Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung in Hessen

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Junge Frau mit Maske vor einem Laptop mit Smartphone in der Hand.
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1. Ablauf Impfungen

Hier finden Sie Informationen, wer wann warum mit welcher Priorität geimpft wird.

1.1 Wer wird wann geimpft?

Jede Bürgerin und jeder Bürger, der die Corona-Schutzimpfung erhalten möchte, soll auch geimpft werden können. Die Impfung erfolgt phasenweise nach prioritären Gruppen (siehe „Wer legt die prioritären Gruppen fest und wer sind diese?“). Sie ist freiwillig und kostenlos.

1.2 Wer legt die prioritären Gruppen fest und wer sind diese?

Die Durchführung der Impfungen (Priorisierung) ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut gründet. Eine Priorisierung ist derzeit deshalb erforderlich, weil aktuell nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die dazu bereit sind. Die CoronaImpfV mit einer Auflistung der priorisierten Gruppen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

1.3 Wie werden die prioritären Gruppen erreicht?

Immobile Bürgerinnen und Bürger – etwa Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen – werden über mobile Teams versorgt (siehe dazu separater Punkt „Mobile Teams“). Die Krankenhäuser werden direkt mit Impfstoff versorgt und verimpfen selbst an die jeweiligen benannten Gruppen.

Hessinnen und Hessen, die der höchsten Priorisierungsgruppe nach der CoronaImpfV angehören, können sich ab dem 12. Januar 2021 telefonisch und online für einen Termin in einem Regionale Impfzentrum anmelden. (siehe: „Kann ich mich für eine Impfung anmelden oder einen Termin vereinbaren?“ und „Wer legt die prioritären Gruppen fest und wer sind diese?“)

1.4 Wann werden Personen geimpft, die zu einer prioritären Gruppe zählen, aber nicht in Alten- und Pflegeheimen leben oder dem besonders vulnerablen Krankenhauspersonal angehören?

Ab dem 12. Januar können sich Menschen, die gemäß Corona-Impfverordnung (§ 2 CoronaImpfV) des Bundes höchste Priorität (siehe „Wer legt die prioritären Gruppen fest und wer sind diese?“) genießen, aber nicht in Alten- und Pflegeheimen leben oder dem besonders vulnerablen Krankenhauspersonal angehören, telefonisch über die Hotlines 116 117 oder 0611 505 92 888 bzw. online unter www.impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de für eine Impfung in einem Regionale Impfzentrum anmelden. (siehe Regionale Impfzentren)

Die Impfungen finden dann zunächst in einem von landesweit sechs Regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen (Heuchelheim), Fulda, Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt statt. Diese Impfzentren decken vorerst ganz Hessen ab. Sobald ein zuverlässiger und stetiger Zufluss von zugelassenen Impfstoffen nach Hessen sichergestellt ist, werden die 22 weiteren Impfzentren öffnen, sodass flächendeckend die Abgabe der schützenden Impfstoffe erfolgen kann.

Das Land Hessen informiert alle Menschen, die 80 Jahre und älter sind, schriftlich über das Anmeldeverfahren.

Der Anmeldebeginn für andere prioritäre Gruppen wird rechtzeitig kommuniziert.

1.5 Wann werden Menschen, die 80 Jahre und älter sind, geimpft, die nicht in ein Impfzentrum kommen können?

Frauen und Männer, die 80 Jahre und älter sind und aufgrund körperlicher Einschränkungen ein Impfzentrum nicht aufsuchen können, werden zu Hause geimpft. Die mobilen Teams der Landkreise und kreisfreien Städte, die aktuell noch in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz sind, werden die Hausbesuche durchführen.

Das Land Hessen wird alle, die 80 Jahre und älter sind, schriftlich über das Verfahren informieren und ein Erfassungsverfahren für die häuslichen Impftermine starten. Das Informationsschreiben wird eine standardisierte Rückantwort für den Fall ermöglichen, dass ein Impfwilliger – auch mit Unterstützung von Angehörigen, Freunden und sonstigen Diensten – nicht selbst ins Impfzentrum kommen kann und daher eine sogenannte aufsuchende Impfung erforderlich ist. Zusätzlich werden Multiplikatoren, die Seniorinnen und Senioren erreichen (z.B. Ärzte, Apotheken, Sozialverbände, Seniorenbüros etc.)

Es wird aufgrund der geringen Impfstoffmengen noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis Hausbesuche durch mobile Teams in Hessen landesweit erfolgen können. Es ist daher weiterhin sehr wichtig, dass Angehörige sowie Pflegerinnen und Pfleger die Abstands- und Hygieneregeln beherzigen, um die betroffenen Seniorinnen und Senioren vor einer Infektion zu schützen.

Der derzeit verfügbare und in der Bundesrepublik zugelassene Impfstoff von BioNTech ist hochwirksam, in der Verarbeitung aber sehr anspruchsvoll. Er muss bei unter -70 Grad Celsius gekühlt werden. Er kann nur wenige Tagen in einem handelsüblichen Kühlschrank erhalten werden, ist nur sehr eingeschränkt transportabel und muss dann rasch verimpft werden. Dies geschieht zurzeit landesweit in Alten- und Pflegeheimen, wo Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal durch eine mögliche Ansteckung mit dem Corona-Virus besonders gefährdet sind. Dafür sind landesweit mobile Teams der 28 hessischen Impfzentren im Einsatz. Darüber hinaus wird zurzeit das medizinische Personal in den besonders durch Corona belasteten Krankenhäusern in Hessen geimpft.

