Energiewende

Badesalz babbeln gegen Vorurteile

Videoclip Badesalz

© HMWEVL

Steckdosen und Tankdeckel machen sich viel Gedanken über das, was jeden Tag durch sie hindurchfließt. Und sie reden auch gerne darüber – in den neuen Videoclips der Landesenergieagentur sogar mit südhessischem Zungenschlag, denn die beiden Komiker Gerd Knebel und Henni Nachtsheim („Badesalz“) stellen dort ihre Stimmen zur Verfügung, um für die Energiewende zu werben. „Die Energiewende babbelt Hessisch – das soll man auch hören“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden bei der Vorstellung der Clips.

Vorurteile aufgreifen und widerlegen

Die Clips greifen gängige Vorurteile gegen die Energiewende auf und widerlegen sie. Sie dienen als unterhaltsamer Einstieg zur neuen Landingpage www.hessen-wills-wissen.de, die umfassend und sachlich über alle Aspekte der erneuerbaren Energien informiert. Sie nutzt dazu die ausführlichen Materialien, die im Rahmen des Bürgerforums Energieland Hessen entstanden sind.

Sachliche Information in spaßig

Beauftragt wurden die Clips von der Landesenergieagentur. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, mit sachlicher Information Akzeptanz zu schaffen. Aber das schließt nicht aus, auch einmal spaßige oder provozierende Mittel zu nutzen, um Lust auf die teilweise doch trockene Materie zu machen“, sagte deren Leiter Karsten McGovern.

Affinität zum Thema "Erneuerbare Energien"

„Normalerweise sind wir bei Kampagnenanfragen immer skeptisch“, sagte Badesalz-Komiker Henni Nachtsheim. „Aber mit dem Thema ‚Erneuerbare Energien‘ verbunden mit Umwelt-und Klimaschutz konnten wir sofort was anfangen. Weshalb man uns auch nicht groß überreden musste als Sprecher mitzuwirken!“

Neues Format als Anregung für Bürger

Das Bürgerforum Energieland Hessen wird seit 2012 von der Hessen Agentur (HA) organisiert. Ziel ist, durch sachliche Information Kontroversen um die Nutzung erneuerbarer Energien zu entschärfen. „Das Bürgerforum setzt auf Moderation, wenn nötig auch Mediation und fachlich gut aufbereitete Informationen“, sagte HA-Geschäftsführer Folke Mühlhölzer. „Unsere Faktenchecks und vor allem die darin aufbereiteten Informationen sind allerdings noch längst nicht allen Menschen bekannt. Daraus erwuchs die Idee, mit einem neuen Format auf die Bürger zuzugehen. Die Video-Clips sollen anregen, sich vertiefend mit den Themen zu befassen und unsere Aufbereitungen zu nutzen.“

"Energiewende in Hessen finder statt"

Minister Al-Wazir wies auf die Fortschritte Hessens beim Umbau der Energieversorgung hin: „2017 wurden in Hessen 94 Windräder mit einer Leistung von 280 Megawatt errichtet. Im Bundesvergleich steht Hessen damit im Vergleich der letzten Jahre erstmals auf Platz 6. Alleine die in den vergangenen vier Jahren installierten Windenergieanlagen erzeugen Strom für mehr als 550.000 Haushalte. Auch beim Netzausbau erledigen wir unsere Hausaufgaben. Mittlerweile sind alle hessischen Projekte aus dem Energieleitungsausbaugesetz fertiggestellt oder genehmigt. Die Energiewende in Hessen findet statt - und zwar gemeinsam und mit Unterstützung der deutlichen Mehrheit der Hessinnen und Hessen.“

Grafik Windenergie Ausbau

Der Minister verwies auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest. Demnach halten 89 Prozent der Hessen die Energiewende für wichtig oder sehr wichtig. Auch bei konkreter Betroffenheit vor Ort ist die Zustimmung hoch. 71 Prozent der Hessen halten Windenergieanlagen in der Nachbarschaft für zumutbar. Gibt es bereits Windenergieanlagen in der eigenen Nachbarschaft, steigt die Akzeptanz sogar auf 75 Prozent. „Das macht ganz deutlich: Horrorgeschichten über angebliche Windkraftmonster sind völlig überzogen. Und die große Mehrheit der Hessen weiß das auch.“

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