Eine neue Initiative zum Kampf gegen den Antisemitismus

Antisemitismusbeauftragter Becker besucht Martin-Buber-Haus in Heppenheim

20.09.2019Hessische Staatskanzlei

antisemitismusbeauftragter_becker_zu_besuch_im_martin-buber-haus.jpg

Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker besucht  Martin-Buber-Haus in Heppenheim
ICCJ-Generalsekretärin Anette Adelmann, Schatzmeister Prof. Dr. Abi Pitum, Uwe Becker, ICCJ Präsident Bo Sandahl, Vizepräsidentin Liliane Apotheker und Birgit Meurer vom Martin-Buber-Haus)
© Staatskanzlei

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Internationalen Rates für Christen und Juden (ICCJ) hat der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker, das Martin-Buber-Haus in Heppenheim besucht. Das ehemalige Wohnhaus des jüdischen Schriftstellers ist heute der Sitz des Rates. Im Gespräch mit dem ICCJ betonte Becker die Wichtigkeit des christlich-jüdischen Dialogs. „Nur, wenn Christen und Juden das Gespräch und den Austausch aktiv miteinander pflegen, können wir die notwendigen Brücken bauen, um antisemitisch geprägte Gräben zu überwinden. Der Antisemitismus ist leider keine Erscheinung, die nur die politischen Ränder betrifft.  Er spielt sich auch als antisemitisches Grundrauschen in der Mitte unserer Gesellschaft ab. Daher müssen auch aus der Gesellschaft heraus die notwendigen Impulse zum Kampf gegen den Antisemitismus erfolgen. Der ICCJ und das Martin-Buber-Haus leisten vor diesem Hintergrund eine äußerst wichtige Aufgabe. Jüdisches Leben ist Teil der Identität unseres Landes“, so Becker.

Der Antisemitismusbeauftragte lobte zudem die Ankündigung von Landrat Christian Engelhardt, in Kooperation mit dem Martin-Buber-Haus eine neue Initiative zum Kampf gegen den Antisemitismus zu starten. „Das Martin-Buber-Haus ist nicht nur für den südhessischen Raum eine wichtige Anlaufstelle, um jüdisches Leben am Beispiel eines großen Brückenbauers zu erleben. Man sieht hier sehr gut, dass tatsächlich jede und jeder am Bau eines gemeinsamen Hauses von Christen und Juden mitwirken kann, das auch anderen Religionen offensteht. So können wir uns gemeinsam für ein besseres Miteinander unserer Gesellschaft einsetzen“, so Becker.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Staatssekretär Michael Bußer
Hessische Staatskanzlei
+49 611 32 39 18
+49 611 32 38 00
presse@stk.hessen.de
Schließen