Zukunftswochen

Attraktives Lebensumfeld für Seniorinnen und Senioren im ländlichen Raum

Im Rahmen der Zukunftswoche „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ besucht Staatsministerin Priska Hinz Ehringshausen

Ministerin Hinz bei der Tagesbetreuung für Demenzkranke in Ehringshausen
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Ministerin Hinz bei der Tagesbetreuung für Demenzkranke in Ehringshausen
© HMUKLV

„Rund 85 Prozent der Fläche in Hessen ist ländlich geprägt und rund die Hälfte der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum. Das Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, die Attraktivität und die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur des ländlichen Raums zu erhalten und auszubauen“, erklärte Staatsministerin Priska Hinz. Die Fördermittel in vielzähligen Programmen zur Unterstützung des ländlichen Raums wurden in dieser Legislaturperiode deutlich erhöht. „Allein für die Dorfentwicklung geben wir jährlich 27 Millionen Euro aus“, ergänzte Ministerin Hinz. Im Rahmen der aktuellen Zukunftswoche der Hessischen Landesregierung, die unter dem Themenschwerpunkt „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ steht, besuchte sie heute die Gemeinde Ehringshausen, die verschiedene attraktive Angebote für ältere Menschen umgesetzt hat.

Eine Tagesbetreuung für Demenzkranke

So hat die evangelische Kirchengemeinde Ehringshausen das leerstehende ehemalige Pfarrhaus in eine Diakoniestation und eine Tagesbetreuung für Demenzkranke umgebaut. „Das niederschwellige Betreuungsangebot wird durch geschulte freiwillige Helferinnen und Helfer angeboten, die durch die Fachkräfte der Diakoniestation unterstützt werden“, erläutert Horst Henrich, Vorstandsvorsitzender der  Diakonie Ehringshausen das Konzept bei einem Rundgang durch die Einrichtung. Die Baukosten der Tagesbetreuungseinrichtung konnten mit einer Zuwendung von 97.000 Euro aus dem LEADER-Programm unterstützt werden, die gemeinsam aus Mitteln der EU und des Landes im Jahr 2017 bereitgestellt wurden.

Ein weiteres gelungenes Beispiel der Dorfentwicklung ist die „Bahnhofstraße 31“. Das Kulturdenkmal im Herzen des Ortes ist Treffpunkt für Jung und Alt. Durch die 120.000 Euro umfassenden Umbau- und Sanierungskosten wurden adäquate Räumlichkeiten geschaffen, die gezielt auf die Anforderungen und Belange der Seniorenhilfe ausgelegt sind. Der Zuschuss aus dem Dorfentwicklungsprogramm betrug circa 50.000 Euro. Im Nebengebäude entstand eine Werkstatt der Naturschutzjugend. „Der Treffpunkt Bahnhofstraße 31 ist somit auch ein Ort der Begegnung und zum Austausch auch zwischen den Generationen und zur Beratung. Auch Kindergartengruppen sind immer wieder zu Besuch und freuen sich über die vielen „Opas und Omas““, berichtet Bürgermeister Jürgen Mock. Für 2018 ist noch eine Neugestaltung des Hofes vorgesehen. Auch hier sei man wegen einer Unterstützung aus dem Dorfentwicklungs-Programm in Abstimmung.

Für die Belange älterer Mitbürger einsetzen

Seit 2006 setzen sich außerdem die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Seniorenbeirats für die Belange der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. „Mein Team organisiert beispielsweise Fahrangebote zu Ärzten und Supermärkten, Computerkurse, generationenübergreifende Initiativen und das Donnerstagcafé“, lobt Wilfried Faber, Vorsitzender des Seniorenbeirats das Engagement.

Bei dem Besuch der Diakoniestation und des Dorftreffs fand Staatsministerin Hinz nur lobende Worte: „Ehringshausen ist eine Kommune, die sich den Erfordernissen des demografischen, gesellschaftlichen und sozialen Wandels stellt. Dass die Vorhaben gelingen können, dafür braucht es Menschen, die diese Prozesse begleiten und eine Politik, die den fachlichen und finanziellen Raum gibt. In Ehringshausen ist das beispielgebend gelungen.“

2012 in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen

„Bereits 2012 konnte mit Unterstützung des Lahn-Dill-Kreises Ehringshausen als gesamtkommunaler Förderschwerpunkt in das Hessische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen werden“, betonte Landrat Wolfgang Schuster. Nahezu zeitgleich engagierte sich die Kommune bei der Ausgestaltung des regionalen Entwicklungskonzeptes der LEADER-Region Lahn-Dill-Bergland, die 2015 auch als Förderregion durch das Land anerkannt wurde und somit von Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER) und des Landes Hessen partizipieren kann. „Dabei haben wir uns von der Tatsache leiten lassen, dass auch in Ehringshausen viele den Zusammenhalt zwischen den Generationen nicht mehr unbedingt in der eigenen Familie erfahren können. Wir wollen dem Dialog Raum geben, denn Jung und Alt haben sich viel zu sagen“, führte Bürgermeister Mock aus. „Die Förderprogramme der Dorf- und Regionalentwicklung bieten die Chance, die Bedingungen und Lebenskonzepte älterer Menschen zu analysieren und ihnen ein möglichst aktives, eigenständiges und sozial eingebundenes Leben zu ermöglichen, auch bei zunehmenden altersbedingten Einschränkungen“, ergänzte Hinz.

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