In Alten- und Pflegeheimen

Bundesagentur für Arbeit vermittelt Freiwillige zur Unterstützung bei Corona-Testungen

02.03.2021Geschäftsstelle Presse Corona

Gesundheitsminister Klose und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen Dr. Frank Martin rufen gemeinsam zum Mitmachen auf.

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Altenpflege
© Yakobchuk Olena / Adobe Stock

Ab sofort können sich Menschen bei der Bundesagentur für Arbeit melden, wenn sie sich gezielt im Kampf gegen das Coronavirus einsetzen wollen. „Viele Alten- und Pflegeheime brauchen Freiwillige, die dabei unterstützen, die Schnelltests an Personal, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern durchzuführen“, erklärt der hessische Gesundheitsminister Kai Klose, „ich appelliere an die Menschen in Hessen, die die Voraussetzungen mitbringen, sich zu engagieren.“ Die Tätigkeit der Helfer und Helferinnen werde durch den Bund finanziert und vergütet, so der Minister. Kenntnisse oder berufliche Vorerfahrungen im medizinischen oder pflegerischen Bereich sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Schnelltests: Bundeswehreinsatz bis Ostern befristet

Bislang haben seit dem 19. Januar rund 600 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in den Alten- und Pflegeheimen mit ihrer Arbeitskraft ausgeholfen, indem sie dort das Pflegepersonal bei den zahlreichen Nasen- und Rachenabstrichen für Schnell-Tests unterstützten. Vielfach wurden durch diesen Einsatz Versorgungsengpässe in den Einrichtungen abgefangen. Mit dem Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz vom 10. Februar ist die Unterstützung der Bundeswehr allerdings bis Ostern 2021 befristet, sodass die Einrichtungen auf neue Hilfen angewiesen sind. „Die Soldatinnen und Soldaten haben großes Engagement gezeigt, für das ich sehr dankbar bin. Ich hoffe, dass es viele Menschen in Hessen gibt, die an diesen Einsatz anknüpfen“, sagt Klose und ruft dazu auf, sich bei der Bundesagentur für Arbeit zu melden.

Bundesagentur für Arbeit informiert auf Website und über Hotline

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) informiert auf ihrer Website über das Angebot, für das die Interessierten entsprechend geschult werden. Dort sind alle wichtigen Informationen sowie mögliche Fragen und deren Antworten zusammengefasst: Es gibt Hinweise zu den jeweiligen Kreisen und Städten, die Unterstützungsbedarfe gemeldet haben und Kontaktdaten zum speziell eingerichteten Service-Center. „Freiwillige, die Pflegeeinrichtungen bei der Testung zu unterstützen möchten, können sich bei der Bundesagentur für Arbeit unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 555532 jeweils montags bis freitags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr melden“, erklärt Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen. „Interessentinnen und Interessenten erhalten durch uns alle wichtigen Informationen zu Voraussetzungen und Verfahren und wir informieren den Landkreis oder die Stadt über die jeweils interessierten Personen“, so Martin weiter. Dies geschieht in einem abgestimmten, sicheren Verfahren nach den Vorgaben des Datenschutzes. Das Auswahlverfahren liegt dann bei den Alten- und Pflegeheimen. Aktuell haben bereits 19 hessische Landkreise und Städte ihren Bedarf für die Unterstützung der Testungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen angemeldet. Die BA geht auch aktiv auf die einzelnen Kreise und Städte zu, um auf ihre Dienstleistung aufmerksam zu machen.

Impfungen schützen – Tests sind dennoch wichtig

„Die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sind durch die fortschreitenden Impfungen mehr und mehr geschützt. Die aktuell sinkenden Infektionszahlen in den Einrichtungen zeigen das eindeutig. Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass sich dieser positive Trend fortsetzt. Ich setze darauf, dass die gelebte und erfahrene Solidarität der Menschen einen nahtlosen Übergang zum Einsatz der Bundeswehr ermöglicht. Das ist für die Menschen in den Heimen enorm wichtig, um am sozialen Leben besser teilhaben zu können“, so Klose. Denn: Ein negatives Testergebnis ist, neben der FFP2- Maske, laut Coronaverordnung ein entscheidendes Kriterium dafür, dass beispielsweise Angehörige ihre Verwandten in den Alten- und Pflegeheimen besuchen dürfen.

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