1.6 Können Schwangere mit höchster Priorität geimpft werden?

Schwangere sind in der aktuellen StIKo-Empfehlung nicht aufgeführt. Enge Kontaktpersonen von schwangeren Personen haben gemäß Verordnung (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) mit hoher Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung. Allerdings ist derzeit noch nicht ausreichend Impfstoff vorhanden, um dieser Gruppe (Kontaktpersonen) ein Impfangebot zu machen (s. Priorisierung – „Wer wird wann geimpft?“).

2. Wo werde ich geimpft?

Alle praktischen Informationen zu den Impfzentren und wo Sie sich (nicht) impfen lassen können.

2.1 Wann wird wo geimpft?

In drei Phasen, die der Versorgung mit Impfstoff geschuldet sind, werden die Möglichkeiten zur Impfung ausgebaut.

2.2 Alten- und Pflegeheime / Koordinierende Krankenhäuser

Seit 27. Dezember wird in Phase 1 in Alten- und Pflegeheimen und in den koordinierenden Krankenhäusern geimpft.

In den Alten- und Pflegeheimen wurden und werden die Bewohnerinnen und Bewohner und Belegschaft von mobilen Teams der Impfzentren aufgesucht und versorgt. Die koordinierenden Krankenhäuser werden direkt durch das Land mit Impfstoff beliefert und impfen vor Ort in eigener Regie zunächst Personal, das sich unmittelbar um an Corona-erkrankte Patienten kümmert.

2.3 Regionale Impfzentren

In Phase 2 öffnen ab 19. Januar 2021 in Kassel, im Landkreis Gießen (Heuchelheim), Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sechs Regionale Impfzentren. Die Regionalen Impfzentren versorgen die eigene Gebietskörperschaft und die umliegenden Kreise. Welches Regionale Impfzentrum welche Städte und Gemeinden versorgt, entnehmen Sie bitte dieser Karte). Das heißt, es gibt für jede Hessin und jeden Hessen ein zuständiges Regionales Impfzentrum.

Hessinnen und Hessen, die der höchsten Priorisierungsgruppe nach der CoronaImpfV angehören, aber nicht in Alten- und Pflegeheimen leben oder dem besonders vulnerablen Krankenhauspersonal angehören, können sich ab dem 12. Januar 2021 anmelden. (siehe „Wann werden Personen geimpft, die zu einer prioritären Gruppe zählen, aber nicht in Alten- und Pflegeheimen leben oder dem besonders vulnerablen Krankenhauspersonal angehören?“ „Kann ich mich für eine Impfung anmelden oder einen Termin vereinbaren?“).

In Phase 3 nehmen alle weiteren 22 hessischen Impfzentren die Arbeit auf. Im „Regelbetrieb“ werden in allen 28 hessischen Impfzentren täglich insgesamt bis zu 30.000 Impfungen durchgeführt werden können.

 Phase 2
Abhängig von der Impfstoff-Verfügbarkeit: Drei Impfphasen zum Auftakt.

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2.4 Impfzentren in Hessen

Hier finden Sie eine Übersicht der Impfzentren in Hessen.

2.5 Regionale Impfzentren

Die 6 regionalen Impfzentren in Hessen.
Die sechs Regionalen Impfzentren.

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2.6 Wie viele Regionale Impfzentren gibt es und welche Bereiche decken sie ab?

Es gibt sechs Regionale Impfzentren für diese Versorgungsgebiete:

  • Kassel: Stadt und Landkreis Kassel, Schwalm-Eder-Kreis, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner-Kreis
  • Fulda: Vogelsbergkreis, Landkreis Fulda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
  • Gießen: Wetteraukreis, Landkreis Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • Frankfurt: Stadt Frankfurt, Stadt und Landkreis Offenbach, Hochtaunuskreis, Main-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis
  • Wiesbaden: Stadt Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg
  • Darmstadt: Stadt Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Landkreis Groß-Gerau, Odenwaldkreis

2.7 In welchem Impfzentrum kann ich mich impfen lassen?

Aus logistischen Gründen ist die Impfung ausschließlich in dem Landkreis/der kreisfreien Stadt vorgesehen, in der Sie wohnhaft sind.

Solange vorerst die Regionalen Impfzentren geöffnet sind, orientieren Sie sich bitte am Einzugsbereich der Regionalen Impfzentren (siehe „Regionale Impfzentren“).

Die Öffnung der Regionalen Impfzentren bedeutet einen Zwischenschritt, der mit der Verfügbarkeit von Impfstoff korreliert. Neben den mobilen Teams arbeiten die Zentren im Teillastbetrieb (z.B. nur an Werktagen oder mit eingeschränkten Öffnungszeiten) und versorgen nur bestimmte, priorisierte Personengruppen. (siehe „Wer wird wann geimpft?“)

2.8 Kann ich mich nur am Wohnort oder auch am Arbeitsort impfen lassen?

Aus logistischen Gründen ist die Impfung in dem Landkreis/der kreisfreien Stadt vorgesehen, in der Sie wohnhaft sind.

