Wissenschaft

Erste LOEWE-Spitzen-Professur vergeben: Iryna Gurevych bleibt an der TU Darmstadt

Rund 2,52 Millionen Euro aus dem LOEWE-Landesprogramm für die Erforschung von Wissensverarbeitung mit künstlicher Intelligenz

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Prof. Dr. Iryna Gurevych
© Gregor Schuster

Wiesbaden. Prof. Dr. Iryna Gurevych wird Hessens erste LOEWE-Spitzen-Professorin. Das hat die LOEWE-Verwaltungskommission auf Basis einer Empfehlung des LOEWE-Programmbeirats entschieden. Das LOEWE-Programm stellt für ihr Arbeitsgebiet „Ubiquitäre Wissensverarbeitung“ am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 2,52 Millionen Euro zur Verfügung. Die Professorin forscht in der Automatischen Sprachverarbeitung und Künstlichen Intelligenz mit besonderem Blick auf Anwendungen in Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften.

Expertin für KI und Computerlinguistik

„Frau Prof. Dr. Iryna Gurevych ist eine international anerkannte Expertin für Künstliche Intelligenz und Computerlinguistik. Es freut mich ganz besonders, dass es uns mit dem neuen Förderformat der LOEWE-Spitzen-Professur gelungen ist, sie in Hessen zu halten“, erklärt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Der Wettbewerb um die besten Köpfe hat sich gerade in Disziplinen wie der Informatik deutlich verschärft – mit den neuen LOEWE-Spitzen-Professuren können wir international gefragte Forschende nach Hessen holen oder auch hier halten. Wir schaffen mit den LOEWE-Mitteln für die Sach- oder Personalausstattung Bedingungen, die mit denen an der Sorbonne in Paris, in Zürich oder London mithalten können. Eine solche Ausstattung gibt den Geförderten einen großen Freiraum für ihre Forschungsideen.“

Bereits Herausragendes geleistet

Als Leiterin einer Emmy Noether-Gruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Inhaberin einer Lichtenberg-Stiftungsprofessur der Volkswagen-Stiftung und Sprecherin eines interdisziplinären DFG-Graduiertenkollegs hat Prof. Dr. Gurevych an der TU Darmstadt bereits Herausragendes geleistet. „Dank der LOEWE-Spitzen-Professur kann sie nun ihr interdisziplinäres Engagement in Hessen fortsetzen“, erläutert Ministerin Dorn. „So zum Beispiel als Leiterin einer interdisziplinären Forschungsinitiative der Rhein-Main-Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Mainz und des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, die die Anwendung von KI in der Analyse von Daten für bessere politische Entscheidungen untersucht. Als leitende Wissenschaftlerin am nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit Athene. Und ganz besonders als Gründungsmitglied des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz, in dem 13 hessischen Hochschulen unterschiedlicher Hochschultypen ihre jeweiligen Stärken einbringen.“

Was ist die LOEWE-Spitzen-Professur?

Die LOEWE-Spitzen-Professur, eine neue Programmlinie des hessischen Forschungsförderungsprogramms, soll helfen, international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Hessen zu berufen oder in Hessen zu halten, um die strategische Profilbildung der Hochschulen zu unterstützen. Sie können für fünf Jahre zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro (je nach Wissenschaftsgebiet) für ihre Sach- oder Personalausstattung bekommen. Vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Karrierestadium können mit einer Ausstattung von zwischen einer und zwei Millionen Euro für fünf Jahre unterstützt werden. Das LOEWE-Programm hat seit 2008 für 15 LOEWE-Zentren, 64 LOEWE-Schwerpunkte und 324 LOEWE-Verbundvorhaben von Hochschulen mit kleinen und mittleren Unternehmen insgesamt rund 989 Millionen Euro bereitgestellt.

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