Wohnen

Bauen ohne Flächenverbrauch

Hessens Städte und Gemeinden bekommen Hilfe bei der Ermittlung innerörtlicher Flächenreserven für Wohnungsbau und Gewerbe.

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Luftbildaufnahme einer Stadt
© Jörg Hackemann - Fotolia

Potenzialflächenkataster für Hessen

Hessens Städte und Gemeinden bekommen Hilfe bei der Ermittlung innerörtlicher Flächenreserven für Wohnungsbau und Gewerbe. Dazu wird das Land den Aufbau einer Datenbank in Auftrag geben, wie Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Montag mitteilte: „Wir wollen trotz des großen Siedlungsdrucks vor allem im Ballungsraum FrankfurtRheinMain den Flächenverbrauch landesweit auf 2,5 Hektar pro Tag begrenzen und gleichzeitig den Kommunen die nötigen Entwicklungsmöglichkeiten bieten, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Das Potenzialflächenkataster wird ein wichtiges Steuerungsinstrument dazu sein.“

„Vor allem ungenutzte Innenreserven mobilisieren“

Der Minister verwies auf eine Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt aus dem Jahr 2020, nach der in Hessen bis 2040 ca. 367.000 Wohnungen zusätzlich benötigt werden. „Gleichzeitig verlangt der Natur- und Klimaschutz, dass die Bodenversiegelung nicht ungebremst weitergehen kann. Wir müssen deshalb vor allem ungenutzte Innenreserven mobilisieren. Das ist übrigens auch eine Chance für die Ortskerne im ländlichen Raum.“

Bei einer Online-Präsentation vor zahlreichen kommunalen Vertretern stieß das Vorhaben auf große Resonanz. Städte und Gemeinden haben nun die Möglichkeit, sich als Modellkommunen am Aufbau des Katasters zu beteiligen. „Uns ist es wichtig, die Bedürfnisse der Kommunen aufzunehmen, damit wir sie beim Design der Anwendung berücksichtigen können“, sagte der Minister.
 

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