Nur Angehörige bestimmter Berufsgruppen (Personal in Krankenhäusern) können sich am Arbeitsplatz impfen lassen.

2.9 Kann ich mich in einem anderen Bundesland impfen lassen?

Wo Sie sich impfen lassen können, richtet sich nach Ihrem Wohnsitz (siehe „Wo kann ich mich impfen lassen? Am Wohnort oder (auch) am Arbeitsort?“). Ausnahmen gibt es bei klinischem Personal.

2.10 Wie viele Menschen können in einem Impfzentrum pro Tag geimpft werden?

Wenn alle 28 Impfzentren von Montag bis Sonntag 7.00 – 22.00 Uhr geöffnet sind, können im Schnitt rund 1.000 Menschen täglich pro Impfzentrum geimpft werden.

Voraussetzung dafür ist die ausreichende Verfügbarkeit von Impfstoff (aktuell noch nicht gegeben). Hessenweit könnten somit pro Tag bis zu 30.000 Menschen geimpft werden.

3. Terminierung und Anmeldung

Hier erfahren Sie, ob und wann Sie sich für eine Impfung anmelden können, ob Sie sich auch nach einer überstandenen Corona-Erkrankung anmelden können und warum Ihr Hausarzt (vorerst) keine Impfungen durchführt.

3.1 Wann öffnen die Impfzentren?

Am 19. Januar 2021 öffnen in Kassel, Heuchelheim (Landkreis Gießen), Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sechs Regionale Impfzentren.

Hessinnen und Hessen, die der höchsten Priorisierungsgruppe nach der Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums angehören, können sich ab dem 12. Januar 2021 telefonisch über die Hotline 116 117 oder 0611 505 92 888 bzw. online unter www.impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de für ihre persönliche Corona-Schutzimpfung anmelden.

3.2 Wie erfahre ich, ob ich mich für eine Impfung anmelden kann?

Am 12. Januar 2021 öffnet die Terminvereinbarung für die Corona-Schutzimpfung in Hessen. Ab dann können nun Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre und älter sind, ambulantes sowie stationäres Pflegepersonal sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen einen Termin vereinbaren. Eine Priorisierung ist derzeit deshalb erforderlich, weil aktuell nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die dazu bereit sind. (siehe „Wer legt die prioritären Gruppen fest und wer sind diese?“) Mit zunehmender Menge der Impfstofflieferung durch den Bund werden die übrigen Impfzentren in Hessen öffnen – hierzu erfolgt dann noch eine gesonderte Mitteilung.

Einen Termin können Sie unter telefonisch über die Hotline 116 117 oder 0611 505 92 888 bzw. online unter impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de vereinbaren.

Eine Impfung in einem der sechs Regionalen Impfzentren ist ab dem 19. Januar 2021 möglich.

Das Land Hessen wird alle, die 80 Jahre und älter sind, schriftlich über das Verfahren informieren und ein Erfassungsverfahren für die häuslichen Impftermine starten. Das Informationsschreiben wird eine standardisierte Rückantwort für den Fall ermöglichen, dass ein Impfwilliger – auch mit Unterstützung von Angehörigen, Freunden und sonstigen Diensten – nicht selbst ins Impfzentrum kommen kann und daher eine sogenannte aufsuchende Impfung erforderlich ist. Zusätzlich werden Multiplikatoren, die Seniorinnen und Senioren erreichen (z.B. Ärzte, Apotheken, Sozialverbände, Seniorenbüros etc.) über das Verfahren informiert.

3.3 Wie melde ich mich zu einer Impfung an?

Eine Impfung im Impfzentrum ist ausschließlich nach Terminvereinbarung möglich.

Einen Termin vereinbaren Sie:

  • telefonisch über die Hotline 116 117 oder 0611 505 92 888. Sie vereinbaren gleichzeitig die Termine für Erst- und Zweitimpfung.
  • online über die Anmeldeplattform impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de. Um sich online anmelden zu können, benötigen Sie eine eigene E-Mail-Adresse.

Bei der Terminvergabe über die Telefon-Hotline wird der Termin auf postalischem Weg bestätigt. Mit dem Brief erhalten Sie weitere Unterlagen, wie z. B. ein Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung.

Bei der Online-Terminvergabe bekommen Sie Ihre Terminbestätigung per E-Mail zugesandt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Impfberechtigung (Priorisierung gemäß Bundesgesundheitsministerium) bei der Anmeldung abgefragt wird und nachzuweisen ist. (siehe „Welche Unterlagen benötige ich für den Termin im Impfzentrum?“)

Da noch nicht ausreichend Impfstoffe für alle Personen der höchsten Priorisierungsgruppe zur Verfügung stehen, richtet sich die Anzahl der verfügbaren Termine zunächst auch nach Menge des verfügbaren Impfstoffs.

3.4 Kann ich mehrere Anmeldungen über eine E-Mailadresse vornehmen?

Ja, es ist im Online-Anmeldeverfahren möglich, dass mehrere Personen eine E-Mailadresse nutzen. Um Systemmanipulationen auszuschließen, werden die Personendaten in diesen Fällen gegen die Daten des Einwohnermeldewesens geprüft.

3.5 Können Angehörige die Anmeldung ihres Angehörigen aus den Prioritätengruppen (80 und älter, 70 und älter, 60 und älter) zum Impfen übernehmen?

