S-Bahn Rhein-Main

5,7 Mio. Euro Zuschuss zu neuer Unterführung in Hanau

Al-Wazir: „Faktischer Baubeginn der Nordmainischen S-Bahn"

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Bild eines Zuges
© HMWEVL

Mit 5,7 Mio. Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Hanau bei der Beseitigung des Bahnübergangs in der Frankfurter Landstraße – eine vorbereitende Maßnahme zum Bau der Nordmainischen S-Bahn. Weitere 7,0 Mio. Euro leistet das Land als Vorschuss, um den Beginn der Arbeiten zu ermöglichen, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch mitteilte.  

Der Bahnübergang soll für rund 22 Mio. Euro durch eine Straßenunterführung ersetzt werden. Laut Eisenbahnkreuzungsgesetz verteilen sich die Kosten zu je einem Drittel auf den Bund, die Bahn und die Stadt Hanau. Vom Anteil der Stadt übernimmt das Land 80 Prozent.  

Das Vorhaben ist Teil des Projekts Nordmainische S-Bahn. „Schon jetzt sind die Schranken dort die Hälfte der Zeit geschlossen“, erläuterte Al-Wazir. „Wenn die zwei zusätzlichen S-Bahn-Gleise hinzukommen, wird der Zugverkehr noch zunehmen. Deshalb ist die Beseitigung unbedingt erforderlich. Sie ist faktisch der Baubeginn der Nordmainischen S-Bahn.“  

Wichtige Erweiterung des überlasteten Schienennetzes

Die 150 Meter lange Unterführung wird zu beiden Seiten je 3,5 Meter breite Geh- und Radwege aufweisen. Für Fußgänger und Radfahrer wird zudem eine Brücke errichtet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dezember 2023 dauern. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky bezeichnete die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs als „den ersten sichtbaren Meilenstein auf dem Weg zur Nordmainischen S-Bahn, die wir in Hanau seit Jahren sehnsüchtig erwarten, um die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern".  

Die Nordmainische S-Bahn soll Hanau von 2028 an im 15-Minuten-Takt mit der Frankfurter Innenstadt verbinden. „Sie ist eine wichtige Erweiterung des überlasteten Schienennetzes im Rhein-Main-Raum und eine Voraussetzung, um die Mobilität in unserer Region zu sichern“, sagte Al-Wazir. „Unser Interesse ist, dass diese Verbindung möglichst schnell in Betrieb geht. Deshalb haben wir uns bereit erklärt, den auf die Bahn entfallenden Anteil vorzufinanzieren – andernfalls hätten wir den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens abwarten müssen. Der Vorschuss wird später mit dem Landesanteil an den Kosten der Nordmainischen S-Bahn verrechnet. Diese Lösung ist auch im Interesse der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Hanau, die künftig nicht mehr vor den Schranken warten müssen.“  

Verbesserung insbesondere für Berufspendler

„Die Beseitigung des Bahnübergangs an der Frankfurter Landstraße in Hanau ist eine wesentliche Voraussetzung für den Bau der Nordmainischen S-Bahn“, sagte Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Großprojekte Mitte DB Netz AG. „Denn durch diese notwendige Beseitigung schaffen wir gemeinsam mit der Stadt Hanau die Voraussetzung für eine Entlastung der Verkehrsströme während der Bauzeit der neuen S-Bahn. Vor allem wird mit dem Bau der Unterführung in Hanau aber eines sichtbar: Es geht voran mit der Nordmainischen S-Bahn, die die westlichen Stadtteile Hanaus und Maintal direkt an das Netz der S-Bahn Rhein-Main anschließen wird. Von den höheren Streckenkapazitäten profitieren insbesondere Berufspendler.“ 

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