Bekämpfung des Judenhasses

Antisemitismusbeauftragter Becker in den Beirat der Combat Antisemitism Bewegung aufgenommen

28.07.2020Hessische Staatskanzlei

„Antisemitismus können wir nicht mit dem Konjunktiv bekämpfen, sondern nur gemeinsam im täglichen Einsatz“

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Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker.
Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker.
© Uwe Becker

Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker, wurde in Anerkennung seines besonderen Engagements gegen Judenfeindlichkeit kürzlich in den Beirat der internationalen Combat Antisemitism Bewegung (CAM) aufgenommen. Die Bewegung zur Bekämpfung des Antisemitismus ist eine überparteiliche, globale Basisbewegung von Einzelpersonen und Organisationen aller Religionen und Glaubensrichtungen, die sich zur Bekämpfung des Antisemitismus zusammengeschlossen haben.

„Den Kampf gegen den Antisemitismus kann man nicht alleine lokal, regional oder national führen, dafür ist der Judenhass in unserer vernetzten Welt leider zu weit verbreitet und in zu vielen Köpfen verfestigt. Antisemitismus ist ein globales Gift und findet seinen Weg durch die sozialen Netze von Land zu Land. Daher braucht es gemeinsame Anstrengungen möglichst vieler Menschen und Organisationen auf der Welt, um die weitere Ausbreitung zu verhindern, vorhandene Judenfeindlichkeit einzudämmen und neue Strategien und Maßnahmen gegen den Judenhass zu entwickeln. Genau dafür steht die Bewegung Combat Antisemitism und ich freue mich, dem hochkarätig besetzten Beirat nun anzugehören und mein Wissen und meine Ideen dort einbringen zu können“, erklärte Uwe Becker.

„Position für ein Miteinander ohne Judenhass beziehen“

Weitere Mitglieder des Beirats sind unter anderem der frühere US-Senator der Demokratischen Partei, Joseph Lieberman, der ehemalige Vorsitzende der Arbeitspartei in Israel, Isaac Herzog, die Wissenschaftlerin Prof. Ruth Wisse und der Menschenrechtsaktivist und Politiker Natan Scharanski. „Jeder kann in seinem persönlichen Umfeld die Stimme erheben, wenn judenfeindliche Aussagen fallen. Jedes Unternehmen kann in den eigenen Leitlinien Maßnahmen gegen Antisemitismus festschreiben und in der Praxis auch leben. Jeder Verein hat die Möglichkeit, Position für ein Miteinander ohne Judenhass zu beziehen. An zu vielen Stellen beherrscht jedoch noch der Konjunktiv das Handeln. Antisemitismus können wir nicht mit dem Konjunktiv bekämpfen, sondern nur gemeinsam im täglichen Einsatz. Und je besser wir dieses Engagement bündeln, umso erfolgreicher können wir sein“, so Becker weiter.

Die Bewegung mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika schafft Partnerschaften auf der ganzen Welt und will strategisch neue und kreative Lösungen zur Bekämpfung des Judenhasses entwickeln.

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