Selbstverständlich können ältere Menschen auch von ihren Angehörigen zum Impfen angemeldet werden. Achten Sie bitte darauf, die erforderlichen Daten der priorisiert impfberechtigten Person bei der Anmeldung anzugeben. Diese Daten werden dann noch einmal vor der Impfung im Impfzentrum überprüft (siehe auch „Welche Unterlagen benötige ich für den Termin im Impfzentrum?“).

3.6 Können Angehörige aus den Prioritätengruppen (80 und älter, 70 und älter, 60 und älter) zum Impfen begleitet werden?

Angehörige oder Betreuer dürfen die Impfberechtigten auch ins Impfzentrum begleiten. Dies gilt für sämtliche betreuende Personen (z.B. Familienangehörige, Freunde, Bekannte oder andere Alltagshelfer z.B. auch Übersetzer). Sie haben sich aber an das Hygienekonzept innerhalb des entsprechenden Impfzentrums zu halten. Das kann beispielsweise bedeuten, sich unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit entsprechender Maske im Wartebereich aufzuhalten. Allen Impfberechtigten wird die Hilfe ermöglicht, die Sie im Impfzentrum benötigen.

3.7 Ich war an Corona (COVID-19) erkrankt. Werde ich trotzdem geimpft?

Der Ständige Impfkommission (StIKo) zufolge ist es für Menschen, die nach einer Corona-Erkrankung genesen sind zurzeit nicht erforderlich, sich impfen zu lassen. Sie können sich aber impfen lassen; bitte beachten Sie, dass dies im Rahmen der Priorisierung erfolgen muss (siehe „Wer wird wann geimpft?“, „Wer legt die prioritären Gruppen fest und wer sind diese?“

3.8 Warum kann mein Hausarzt (vorerst) keine Impfungen durchführen?

Vorerst werden die Impfungen im Wesentlichen in speziell eingerichteten Impfzentren bzw. durch mobile Teams erfolgen. Dies bedingt auch der hochwirksame, aber auch komplexe zurzeit zugelassene Impfstoff. Künftig sollen die Impfungen zu einem großen Teil dezentral in Einrichtungen der

Regelversorgung (Arztpraxen) durchgeführt werden. Dafür müssen ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an die Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden können.

3.9 Wo und wie kann ich mich zu medizinischen Aspekten der Impfung informieren?

Bitte besprechen Sie medizinische Fragen mit Ihrem Haus- oder Facharzt. Unmittelbar vor der Impfung im Impfzentrum oder durch ein mobiles Team findet – sofern Sie das wünschen - ein Aufklärungsgespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt statt. Sie können danach entscheiden, ob Sie sich impfen lassen möchten oder nicht. (siehe „Zum Impfstoff“)

3.10 Wer zahlt die Impfung?

Sie ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei, die Kosten trägt der Staat.

4. Durchführung der Impfung

Alle Informationen zum Ablauf im Impfzentrum: welche Unterlagen Sie benötigen und was Sie im Fall von Nebenwirkungen tun sollten, und wie lange es dauert, bis die Impfung ihre Wirkung entfaltet.

4.1 Wie ist ein Impfzentrum aufgebaut?

Für die Bürger besteht das Impfzentrum aus einer sogenannten „Impfstraße“, die in vier aufeinanderfolgenden Bereiche gegliedert ist.

  1. Anmeldung/Aufnahme: Überprüfung der Identität, Daten-/Patientendokumentation
  2. Aufklärungsbereich: ärztliches Impfgespräch zur Aufklärung über Risiken und mögliche Nebenwirkungen
  3. Impfbereich: hier wird in Einzelkabinen die Impfung durchgeführt.
  4. Beobachtungsbereich: die geimpften Personen können sich hier unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal bis zum Verlassen des Impfzentrums aufhalten. Sanitätspersonal steht hier jederzeit bereit.

Um die gebotenen Abstände einzuhalten, bestehen zwischen den Bereichen großzügige Wartezonen mit Sanitäranlagen.

4.2 Welche Unterlagen benötige ich für den Termin im Impfzentrum?

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zur Impfung mit:

  • Zur Prüfung Ihrer Impfberechtigung Ihren Personalausweis oder anderen Lichtbildausweis, aus dem Ihr Alter (wenn Sie 80 bzw. über 80 Jahre alt sind), Wohnort oder gewöhnlicher Aufenthaltsort hervorgeht
  • eine Arbeitgeberbescheinigung mit, wenn Sie im Gesundheits- oder Pflegedienst arbeiten
  • Wenn vorhanden einen Impfpass und Ihre Krankenversicherungskarte.
  • Für einen reibungslosen Ablauf die Terminbestätigung sowie den mit der Anmeldung erhaltenen Bogen zur Einwilligung und Aufklärung.

Begleitende betreuende Personen legen bitte die Unterlagen der betreuten Person vor; bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nur die betreute Person geimpft werden kann.

4.3 Wie lange dauert eine Impfung?

Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, ggf. Vor- und ärztlichen Aufklärungsgesprächen und einer möglichen Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel bis zu einer Stunde in Anspruch nehmen.

4.4 Muss ich einen Impfpass haben, um geimpft werden zu können?

Nein. Wenn Sie nicht im Besitz eines Impfpasses sind, erhalten Sie eine Impfbescheinigung in Papierform.

