Digitalisierung

Die Digitalisierungsoffensive für Hessens Schulen startet

18.06.2019Hessisches Kultusministerium

Lorz: „Die ersten Förderzusagen wollen wir noch in diesem Jahr übergeben.“

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Kinder mit Tablets im Unterricht
© David / Fotolia

Anlässlich der Landtagsdebatte zur Einbringung des Gesetzes zur „Förderung der digitalen kommunalen Infrastruktur“ betonte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute in Wiesbaden: „Mit der heutigen 1. Lesung geben wir als Landesregierung nun auch offiziell den Startschuss für die Digitalisierungsoffensive an unseren Schulen. Das Gesetz ist Bestandteil unseres Programms ‚Digitale Schule Hessen‘, mit dem wir sie fit für die Zukunft des Lehrens und Lernens machen.“ Die Einbringung als Fraktionsgesetz beschleunige das Gesetzgebungsverfahren erheblich und stelle die entsprechenden Fördermittel zum Auf- und Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen auf eine rechtliche Basis.

Die Digitalisierung der Schulen fange in Hessen aber nicht bei null an, so Lorz weiter. Vielmehr begleite das Land die digitale Transformation des Schulalltags seit Jahren intensiv. Das Programm „Digitale Schule Hessen“ baue dazu auf der jüngsten Vereinbarung mit dem Bund zum DigitalPakt auf und erweitere das Fördervolumen durch eine Erhöhung der vorgeschriebenen Eigenbeteiligung um einen zusätzlichen Millionenbetrag. Unabhängig von der finanziellen Ausgangslage der Schulträger stünden in den kommenden fünf Jahren daher statt der vom Bund zugesagten 372 Millionen Euro annähernd 500 Millionen Euro und somit 540 Euro für jede Schülerin und jeden Schüler zur Verfügung. „Von der Grundschule über die weiterführenden Schulen bis hin zu den beruflichen Schulen: Alle Schulformen profitieren von dem Programm und Hessen legt gemeinsam mit den Schulträgern noch eine ordentliche Schippe drauf“, unterstrich der Minister.

Förderanträge können im neuen Schuljahr eingereicht werden

Das Gesetz ist Ausgangspunkt für die in den kommenden Wochen geplanten Beteiligungsverfahren der einzelnen Interessenvertretungen. Nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens im neuen Schuljahr können die Schulen dann ihre Förderanträge einreichen. „Die ersten Anträge wollen wir noch in diesem Jahr bewilligen“, so Lorz. „Parallel treibt das Land die Glasfaseranbindung der Schulen weiter voran. Mit ‚Digitale Schule Hessen‘ wollen wir allerdings keineswegs Bücher und bewährte Lernmethoden verbannen! Vielmehr geht es uns darum, den Unterricht mit neuen Lernformen und digitalen Methoden zu bereichern, ihn aber nicht zu bestimmen.“

Bereits während eines gemeinsamen Schulbesuchs im März mit der neuen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, hatte Lorz den hohen Stellenwert, den die Digitalisierung für die Hessische Landesregierung hat, zum Ausdruck gebracht: „Die Digitalisierung unserer Schulen wird erst dann einen echten Mehrwert für unseren Wirtschaftsstandort bedeuten, wenn die drei Faktoren pädagogisches Konzept, gut ausgebildete Lehrkräfte und zeitgemäße Ausstattung ineinandergreifen.“ Damit das funktioniere, berate das Land die Schulen bei der Erstellung und Weiterentwicklung von Medienbildungskonzepten, lege einen besonderen Fokus auf die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler und verstärke die Fortbildungsangebote für Lehrkräfte massiv. „Ich bin mir sicher, dass wir heute einen wichtigen Schritt gemacht haben, um unsere Schulen in Sachen Digitalisierung weiter voranzubringen!“, hielt der Minister abschließend fest.

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