Radverkehr

Der Fuß- und Radweg entlang der B42 wächst

Sicher radeln von Assmannshausen nach Rüdesheim: Der 3,3 Kilometer lange Geh- und Radweg entlang der B 42 zwischen Rüdesheim und Assmannshausen ist fertig.

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Freigabe Radweg Rüdesheim
© HMWEVW

Die Staatssekretäre Dr. Michael Güntner (Bundesverkehrsministerium) und Jens Deutschendorf (Hessisches Verkehrsministerium) gaben ihn am Dienstag gemeinsam mit Gerd Riegelhuth, Präsident der Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil, für den Verkehr frei. Damit sind zwei der drei Bauabschnitte von Rüdesheim bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz befahrbar.

Eine der schönsten Strecken am Rhein

„Die B42 verbindet Bonn mit Koblenz und Wiesbaden – und ist zugleich eine der schönsten Strecken entlang des Rheins“, sagte Michael Güntner, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Sie folgt dem Flussverlauf mit all seinen Windungen und Kurven, teils jedoch eingeengt zwischen Berg und Bahntrasse. In Hessen ist damit bald Schluss: Wir verbreitern die Fahrbahn für ein Plus an Verkehrssicherheit. Dabei schaffen wir zugleich einen Geh- und Radweg, der das Radfahren am Rhein nicht nur sicherer, sondern zu einem echten Erlebnis macht – für Einheimische wie Urlauber gleichermaßen."

„Der Ausbau der B42 und die Anlage eines separaten Fuß- und Radwegs macht den Verkehr in diesem schwierigen Abschnitt für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicherer“, sagte Staatssekretär Deutschendorf. „Gleichzeitig erschließt er diese landschaftlich ungemein reizvolle Strecke für den wachsenden Fahrradtourismus.“

Hohe Anforderung an die Planung

Das Gesamtprojekt verläuft auf dem rechten Rheinufer von der rheinland-pfälzischen Grenze unterhalb von Lorchhausen über Lorch und Assmannshausen nach Rüdesheim, wo es das bestehende Radnetz in Richtung Wiesbaden erreicht. Planerisch und technisch ist es außerordentlich aufwendig, da sich das Rheintal hinter Rüdesheim spektakulär verengt. Zwischen Fluss und Felswänden bleibt daher nur wenig Platz, den sich die Straße überdies mit einer Bahnlinie teilen muss.

Auch Hochwasser- und Denkmalschutz – das Obere Mittelrheintal ist UNESCO-Welterbe – stellten hohe Anforderungen. Im Abschnitt zwischen Assmannshausen und Rüdesheim wird zudem die Fahrbahn für den Autoverkehr erneuert und auf sieben Meter verbreitert. Die Kosten betragen 38,7 Mio. Euro.

Sperrungen sollen minimiert werden

Deutschendorf bat die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer am Dienstag um Verständnis für die Behinderungen während der Bauzeit: „Hessen Mobil hat alles unternommen, um Sperrungen und sonstige Unannehmlichkeiten zu minimieren.“ Fertig sind neben dem Abschnitt Rüdesheim-Assmansshausen auch bereits die 2,5 Kilometer von der Landesgrenze nach Lorch. Der verbleibende mittlere Abschnitt misst 5,5 Kilometer und kann voraussichtlich Ende 2022 für den Verkehr freigegeben werden.

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