4.5 Ablauf der Impfung im Impfzentrum

Im Impfzentrum gelten die AHA+L-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen, Corona-Warn-App nutzen sowie regelmäßiges Lüften) Bitte halten Sie deshalb ausreichend Abstand, befolgen Sie die Hygieneregeln und tragen Sie eine Alltagsmaske. Für eine ausreichende Belüftung ist in den Impfzentren gesorgt. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

4.6 Prüfung der Impfberechtigung und Registrierung

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zur Impfung mit:

  • Zur Prüfung Ihrer Impfberechtigung Ihren Personalausweis oder anderen Lichtbildausweis, aus dem Ihr Alter (wenn Sie 80 bzw. über 80 Jahre alt sind), Wohnort oder gewöhnlicher Aufenthaltsort hervorgeht
  • eine Arbeitgeberbescheinigung mit, wenn Sie im Gesundheits- oder Pflegedienst arbeiten
  • Wenn vorhanden einen Impfpass und Ihre Krankenversicherungskarte.
  • Für einen reibungslosen Ablauf die Terminbestätigung sowie den mit der Anmeldung erhaltenen Bogen zur Einwilligung und Aufklärung.

4.7 Ärztliche Aufklärung

Sie erhalten ein Aufklärungsmerkblatt sowie einen Einwilligungsbogen. Bitte lesen Sie diese Unterlagen sorgfältig. Ergänzend erhalten Sie Gelegenheit für ein individuelles Gespräch. Falls Sie gesundheitliche Fragen zur Corona-Schutzimpfung haben, können Sie diese in einem ärztlichen Gespräch klären. Falls Sie umfassende Fragen zur Impfung bei speziellen Vorerkrankungen haben, klären Sie diese am besten im Vorfeld mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrem behandelnden Arzt, der auch Ihre medizinische Vorgeschichte kennt. Bitte unterschreiben Sie im Anschluss sowohl das Aufklärungsmerkblatt als auch den Einwilligungsbogen. Sie erhalten von beiden Dokumenten eine unterschriebene Kopie für Zuhause.

Aufklärungsmerkblatt: Hier finden Sie Antworten auf Fragen, wie z.B.: Was genau ist COVID-19, welche Symptome sind typisch und warum ist diese Krankheit so gefährlich? Wie funktioniert der Impfstoff, wie verhält er sich im Körper und wie wirksam ist er? Was ist vor und nach der Impfung zu beachten? Und welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen könnten auftreten?

Einwilligungsbogen: Hier machen Sie Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand, zu früheren Impfungen und bestehenden Allergien. Der impfende Arzt wird Sie gegebenenfalls nochmals zu Einzelheiten Ihrer Angaben befragen. Mit Ihrer Unterschrift willigen Sie ausdrücklich in die Corona-Schutzimpfung ein.

Hier können sie sich das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen bereits ansehen. Die Dokumente werden Ihnen außerdem mit der Anmeldung zugesendet. [externer Link zum Coronaimpfportal der Bundesregierung] kann alternativ auch als PDF angehängt werden, allerdings ist durch den Link eine permanente Aktualisierung sichergestellt.

  • Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung
  • Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung
Impfung

Anschließend wird die Impfung durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt. Die Impfung wird in Ihren Impfpass eingetragen, unter anderem wird dort der Impfstoff mit Chargennummer vermerkt. Sollten Sie keinen Impfpass besitzen, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung.

Nachbeobachtung

In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch unter medizinischer Beobachtung.

Nebenwirkungen, die später auftreten, teilen Sie bitte Ihrem Hausarzt mit, der die Beschwerden weiter abklären und weiterführende Untersuchungen durchführen kann. Nebenwirkungen können außerdem bei Ihrer Apotheke oder dem Hersteller gemeldet werden, die mögliche Symptome im Zusammenhang mit der Impfung an die zentralen Stellen weiterleiten.

Das Paul-Ehrlich-Institut hat zur Erfassung der Verträglichkeit der COVID-19-Impfstoffe die App SafeVac 2.0-App (im Apple App Store oder Google Play Store) eingerichtet. Zur Meldung von Nebenwirkungen kann auch die Homepage https://nebenwirkungen.bund.de genutzt werden.

Termin für zweite Impfung

Sie haben die erste Corona-Schutzimpfung erfolgreich absolviert. Bitte beachten Sie, dass Sie eine zweite Impfung benötigen. Bitte bringen Sie zu diesem Termin in jedem Fall den Impfausweis oder die Ersatzbescheinigung wieder mit. Der Impfschutz des bisher zugelassenen Impfstoffes des Unternehmens BioNTech/Pfizer beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.

4.8 Welche Daten werden im Zuge der Impfung erhoben und wohin werden sie gemeldet?

Die Impfzentren und die ihnen angegliederten mobilen Teams übermitteln täglich folgende Angaben (§ 13 Absatz 5 Satz 1 Infektionsschutzgesetz) an das Robert Koch-Institut (RKI)

  1. Patienten-Pseudonym,
  2. Geburtsmonat und -jahr
  3. Geschlecht
  4. fünfstellige Postleitzahl / Landkreis der zu impfenden Person
  5. Kennnummer und Landkreis des Impfzentrums
  6. Datum der Schutzimpfung
  7. Beginn oder Abschluss der Impfserie (Erst- oder Folgeimpfung)
  8. impfstoffspezifische Dokumentationsnummer (Impfstoff-Produkt bzw. Handelsname)
  9. Chargennummer Impfstoff
  10. Grundlage der Priorisierung (§§ 2 bis 4 CoronaImpfV).

