Bauen und Wohnen

Eigenkapital der Nassauischen Heimstätte um 200 Millionen Euro erhöht

Als Teil des ‚Neuen Hessenplans‘ soll damit in energetische Mordernisierung investiert werden.

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Bauplanung
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Das Land Hessen wird der mehrheitlich landeseigenen Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte Wohnstadt (NHW) 200 Millionen Euro im Rahmen einer Eigenkapitalerhöhung zur Verfügung stellen. Die Gesellschafterversammlung der NHW habe der Kapitalerhöhung des Landes am heutigen Mittwoch in Frankfurt zugestimmt. Dies teilte das Hessische Wirtschaftsministerium heute mit. Das Geld soll ausschließlich in die energetische Modernisierung der eigenen Wohnungen der NHW investiert werden. 

Budget aufstocken

„Durch die Eigenkapitalerhöhung stocken wir das Modernisierungsbudget der NHW in den nächsten fünf Jahren auf insgesamt 500 Millionen Euro auf und verdoppeln damit die Modernisierungsrate des mehrheitlich landeseigenen Wohnungsunternehmens“, erläuterte Wirtschafts- und Wohnungsbauminister und Aufsichtsratsvorsitzender Tarek Al-Wazir. „Die Eigenkapitalerhöhung bei der NHW ist ein wesentlicher Teil des ‚Neuen Hessenplans‘: Wir investieren in Energieeffizienz und Klimaschutz und stärken gleichzeitig damit in der Corona-Krise die regionale Wirtschaft und das Handwerk. Für die Mieterinnen und Mieter wiederum heißt das: Niedrigere Nebenkosten entlasten den Geldbeutel.“ 

Mit dem gestärkten Eigenkapital lassen sich knapp 4.000 Wohnungen zusätzlich modernisieren. Durch die Fokussierung auf energiesparende Maßnahmen reduziere sich der CO2-Ausstoß der modernisierten Gebäude bereits um ca. 60 Prozent. „Wir rechnen mit CO2-Einsparungen von insgesamt 180.000 Tonnen bis 2050, damit kommen wir dem NHW-Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes einen großen Schritt näher“, sagte Al-Wazir. Das Modernisierungsprogramm sei also gut für die Umwelt, gut für die Wirtschaft und steigere außerdem die Wirtschaftlichkeit der Unternehmensgruppe nachhaltig und sozialverträglich. 

Niedrige Mieten halten

Drastische Mieterhöhungen wegen der energetischen Modernisierungen müssen die Mieterinnen und Mieter in den Wohnungen der NHW nicht erwarten. Statt der gesetzlich möglichen achtprozentigen Modernisierungsumlage plane das Unternehmen durchschnittlich nicht mehr als drei Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieterschaft umzulegen. Die Durchschnittsmieten der Nassauischen Heimstätte Wohnstadt gehören ohenhin zu den niedrigsten in ganz Hessen. Aktuell liegt die Miete der NHW im Landesdurchschnitt bei unter 6 Euro pro Quadratmeter. „Der Grundsatz lautet: Wir entlasten diejenigen, die es besonders nötig haben. Mieterhöhungen werden immer verantwortungsvoll und sozialverträglich umgesetzt“, so Al-Wazir und verwies auf die vielen mieterverträglichen Lösungen der NHW während der Corona-Pandemie.

Wenn es bei Mieterinnen und Mietern wegen der Folgen der Corona-Pandemie finanzielle Engpässe gebe, würde die NHW stets individuelle Lösungen finden. „Es ist aber auch klar: Die Nassauische Heimstätte muss sowohl in die Sanierung des Bestands als auch in ihr ehrgeiziges Neubauprogramm investieren, um die Klimaziele zu erreichen und dringend benötigten Wohnraum in Hessen zu schaffen. Während die Mieterinnen und Mieter nach einer energetischen Sanierung Geld sparen, kann auch mit den Mitteln aus den moderaten Mieterhöhungen neuer Wohnraum geschaffen werden. Das beste langfristig wirkende Mittel gegen allgemein steigende Mieten sind nun einmal mehr Wohnungen.

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