Verhandlungen für den EU-Haushalt

Erste Brüssel-Reise nach Lockdown

c_eric_berghen.jpg

Mehr-Regionen-Haus in Brüssel
Das Mehr-Regionen-Haus mit Hessischer Landesvertretung in Brüssel: Seit der offiziellen Eröffnung am 5. Juni 2013 wehen die vier Fahnen der Partnerregionen und die Europafahne auf dem Dach.
© Hessische Landesvertretung / Eric Berghen

Europaministerin Lucia Puttrich wird am 7./8. Juli 2020 nach Brüssel reisen. Was in normalen Zeiten zum Tagesgeschäft gehört, ist in diesen Tagen doch etwas Besonders. Erstmals seit dem europaweiten Lockdown ist es möglich, wieder politische Gespräche vor Ort zu führen. „Brüssel ist für Hessen unheimlich wichtig. Derzeit finden auf vielen unterschiedlichen Ebenen die Verhandlungen für den EU-Haushalt statt. Dabei geht es nicht nur um das europäische Wiederaufbauprogramm, sondern der EU-Haushalt stellt auch die grundsätzlichen Weichen für die nächsten sieben Jahre. Es geht um Schwerpunktsetzungen im Bereich des Green-Deals und im Bereich der Digitalisierung, aber auch in den klassischen Bereichen wie der Landwirtschaft und der Wirtschaftsförderung. Hier hat Hessen sehr viel zu bieten und deshalb ist es wichtig, entsprechend auf sich aufmerksam zu machen und sich einzubringen“, so Lucia Puttrich im Vorfeld der Reise.

Auf dem Programm stehen unter anderem Termine mit Vertretern der deutschen Ratspräsidentschaft, Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie hochrangigen Vertretern der EU-Kommission. Am Dienstag wird die Europaministerin auch die EU-Kommissarin für Kohäsion und Reformen, Frau Elisa Ferreira, treffen.

„Rund 2 Milliarden Euro europäische Mittel flossen 2014 bis 2020 nach Hessen“

„Für Hessen sind die Mittel aus den verschiedenen Strukturfonds der Europäischen Union sehr wichtig. In der aktuellen Förderperiode sind rund 2 Milliarden Euro europäische Mittel nach Hessen geflossen. Der größte Teil im Bereich der Landwirtschaft, aber auch über 730 Millionen Euro aus den Regional, -Sozial- und Landwirtschaftsfonds. Sie unterstützen Projekte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der Schaffung von Arbeitsplätzen, im Bereich der Wissenschaft, Umwelttechnologien sowie der nachhaltigen Stadtentwicklung. Es ist deshalb wichtig, sehr schnell Planungssicherheit über den Umfang und die Art der europäischen Förderung zu erhalten. Es wird im Gespräch aber auch darum gehen, dass der Fokus der Europäischen Union sich nicht auf die besonders von der Corona-Krise betroffenen Regionen verengt, sondern dass man die gesamteuropäische Dimension der Regionalförderung im Auge behält“, so die Europaministerin.

„Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesvertretung Brüssel“

„Belgien ist, gemessen an der Einwohnerzahl, sehr stark von der Corona-Pandemie getroffen. Von dem harten und langen Lockdown waren auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Partner in der Landesvertretung Brüssel betroffen. Natürlich haben wir Kontakt gehalten und entsprechende Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergriffen. Jetzt arbeiten wir uns langsam wieder in hinein in einen geänderten Alltag. Viele traditionelle Treffen und Veranstaltungen sind nach wie vor nicht möglich oder werden alternativ digital umgesetzt. Nach Brüssel fahre ich deshalb auch, um mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken, die über die gesamte Zeit des Lockdowns die Gesprächsfäden mit unseren Partnern in allen europäischen Institutionen nicht haben abreißen lassen und innovativ und kreativ zu gleich, etwa mit der neuen Veranstaltungsreihe #oneclicktoeurope, daran gearbeitet haben, Informationen über das, was in Europa geschieht, weiterhin einem großen Kreis an Interessierten zugänglich zu machen“, so Lucia Puttrich.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
René Brosius
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
+49 611 32 4918
+49 611 32 7 11 4918
rene.brosius@stk.hessen.de
Schließen