Dies ist in der Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt.

Die oben genannten Daten dürfen vom Robert Koch-Institut (RKI) ausschließlich zur Feststellung der Inanspruchnahme der Impfungen und von Impfeffekten (Impfüberwachung) verarbeitet werden. Zudem stellt das Robert- Koch-Institut dem Paul-Ehrlich-Institut Daten zur Überwachung der Impfstoffsicherheit (Pharmakovigilanz) zur Verfügung.

4.9 An wen wende ich mich, wenn Nebenwirkungen auftreten?

Sie haben die Möglichkeit, unmittelbar nach der Impfung unter medizinischer Betreuung im Impfzentrum zu verweilen.

Sollten nach Verlassen des Impfzentrums Nebenwirkungen auftreten, ist – wie bei jeder Impfung -  der Hausarzt erster Ansprechpartner. Bitte unterstützen Sie den Erkenntnisgewinn für alle, indem Sie etwaige Nebenwirkungen ihrem örtlichen Gesundheitsamt, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) oder online melden.

4.10 Wann wird die Impfung wirksam?

Der Impfschutz des bisher zugelassenen Impfstoffes des Unternehmens BioNTech/Pfizer beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung. Demnach sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt. Die Impfung schützt in unterschiedlichen Altersgruppen ähnlich gut. Wie lange dieser Schutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt.

Da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und auch nicht bei allen geimpften Personen im gleichem Umfang vorhanden ist, ist es auch trotz Impfung notwendig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in gegenseitiger Rücksichtnahme schützen, indem Sie die AHA + A + L-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen, Corona-Warn-App nutzen sowie regelmäßiges Lüften) beachten.

5. Nach der Impfung

Gut zu wissen: Müssen Sie auch nach Impfung Hygiene und Schutzregelungen einhalten?

5.1 Können geimpfte Personen das Corona-Virus übertragen?

Der Impfschutz des bisher zugelassenen Impfstoffes des Unternehmens BioNTech/Pfizer beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung. Es gibt aktuell noch keine Erkenntnisse, ob auch nach der Impfung eine Übertragung möglich ist.

Bitte beachten Sie daher auch nach abgeschlossener Impfung Schutz- und Hygieneregelungen („AHA + A + L-Regeln“). Dies ist auch deshalb ein Gebot der Rücksichtnahme, da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und – nach allen Erfahrungen – auch nicht bei allen geimpften Personen im gleichem Umfang vorhanden sein wird.

Muss ich nach der Impfung noch die Schutzregelungen einhalten? Muss ich zum Beispiel noch eine Maske tragen?

Ja! Bitte beachten Sie auch nach abgeschlossener Impfung Schutz- und Hygieneregelungen („AHA + A + L-Regeln“). Dies ist auch deshalb ein Gebot der Rücksichtnahme, da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und – nach allen Erfahrungen – auch nicht bei allen geimpften Personen im gleichem Umfang vorhanden sein wird

5.2 Wie viele Menschen in Deutschland müssten sich impfen lassen, damit ein Gemeinschaftsschutz erreicht wird?

Epidemiologische Modelle zeigen, dass grundsätzlich bei einer Immunität von rund 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung (Gemeinschaftsschutz) die Übertragung von Corona soweit limitiert sein sollte, dass die Pandemie wirksam und nachhaltig zurückgedrängt werden kann. Eine Simulation der Humboldt-Universität zu Berlin veranschaulicht das.

6. Der Impfstoff

Grundsätzliche Informationen zur Wirkungsweise und zum Handling des Impfstoffs. Aktuell wird der von BioNTech/Pfizer entwickelte Impfstoff verimpft. Am 06. Januar 2021 erhielt der Impfstoff der Firma Moderna von der Europäischen Kommission die Zulassung. In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

6.1 Wie sicher ist der Impfstoff?

In Deutschland wird ein Impfstoff grundsätzlich nur dann zugelassen, wenn er höchste Qualitätsstandards erfüllt. Dazu muss er unter anderem drei Phasen eines klinischen Studienprogramms erfolgreich durchlaufen. Corona-Impfstoffe durchlaufen bzw. haben laut Auskunft des Paul-Ehrlich-Institutes den gleichen Zulassungsprozess wie andere Impfstoffe auch durchlaufen. Der Zulassungsprozess wurde allerdings aufgrund der besonderen Bedeutung des Impfstoffes beschleunigt.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gewährleistet die wissenschaftliche Evaluierung, Überwachung und Sicherheitsüberprüfung von Human- und Tierarzneimitteln in der EU. Sie hat den von den Unternehmen BioNTech/Pfizer entwickelten Impfstoff vor Weihnachten (2020) freigegeben; daher kann seit dem 27. Dezember 2020 geimpft werden.

6.2 Welche Corona-Impfstoffe gibt es?

Weltweit wurden von mehreren Unternehmen Impfstoffe entwickelt oder befinden sich in Entwicklung. Die Zulassung von Impfstoffen nach strengsten Kriterien ist die Voraussetzung, dass seit dem 27. Dezember 2020 geimpft werden kann. Am 06. Januar 2021 erhielt der Impfstoff der Firma Moderna von der Europäischen Kommission die Zulassung.

