Integrierte Ausbildungsberichterstattung

Direkter Wechsel in die Berufsausbildung gestärkt

Wirtschaftsminister Al-Wazir: „Ziel erreicht, den direkten Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu stärken.“

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Jugendliche
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Im Schuljahr 2019/20 wechselten 15 690 junge Menschen nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule in eine ausbildungs- und berufsvorbereitende Qualifizierung. Dies war der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre, wie aus dem aktuellen Ergebnisbericht der Integrierten Ausbildungsberichterstattung hervorgeht. Im Vergleich zum Schuljahr 2010/11 befinden sich ein Viertel weniger junge Menschen in diesem sogenannten Übergangsbereich, der Hilfestellungen für Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf bietet: „Damit hat das Bündnis Ausbildung Hessen eines seiner Ziele - den direkten Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu stärken - erreicht“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Freitag.

Dem Bündnis gehören Landesregierung, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, die Regionaldirektion der Arbeitsagentur und die kommunalen Spitzenverbände an.

Weiter für die berufliche Ausbildung werben

Als stabil erwies sich die Anzahl der jungen Menschen, die eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung beginnen. Im Schuljahr 2019/20 waren es 49 730 junge Männer und Frauen - 1,0 Prozent weniger als im Schuljahr 2010/11 und 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. „In den drei Jahren zuvor hatten wir jeweils Zuwächse, ein großer Erfolg auch im Bundesvergleich“, sagte Al-Wazir. „Das relativiert den Rückgang etwas, aber es zeigt uns auch, dass wir uns weiter anstrengen müssen, bei weiterhin hoher Studierneigung für die berufliche Ausbildung zu werben.“

32 970 Jugendliche strebten das Abitur oder Fachabitur an, 1,3 Prozent weniger als im Schuljahr 2018/19. Die Gesamtzahl der Anfängerinnen und Anfänger im hessischen Ausbildungsgeschehen lag damit um 2,5 Prozent niedriger als im Schuljahr 2018/19.  Al-Wazir appellierte im Namen des Bündnisses Ausbildung an die Unternehmen, gerade in der aktuellen Situation die Ausbildung junger Menschen nicht einzuschränken: „Wir dürfen keine verlorene Generation Corona entstehen lassen, und wir dürfen auch nicht bei der Fachkräftesicherung nachlassen. Denn nach der Krise werden wir wieder gut ausgebildeten Nachwuchs brauchen, weder der demographische Wandel noch der Fachkräftemangel sind durch Corona verschwunden.“      

Die integrierte Ausbildungsberichterstattung

Mehr Informationen enthält der Ergebnisbericht 2020 der integrierten Ausbildungsberichtserstattung (iABE)  für Hessen auf der Internetseite des Hessischen Statistischen Landesamts. Die integrierte Ausbildungsberichterstattung (iABE) informiert detailliert über das dynamische und komplexe Geschehen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Sie dient als Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen und wird im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums vom Statistischen Landesamt erstellt und vom EU-Sozialfonds mitfinanziert.

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