Innovativer Mittelstand

Austausch mit mittelständischem Unternehmen Roth Industries

Europaministerin Puttrich: „Breit aufgestellter Mittelstand ist unsere Versicherung in der Krise.“

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Europaministerin Puttrich im Online-Austausch mit der Geschäftsleitung der Roth Industries in Dautphetal.
Europaministerin Puttrich im Online-Austausch mit der Geschäftsleitung der Roth Industries in Dautphetal.
© Jacqueline Lachwa

Themen waren Brexit, Green Deal und das Lieferkettengesetz

Eigentlich war ein Firmenbesuch auf dem Gelände von Roth Industries in Dautphetal vorgesehen. Aufgrund der aktuellen Pandemielage wurde der Firmenbesuch kurzerhand online durchgeführt. Dem Gedankenaustausch zwischen der Unternehmensleitung und der Europaministerin hat es nicht geschadet. Themen waren der Brexit, der Green Deal sowie das aktuell diskutierte Lieferkettengesetz.

Mittelständisches Traditions- und Familienunternehmen

Mit 28 Produktions- und Vertriebsunternehmen und mehr als 1.300 Mitarbeitern weltweit gehört die Roth Industries GmbH & Co. KG zu den innovativsten Unternehmen in ihren Branchen. Die Zentrale des mittelständischen Traditionsunternehmens liegt im hessischen Dautphetal. Die Kompetenzfelder des mittelständischen Familienunternehmens sind Energie, Wasser und Kunststoff.

„Roth Industries ist ein typisches Familienunternehmen. Mit Leidenschaft und viel Herzblut hat die Familie Roth, insbesondere Manfred Roth, aus dem 1947 gegründeten Handwerksbetrieb ein international führendes Unternehmen mit Sitz in Hessen gemacht. Heute führt die 3. Generation das Unternehmen und setzt dabei auf Nachhaltigkeit und Innovation Made in Hessen“, so Lucia Puttrich.

„Die Themen des Gedankenaustausches waren breit gefächert. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Branche, aber auch der Brexit, die geplanten europäischen Vorgaben durch den Green Deal sowie das aktuell diskutierte Lieferkettengesetz waren Gegenstand des intensiven Austausches.

„Austausch zwischen Politik und Wirtschaft wichtig“

Begrüßt wurde die Staatsministerin vom langjährigen Unternehmenschef, Manfred Roth. Er erklärte: „Der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft ist besonders in dieser Zeit der zahlreichen Herausforderungen absolut wichtig. Nur so können wir die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen zu guten Ergebnissen führen.“

Die Europaministerin bedankte sich für den intensiven Austausch. „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie sich starke Familienunternehmen im globalen Wettbewerb durchsetzen können. Sie sind innovativ und wertegetragen. Das macht nicht nur flexibel, auch auf unvorhergesehene Herausforderungen wie die COVID19-Pandemie zu reagieren, sondern Familienunternehmen sind auch besonders verantwortungsvoll im Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Soforthilfen des Landes und die Kurzarbeiterregelung haben dabei geholfen, diese Verantwortung wahrzunehmen. Innovation kommt nicht von ungefähr. Es ist das Ergebnis technischer Leidenschaft, von Kreativität und einer tiefen Verbundenheit der Belegschaft mit ihrem Unternehmen. Es ist deshalb wichtig, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren Mitarbeiterstamm auch in Krisen an sich zu binden“, so die Europaministerin, die selbst über viele Jahre in der Unternehmensleitung des familiären Betriebes gearbeitet hat.

„Nach wie vor herrscht beim Thema Brexit vor allem Unsicherheit. Die Zeit für eine Lösung ist denkbar knapp und zunehmend geht das Vertrauen in die Verhandlungsbereitschaft der Regierung von Boris Johnson verloren. Sowohl für Zulieferer als auch Produzenten könnte sich deshalb ab dem nächsten Jahr das Rad des europäischen Binnenmarktes zurückdrehen. Hessen hat von Beginn an auch für ein No-Deal-Szenario geplant. Das käme uns im Fall der Fälle zugute. Wir sind auf ein solches Szenario gut vorbereitet“, so die Europaministerin.

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