Informationen finden Sie auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Institutes.

6.3 Wieviel Impfstoff steht in Hessen zur Verfügung?

Mit Beginn der Impfungen am 27. Dezember 2020 stand Hessen nur eine vergleichsweise geringe Menge an Impfstoff zur Verfügung. Davon musste die Hälfte für die erforderliche Zweitimpfung zurückgehalten werden.

Es ist damit zu rechnen, dass im Laufe des Jahres 2021 kontinuierliche höhere Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen. Das wird vor allem dann der Fall sein, wenn weitere Impfstoffe zugelassen werden.

So lange der Impfstoff noch vergleichsweise knapp ist, wird nach einem dreistufigen Phasenplan geimpft (siehe „Wann wird wo geimpft?“). Ziel ist es, allen Menschen eine Impfung gegen Corona anbieten zu können.

6.4 Wo und wie wird der Impfstoff in Hessen gelagert?

Der Impfstoff wird in mehreren Zentrallagern sicher gelagert. Von hier aus erfolgt durch zertifizierte Logistikunternehmen (Kühlkette) die Zulieferung an die Impfzentren. Die „TaskForce Impfkoordination“ des Landes Hessen koordiniert die Auslieferung nach Verfügbarkeit des Impfstoffes.

6.5 Wer ist für Beschaffung und Zulieferung des Impfstoffes an die Impfzentren verantwortlich?

Das Land koordiniert zentral die Zulieferung des Impfstoffes an die Impfzentren sowie auch die Zulieferungen des Bundes. Ein Logistikteam des Landes ist für die Impfzentren rund um die Uhr erreichbar.

7. Freiwillige Helferinnen und Helfer

Sie sind Ärtzin/Arzt, Apothekerin/Apotheker oder anderweitig medizinisch ausgebildet und möchte helfen? Hier erfahren Sie, wo Sie sich melden können.

7.1 Kann ich die Arbeit in einem Impfzentrum unterstützen?

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das Impfzentrum, das aufgrund Ihres Wohnortes für Sie „zuständig“ ist; eine Adressliste finden Sie hier zum Download.

Die Grundlage dafür liefert die Zuständigkeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes (§ 6 Absatz 2 des Hessischen Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst sowie durch Beauftragung nach § 20 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration) für den Impfschutz der Bevölkerung und deren Impfung. Die Impfzentren werden daher von der zuständigen Gebietskörperschaft (Stadt/Landkreise) betrieben.

Ärzte, die in den Impfzentren unterstützen wollen, signalisieren dies bitte unter Nutzung der Mailadresse Aerzte-impfen-gegen-Corona@laekh.de; die Landesärztekammer leitet die Interessensbekundungen an Impfzentren weiter.

Humanmedizinische Fachangestellte nutzen bitte die Mailadresse MFA-impfen-gegen-Corona@laekh.de; Medizinstudierende im klinischen Semester die Adresse Studis-impfen-gegen-Corona@laekh.de.

7.2 Können Medizinstudierende in den Impfzentren unterstützen? Wird der Einsatz auf die Famulatur angerechnet?

Das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen hat mitgeteilt, dass zur Unterstützung der hessischen Impfstrategie der Einsatz von Medizinstudierenden, die den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bestanden haben, bis zu einem Monat auf die Famulatur nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 ÄAppO angerechnet wird.

Diese Zeit kann auch kumulativ erarbeitet werden. Sie kann weiterhin ausnahmsweise auch während der Vorlesungszeit abgeleistet werden, soweit hierdurch keine Pflichtveranstaltungen versäumt werden. Diese Ausnahmeregelung gilt zunächst bis zum Beginn des Sommersemesters 2021.

8. Kinder/ Jugendliche

8.1 Wird es einen eigenen Impfstoff für Kinder gegen COVID-19 geben?

Zunächst werden die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung stehen, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten.

Dass derzeit schwerpunktmäßig Impfstoffe für Erwachsene entwickelt werden, hat mehrere Gründe:

  1. Kinder sind schon allein aus ethischen Gründen nicht für solche Tests vorgesehen. Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Impfstoffentwicklung für Kinder verläuft ähnlich wie die Impfstoffentwicklung für Erwachsene, d.h. sie durchläuft verschiedene Stufen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfungen geprüft werden, bevor sie eine Zulassung erlangen können.
  2. Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, diejenigen zu schützen, die am schwersten an COVID-19 erkranken. Das sind bei COVID-19 insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen.
  3. Es ist davon auszugehen, dass mit wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19 für Erwachsene, die im Laufe der Zeit in ausreichender Menge für die Bevölkerung vorhanden sein werden, auch das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann. So können auch Kinder geschützt werden.
  4. Kita- und Grundschulkinder erkranken weniger häufig und stark als Erwachsene.

8.2 Wird es eine Impf-Empfehlung für Kinder gegen COVID-19 geben?

Das ist bisher noch nicht absehbar. Studien hierzu sind jedoch geplant und wurden zum Teil auch schon begonnen.

