Finanzplatz Frankfurt

Aufbau des Financial Big Data Clusters geht voran

Der Bund hat das KI-Projekt „SafeFBDC“ mit 10 Millionen Euro gefördert.

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Frankfurter Skyline
© Fotolia/ Igor

Seit 2018 treibt das Land Hessen gemeinsam mit Akteuren aus Politik und Verwaltung, hessischen Universitäten sowie Unternehmen am Finanzplatz Frankfurt den Aufbau eines Finanzdaten-Clusters – dem Financial Big Data Clusters (FBDC) - voran. Innerhalb der von der Bundesregierung initiierten GAIA-X Initiative, die am Aufbau einer themenübergreifenden, europäischen Dateninfrastruktur arbeitet, stellt das FBDC den zentralen Anwendungsfall für den Bereich Finanzwesen dar.

Eng verknüpft mit dem Aufbau des Clusters ist das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „SafeFBDC“, mit dem bis Ende 2023 unter anderem neue KI-basierte Methoden anhand von fünf verschiedenen Anwendungsfällen erforscht, entwickelt und prototypisch validiert werden. Nun liegt die Zusage für eine Bundesförderung in Höhe von 10 Mio. Euro vor. Dies teilte das Wirtschaftsministerium heute mit. Das Projekt „SafeFBDC“ ist ein Forschungsvorhaben des Frankfurter Innovationszentrums TechQuartier, der Deutschen Börse und 10 weiteren Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

„Die Förderung des Bundes ist ein weiterer Meilenstein zur Umsetzung des Finanzplatzprojekts, mit dem wir die Grundlage für Big Data- und KI-Forschung sowie KI-Anwendungen schaffen und das Innovationsökosystem am Finanzplatz Frankfurt fundamental stärken“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. „Gerade bei datengetriebenen Themen wie Sustainable Finance, Marktintegrität und Geldwäschebekämpfung erwarten wir erhebliche Vorteile, sowohl für die Privatwirtschaft, die Forschung als auch insbesondere für die Aufsichtsinstitutionen.

Sichere und standardisierte Cloud für Finanzdaten

Ziel der vom Land Hessen initiierten und gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern entwickelten cloud-basierten Plattform FBDC ist es, den organisationsübergreifenden Austausch von Daten unter Wahrung der individuellen Datensouveränität sowie der jeweiligen Aufgaben (Wissenschaft und Aufsicht) und geschäftlichen Ausrichtung (Unternehmen) zu ermöglichen. Zugleich soll die organisationsübergreifende Zusammenarbeit bei datenbasierten Projekten vereinfacht und verbessert werden. „Mit dem Financial Big Data Cluster möchten wir datengesteuerte Geschäftsmodelle im Finanzsektor in ganz Europa fördern. Ein Finanzdaten-Cluster kann zudem mit einer einheitlichen und standardisierten Datengrundlage die Finanzaufsicht effizienter und sicherer machen“, sagte Al-Wazir. Das von Hessen aus im Aufbau befindliche FBDC-Projekt ist Teil des GAIA-X Projektes der Bundesregierung und deckt darin den Finanzsektor ab.

Derzeit wird im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums eine umfassende Umsetzungsstudie zum Financial Big Data Clusters erstellt, in der die juristischen, betriebswirtschaftlichen und informationstechnischen Anforderungen an eine Datenplattform untersucht und Lösungsansätze herausarbeitet werden. Ergebnisse werden Ende Januar 2021 erwartet.

Information „SafeFBDC“

  • Zu den Projektpartnern, die am Projekt „SafeFBDC“ beteiligt sind, gehören neben dem TechQuartier und der Deutschen Börse die Deloitte Consulting GmbH, die Frankfurt School of Finance and Management, Hawk AI GmbH, Spotixx Solutions GmbH, Refinitiv Deutschland GmbH, Helaba Landesbank Hessen- Thüringen, SAP SE, Main Incubator GmbH, die Technische Universität (TU) Darmstadt und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML)
  • Mit den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Verfügung gestellten Fördermitteln sollen die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und die Entwicklung von Konzepten, die den Bedarf sowie die technologischen und wirtschaftlichen Vorteile von GAIA-X verdeutlichen, unterstützt werden.

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