Radverkehr

Ausbau des Radwegenetzes im Landkreis Fulda gefördert

Rund 3 Millionen Euro Förderung erhält der Landkreis aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“.

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Fahrrad fahren
© HMWEVL - Corinna Spitzbarth

Mit rund 2,9 Mio. Euro bezuschusst der Bund fünf Radwege-Projekte im Landkreis Fulda im Rahmen des Sonderprogrammes „Stadt und Land“. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten der Projekte belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.

Förderungen im Detail

Die Gemeinde Hilders erhält 960.000 Euro für den Bau eines Radweges zwischen des Ortsteilen Dietges und Rupsroth. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro. Durch den 3,1 Kilometer langen Radweg entsteht eine direkte Anbindung des Brandbachtals und der Gemeinde Poppenhausen an den überregionalen Milseburg-Radweg. Der Radweg wird drei Meter breit ausgebaut, hinzu kommen beidseitige Bankette. 

Rund 820.000 Euro erhält die Gemeinde Nüsttal für den Bau eines Radweges zwischen Oberaschenbach und Haselstein. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 911.000 Euro. Der Radweg wird auf einer Länge von 3,3 Kilometer ausgebaut. 

Außerdem wird die Gemeinde Nüsttal mit 471.900 Euro beim Bau eines Radweges zwischen Morles und Mittelaschenbach unterstützt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 525.000 Euro. Der rund 1,9 Kilometer lange Weg ist Teil des Radverkehrsentwicklungsplans des Landkreises Fulda. Der drei Meter breite Radweg erhält beidseitig jeweils 0,5 Meter breite Bankette. 

Für den Bau eines interkommunalen Radweges zwischen Brand und Reulbach erhalten die Gemeinden Hilders und Ehrenberg 400.000 Euro. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 500.000 Euro. Der 1,2 Kilometer lange Radweg verläuft entlang der Kreisstraße K 38 und soll eine sichere und attraktive Fuß- und Radverkehrsverbindung zwischen den beiden Ortsteilen schaffen.

Die Gemeinden Künzell und Dipperz erhalten 268.000 Euro für den Bau eines Radweges zwischen Künzell-Wissels und Dipperz-Friesenhausen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 335.000 Euro. Der 1,2 Kilometer lange Radweg ist Teil des Radverkehrskonzeptes des Landkreises Fulda. 

Alle fünf Radverbindungen werden drei Meter breit ausgebaut. Damit ist eine gemeinsame Nutzung mit der Landwirtschaft möglich.

Die Maßnahmen tragen mit dazu bei, das Radverkehrskonzept des Landkreises Fulda umzusetzen. Es wurde von Januar 2019 bis März 2020 unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt. Das Land Hessen hat die Erarbeitung dieser Grundlage für die weiteren Maßnahmen durch den Landkreis mit 34.300 Euro finanziell gefördert.

Hintergrund

Bundesminister Andreas Scheuer: „Ich freue mich, dass unsere Rekordmittel vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Für sie heißt es dann nur noch: Aufsteigen und Losfahren. Damit kommen wir meinem Ziel wieder ein Stück näher: Deutschland wird Fahrradland! Das Geld dafür ist da: Bis 2023 stellen wir die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro bereit. Mit unserem Finanzhilfe-Sonderprogramm Stadt und Land verbessern wir die Bedingungen für Radfahrende in der Stadt und auf dem Land deutlich. Wir unterstützen die Länder und Kommunen z.B. beim Bau von Radwegen, Radwegebrücken, Fahrradparkplätzen und fahrradfreundlichen Kreuzungen. Denn eines ist klar: Je besser und sicherer die Radwege, umso größer die Lust, auf das Fahrrad zu steigen.“

Minister Al-Wazir wies darauf hin, dass auch das Land umfangreiche Mittel für den Radverkehr bereitstellt: „Aus dem Landeshaushalt stehen bis 2023 rund 70,5 Millionen Euro für kommunale Maßnahmen für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung. Damit werden wir den Radverkehr in Hessen noch attraktiver machen. Die Verkehrswende, besonders im Rad- und Fußverkehr, findet vor Ort statt. Ich rufe deshalb die Kommunen dazu auf, diese Chance jetzt zu ergreifen und mit mutigen Schritten voranzugehen.“

Die Maßnahmen wird durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes gefördert. Dieses unterstützt finanziell im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung erstmals auch Investitionen in den Ländern und Kommunen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort. Insgesamt stehen im Programm „Stadt und Land“ in Hessen bis Ende 2023 rund 44 Mio. Euro zur Verfügung. Nähere Informationen unter www.bund-stadt-land.de.

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