“, betonte Gesche Herrler-Heycke, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamtes.

Mit der jetzt anstehenden Ausstattung des Lehrpersonals kommen die Schulen im Landkreis einer einheitlichen Medienausstattung, die ein unkompliziertes digitales Arbeiten im Unterricht erleichtert, einen großen Schritt näher. Um die Lehrkräfte beim Einsatz der neuen Geräte im Unterricht zu unterstützen, werden die Medienzentren des Landkreises in den nächsten Wochen zudem Online-Fortbildungen rund um das Unterrichten mit digitalen Endgeräten anbieten.

Wichtiger Schritt Richtung Digitalisierung

„Die Geräte machen es möglich, den Unterricht flexibler und abwechslungsreicher zu gestalten. Darüber hinaus sind sie natürlich gerade auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Pandemie ein wichtiger Faktor im Schulbetrieb“, freute sich Jochen Lang, Schulleiter an der Hinterlandschule Steffenberg.

Und auch Dr. Holger Schmenk, Schulleiter an der Europaschule Gladenbach, betonte den Digitalisierungsschub: „Dies ist ein nächster großer Schritt in Richtung Digitalisierung. Ich freue mich, dass der Kreis unterstützt und vorausschauend die Geräte bestellt hat. Damit ist die Basis gelegt, nun auch die einzelnen Jahrgangsstufen auszustatten“, so Schmenk Dies werde gerade in den Gremien diskutiert. Zudem seien auch die angebotenen Fortbildungen sehr hilfreich, schließlich seien auch die Lehrkräfte nicht alle auf demselben Stand bei der Nutzung von digitalen Geräten.

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