Für Bürgerinnen und Bürger

Zum Ablauf der Impfungen

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Mund-Nasen-Schutz hängt zuhause am Türgriff
© Alvaro / Adobe Stock

Im Impfzentrum gelten die AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Bitte halten Sie ausreichend Abstand, befolgen Sie die Hygieneregeln und tragen Sie eine Alltagsmaske. Für eine ausreichende Belüftung ist in den Impfzentren gesorgt. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Wichtig: Bitte zur Impfung möglichst folgende Dokumente mitbringen:

  • Personalausweis, wenn Sie über 80 Jahre alt oder älter sind
  • Arbeitgeberbescheinigung, wenn Sie im Gesundheits- oder Pflegedienst arbeiten
  • Impfpass
  • Krankenversicherungskarte
  • Terminbestätigung, die Sie per Post oder Mail erhalten haben
  • ggf. Einwilligungsbogen und Aufklärungsmerkblatt

Begleitung der Impfberechtigten

Selbstverständlich dürfen Angehörige oder Betreuer die Impfberechtigten begleiten. Dies gilt für sämtliche betreuende Personen (z.B. Familienangehörige, Freunde, Bekannte oder andere Alltagshelfer z.B. auch Übersetzer). Begleitpersonen haben sich ebenfalls an das Hygienekonzept innerhalb des entsprechenden Impfzentrums zu halten. Das kann beispielsweise bedeuten, sich unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit entsprechender Maske im Wartebereich aufzuhalten. Allen Impfberechtigten wird die Hilfe ermöglicht, die sie im Impfzentrum benötigen.

Ärztliche Aufklärung

Sie erhalten ein Aufklärungsmerkblatt sowie einen Einwilligungsbogen. Bitte lesen Sie diese Unterlagen sorgfältig. Ergänzend erhalten Sie Gelegenheit für ein individuelles Gespräch. Falls Sie gesundheitliche Fragen zur Corona-Schutzimpfung haben, können Sie diese in einem ärztlichen Gespräch klären. Falls Sie umfassende Fragen zur Impfung bei speziellen Vorerkrankungen haben, klären Sie diese am besten im Vorfeld mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrem behandelnden Arzt, der auch Ihre medizinische Vorgeschichte kennt. Bitte unterschreiben Sie im Anschluss sowohl das Aufklärungsmerkblatt als auch den Einwilligungsbogen. Sie erhalten von beiden Dokumenten eine unterschriebene Kopie für zuhause.

Aufklärungsmerkblatt: Hier finden Sie Antworten auf Fragen wie z.B.: Was genau ist COVID-19, welche Symptome sind typisch und warum ist diese Krankheit so gefährlich? Wie funktioniert der Impfstoff, wie verhält er sich im Körper und wie wirksam ist er? Was ist vor und nach der Impfung zu beachten? Und welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen könnten auftreten?

Einwilligungsbogen: Hier machen Sie Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand, zu früheren Impfungen und bestehenden Allergien. Der impfende Arzt wird Sie gegebenenfalls nochmals zu Einzelheiten Ihrer Angaben befragen. Mit Ihrer Unterschrift willigen Sie ausdrücklich in die Corona-Schutzimpfung ein.

Hier können Sie sich das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen bereits ansehen. Die Dokumente werden Ihnen außerdem mit der Anmeldung zugesendet.

  • Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung
  • Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung

Impfung

Anschließend wird die Impfung durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt. Die Impfung wird in Ihren Impfpass eingetragen, unter anderem wird dort der Impfstoff mit Chargennummer vermerkt. Sollten Sie keinen Impfpass besitzen, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung.

Nachbeobachtung

In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch unter medizinischer Beobachtung.

Nebenwirkungen, die später auftreten, teilen Sie bitte Ihrem Hausarzt mit, der die Beschwerden weiter abklären und weiterführende Untersuchungen durchführen kann. Nebenwirkungen können außerdem bei Ihrer Apotheke oder dem Hersteller gemeldet werden, die mögliche Symptome im Zusammenhang mit der Impfung an die zentralen Stellen weiterleiten.

Das Paul-Ehrlich-Instituts hat zur Erfassung der Verträglichkeit der COVID-19-Impfstoffe die App SafeVac 2.0-App (im Apple App Store oder Google Play Store) eingerichtet. Zur Meldung von Nebenwirkungen kann auch die Homepage genutzt werden.

Termin für zweite Impfung

Sie haben die erste Corona-Schutzimpfung erfolgreich absolviert. Bitte beachten Sie, dass Sie eine zweite Impfung benötigen. Bitte bringen Sie zu diesem Termin in jedem Fall den Impfausweis oder die Ersatzbescheinigung wieder mit. Den vollen Impfschutz erreichen Sie erst nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.

Impfstoffe gegen Covid 19 (Stand 05.01.2021)

Impfungen mit wirksamen und verträglichen Impfstoffen sind eine effektive Maßnahme, die Corona-Pandemie einzudämmen und sich selbst vor COVID-19 zu schützen. Aktuell werden ganz unterschiedliche Impfstofftypen gegen COVID-19 entwickelt. Alle Impfstoffkandidaten zeigen unserem Immunsystem bestimmte Teile des Erregers (Antigene) Coronavirus SARS-CoV-2, sodass ein Immunschutz gegen das Virus aufgebaut werden kann, ohne die Erkrankung auszulösen. Die unterschiedlichen Kandidaten nutzen dabei sehr verschiedene Ansätze. Es gibt drei Hauptentwicklungslinien: mRNA/DNA-Impfstoffe, Impfstoffe mit Vektorviren und Totimpfstoffe mit Virusproteinen. 

Am 22. Dezember 2020 wurde in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland ein erster mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 zugelassen. Ein weiterer mRNA-Impfstoff erhielt am 6. Januar 2021 ebenfalls die Zulassung. RNA-Impfstoffe enthalten den Bauplan von einem bestimmten Teil des Erregers (Antigen) in Form von Boten-RNA (messenger RNA, mRNA). Es handelt sich dabei um Baupläne für ein Protein des Virus (Antigen), das nach der Impfung in wenigen Körperzellen hergestellt wird.

Weit fortgeschritten in der klinischen Entwicklung sind beispielsweise auch vektorbasierte Impfstoffe. Diese bestehen aus harmlosen Viren, die gentechnisch so verändert wurden, dass sie in ihrem Erbgut den Bauplan für einen oder mehrere Bestandteile des Coronavirus SARS-CoV-2 enthalten.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

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