Radverkehr

Ausbau der B 42 mit Radweg

Baubeginn für letzten Streckenabschnitt zwischen Lorch und Rüdesheim/Assmannshausen

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Radweg-Symbol auf Asphalt
© HMWEVL

Anfang dieser Woche wurde mit dem Bau des letzten Abschnitts des Ausbaus der B 42 mit der Schaffung des Radwegs am Rheinufer zwischen dem Natur- und Campingpark Suleika und Assmannshausen begonnen. Im Mai 2023 sind die Arbeiten voraussichtlich fertig. Dies teilten heute das Bundesverkehrsministerium und das Hessische Verkehrsministerium mit. Mit Fertigstellung der insgesamt ca. 11,3 Kilometer langen Gesamtmaßnahme zwischen Rüdesheim und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz wird auf der gesamten Strecke das Radfahren nicht nur sicherer, sondern aufgrund der direkten Lage an einer der schönsten Abschnitte des Rheins sowohl für Einheimische als auch für Urlauber ein Erlebnis. Für den Ausbau der Bundesfernstraße B 42 und den Neubau des Geh- und Radwegs investiert der Bund insgesamt rund 130 Millionen Euro.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Mit dem letzten Bau-Abschnitt der B 42 läuten wir die Schlussphase in Hessen ein. Mit der verbreiterten Fahrbahn und dem neuen Geh- und Radweg schaffen wir in der Region mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Ein klares Plus: Der neue Radweg entlang des Rheins macht Radfahren zu einem echten Erlebnis - für einheimische Berufspendler genauso wie für Radurlauber. Damit machen wir den Umstieg aufs Rad noch attraktiver."

Fertigstellung im Jahr 2023

Der 2,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen Lorch und der Landesgrenze wurde bereits 2010 fertiggestellt, der Abschnitt Rüdesheim bis Assmannshausen mit 3,3 Kilometer konnte im Sommer 2019 für den Verkehr freigegeben werden.

"Der Radweg an der B 42 ist nicht nur wichtig für Fahrradtouristen, sondern auch für diejenigen, die im Alltag mit dem Fahrrad im Rheingau unterwegs sind. Mit dem Baubeginn am letzten Abschnitt rückt die endgültige Fertigstellung näher - im Jahr 2023 sollen planmäßig die ersten Radlerinnen und Radler auf dem Weg unterwegs sein können", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. "Auch in Hessen setzen wir auf die Stärkung des Rades als Alltagsverkehrsmittel. Denn Radfahren ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch gesund. Voraussetzung dafür aber ist ein sicherer Radweg. Darum investiert Hessen Rekordmittel in den Ausbau der Rad- und Fußwege: insgesamt 244 Millionen Euro bis 2024."

Allein für das Jahr 2020 plant das Ministerium insgesamt acht Millionen Euro für den Radwegebau im Zuge von Landesstraßen. Hinzu kommen 23,5 Millionen Euro an Fördermitteln für Projekte der Landkreise, Städte und Gemeinden.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) investiert im Jahr 2020 allein für Bau und Erhalt von Radwegen an Bundesstraßen rund 99 Millionen Euro. Für die Förderung des Radverkehrs und den Ausbau der Radinfrastruktur stellt das BMVI insgesamt Rekordmittel in Höhe von rund 1,46 Milliarden Euro bis 2023 zur Verfügung.

Hohe technische Anforderungen an den Bau

Der Ausbau der B 42 und der Neubau des angrenzenden Geh- und Radwegs zwischen Lorch und Rüdesheim ist planerisch und technisch sehr aufwendig, denn das Rheintal hinter Rüdesheim verengt sich stark. Zwischen Fluss und Felswänden bleibt nur wenig Platz, den sich die Straße mit einer Bahnlinie teilen muss. Um Eingriffe in den Rhein auf ein Minimum zu reduzieren, wurde die Achse der Bundesstraße streckenweise an die Bahnlinie herangerückt. Dadurch wurden neue Stützmauern erforderlich. Zudem müssen den hohen Anforderungen für den Hochwasserschutz und den Denkmalschutz - das Obere Mittelrheintal ist UNESCO Welterbe - entsprochen werden.                               
Allein im jetzt fertigzustellenden Bauabschnitt zwischen Lorch und Assmannshausen wird der Geh- und Radweg auf 4,2 Kilometern als Kragarmkonstruktion über dem Rhein liegen. Für einen sicheren Streckenverlauf ist diese Streckenführung aufgrund des stark verengten Rheintals bautechnisch notwendig. Um diese Konstruktion zu halten, sind 4.200 dünne Betonpfähle nötig, die bis zu 16 Meter tief ins Erdreich führen.

Gleichzeitig wird die Fahrbahn für den Autoverkehr erneuert und entsprechend den aktuellen Richtlinien verbreitert. Die Kosten für diesen 5,5 km langen Bauabschnitt belaufen sich auf rund 78 Millionen Euro. Jetzt werden die letzten 2,5 km in Angriff genommen.

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