Es werden zunächst Impfstoffe für Erwachsene gegen COVID-19 in Deutschland zugelassen. Sollte es in Zukunft einen Impfstoff für Kinder geben, muss durch die Zulassungsbehörden sichergestellt sein, dass dieser wirksam ist sowie ein sehr gutes Sicherheitsprofil aufweist. Ein solcher potentieller Impfstoff würde dann durch die STIKO bewertet werden. Die STIKO würde in der Folge darüber entscheiden, ob ein solcher Impfstoff für Kinder zu empfehlen ist oder nicht.

Weitere Informationen unter Fragen zur STIKO-Impfempfehlung des RKI.

9. Mobile Teams

9.1 Wie werden die prioritären Gruppen erreicht, wenn diese nicht mobil sind?

Es wird an jedem Impfzentrum einen Ansprechpartner mobile Teams geben. Immobile Gruppen z.B. in stationären Alten- und Pflegeheimen werden über mobile Teams erreicht.  Sie fahren die Heime gezielt an, um die Corona-Schutzimpfung vor Ort durchzuführen. Über die Ansprechpartner mobile Teams werden die Termine und die Unterstützung für die aufzusuchenden Einrichtungen organisiert. Die vollstationären Pflegeeinrichtungen sind angeschrieben und über die Möglichkeiten informiert worden.

9.2 Woher kommt das Personal für die mobilen Impfteams?

Das Personal für die mobilen Teams rekrutiert sich aus dem gleichen Personalpool wie auch das Personal für die Impfzentren: Also aus externen Dienstleistern (z.B. Deutsches Rotes Kreuz) und über die Kassenärztliche Vereinigung oder die Landesärztekammer gewonnenen Ärztinnen und Ärzten. Zusätzlich sollen auch die jeweiligen „Heimärzte“ und „Heimärztinnen“ bzw. die Hausärzte und Hausärztinnen der Heimbewohnerinnen und -bewohner eingebunden werden.

9.3 Wie viele mobile Teams gibt es in Hessen?

Die Teams sind an die jeweiligen Impfzentren gebunden und decken somit den jeweils regionalen Bedarf. Die Anzahl obliegt insofern grundsätzlich der jeweils zuständigen Gebietskörperschaft und wird sich nach dem regionalen Bedarf sowie den zu bewältigenden Fahrtzeiten innerhalb des Einzugsgebiets errechnen.

9.4 Wenn sich Bereiche einer Pflegeeinrichtung aufgrund von Corona in Quarantäne befinden, können Personen aus sich nicht in Quarantäne befindlichen Bereichen dennoch geimpft werden?

Ja, Impfungen sind je nach Gegebenheit möglich. Sie müssen aber vor Ort, gegebenenfalls in Abstimmung mit dem jeweiligen Gesundheitsamt, zwischen den Einrichtungen und den mobilen Teams abgestimmt werden.

9.5 Wird in meiner Einrichtung auch geimpft?

Es werden die Einrichtungen gemäß Ihrer Priorisierung nach der Corona-Impfverordnung geimpft (Vgl. hierzu Frage 2.3.) Wenn für Sie danach unklar ist, ob Ihre Einrichtung möglicherweise priorisiert ist, wenden Sie sich bitte an den Ansprechpartner des mobilen Teams Ihres Impfzentrums.

10. Logistik

10.1 Wieviel Impfstoff steht in Hessen zu Beginn der Impfungen zur Verfügung?

Hessen hat bislang rund 150.000 Impfdosen erhalten (Stand: 12.01.2021). Zwei weitere Lieferungen in einer Größenordnung von jeweils 49.000 Dosen wurden seitens des Bundes bis Ende Januar angekündigt. Die Hälfte der verfügbaren Menge wird jeweils auf Anraten des Bundes verimpft. Die andere Hälfte wird zunächst sicher im Verteilzentrum des Landes bei rund minus 70 Grad eingelagert, um in jedem Fall die wichtige Zweitimpfung gewährleisten zu können. Diese soll in der Regel drei Wochen nach der Erstimpfung erfolgen.

Es handelt sich bei dieser Vorgehensweise um ein bundesweit einheitliches Verfahren. Es ist zu erwarten, dass zeitnah weitere und größere Mengen Impfstoff zur Verfügung gestellt werden, so dass ein größerer Personenkreis das Angebot einer Impfung wahrnehmen kann. Die Priorisierungsempfehlung hat nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar ist. Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer Impfung gegen COVID-19 anbieten zu können.

10.2 Wo und wie wird der Impfstoff in Hessen gelagert?

Der Impfstoff wird in Hessen an unterschiedlichen Stellen sicher gelagert. Aus diesen Zentrallagern erfolgt die bedarfsgerechte Zulieferung an die Impfzentren über zertifizierte Logistikunternehmen, sodass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Die Aufgabe obliegt dem Land Hessen mit der „TaskForce Impfkoordination“.

10.3 Wer kümmert sich um Beschaffung und Zulieferung des Impfstoffes an die Impfstellen?

Das Land koordiniert zentral die Zulieferung des Impfstoffes an die Impfzentren sowie auch die Nachschublieferung des Bundes. Dazu ist ein Logistikteam des Landes über die gesamte Dauer der zentralen Impfungen für die Impfzentren erreichbar.

Weiterführende Informationen

Auch die Bundesregierung, das RKI und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren umfassend zum Impfen.

Stand 12.01.2021

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