Startseite Presse Pressemitteilungen 9.000 Euro für Hessens Feldhamster – Umweltlotterie GENAU unterstützt neue Feldhamsterstation
Absichtserklärung unterschrieben

9.000 Euro für Hessens Feldhamster – Umweltlotterie GENAU unterstützt neue Feldhamsterstation

Unterzeichnung einer Absichtserklärung zum Schutz des Feldhamsters und Eröffnung der Feldhamsterstation in der Fasanerie Wiesbaden

Feldhamster
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© Manfred Sattler, AG Feldhamsterschutz

„Der Schutz und der Erhalt der natürlichen Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Lebensräumen ist eine der dringlichsten Aufgaben unserer Zeit. Ohne Biodiversität kann der Mensch langfristig nicht überleben. Für den Erhalt unserer Arten braucht es Geld, Engagement und Kooperationen“, betonte Umweltministerin Priska Hinz heute bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zum Schutz des Feldhamsters, dem „Letter of Intent“, und der Eröffnung einer Feldhamsterstation in der Fasanerie Wiesbaden. Die im Tier- und Pflanzenpark Fasanerie eröffnete Feldhamsterstation wird mit 9.000 Euro aus den Erlösen der Umweltlotterie GENAU finanziert. Auch für künftige Maßnahmen zum Schutz des Feldhamsters sagte die Umweltministerin im „Letter of Intent“ zusätzliche Mittel aus den Erlösen der Umweltlotterie zu. „Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern setzen wir uns dafür ein, dass der Feldhamster eine Zukunft in Hessen hat“, so die Umweltministerin weiter. Der Feldhamster gehört zu den am stärksten gefährdeten Säugetierarten und kommt nur noch in wenigen hessischen Regionen vor. „Unser Ziel ist es die wenigen verbliebenen Lebensräume der Feldhamster in Hessen zu verbessern und die erschreckend geringe Population zu stützen“, erläuterte Hinz. Die dafür notwendigen Schutzmaßnahmen werden auch aus den Erlösen der Umweltlotterie GENAU mitfinanziert. Unterstützt werden die Aktivitäten auch durch das neue Schutzprogramm für Leitarten der Feldflur im Rahmen der neuen „Naturschutzkampagne Hessen. Für Natur. Für Vielfalt. Für uns.“. So kann eine enge Verzahnung mit den geplanten Aktionen aus der heute unterzeichneten Absichtserklärung sichergestellt und Synergieeffekte erzielt werden.

Geplante Maßnahmen des „Letter of Intent“

Unterzeichnet wurde die Absichtserklärung neben dem Land Hessen von der Landeshauptstadt Wiesbaden, der „Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz“ der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), dem Hochtaunuskreis, dem Landschaftspflegeverband Hochtaunuskreis, dem Opel-Zoo und dem Arbeitskreis Wildbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Absichtserklärung dient als Fundament und Klammer für viele Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume für Feldhamster in verschiedenen Projektgebieten.

Neue Feldhamsterstation in der Fasanerie in Wiesbaden

Neben der heute in Wiesbaden eröffneten Feldhamsterstation wird eine weitere im Opel-Zoo in Kronberg bereits im Sommer 2018 ihren Betrieb aufnehmen. Fundtiere in den Stationen, die nicht ausgewildert werden können, sollen die Gründerpopulation für den Aufbau von Zuchtgruppen bilden. Die Nachfahren sollen schließlich in geeigneten und dafür vorbereiteten Gebieten, die den Hamstern Schutz und Nahrung bieten, wieder ausgewildert werden. „Das Land Hessen hat sich in der Hessischen Biodiversitätsstrategie verpflichtet für den Erhalt bestimmter Arten zu sorgen, für die Hessen eine besondere Verantwortung hat“, so Ministerin Hinz. Dazu gehört auch der Feldhamster. „Wir hoffen, die Feldhamster in Hessen mit diesen Maßnahmen wieder in ihren ehemaligen Verbreitungsgebieten fest anzusiedeln. Wenn es optimal läuft, können sie sich von dort aus weiter ausbreiten“, so Hinz weiter.

Umweltlotterie als Instrument des Natur- und Umweltschutzes

Die Umweltlotterie GENAU ist ein erfolgreiches und beliebtes Förderinstrument des Natur- und Umweltschutzes in Hessen. Sämtliche Erlöse fließen in ein Förderprogramm des Umweltministeriums, mit dem in den nächsten Jahren auch zahlreiche notwendige Maßnahmen für den Feldhamster finanziert werden sollen. Neben diesen Mitteln unterstützt GENAU eine Vielzahl kleiner regionaler Projekte mit den wöchentlichen Zusatzgewinnen. „Über 100 Projekte, und damit mehr als eine halbe Million Euro, sind so bereits seit der ersten Ziehung im April 2016 in den Naturschutz in Hessen geflossen“, unterstrich die Umweltministerin.

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Herr Mischa Brüssel de Laskay
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