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Treffen und Veranstaltungen

Stand: 17.09.2021

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Eine Bühne mit Lichtreflexen.
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Zusammenkünfte, Veranstaltungen und Kulturangebote, an denen nicht mehr als 25 Personen im öffentlichen Raum teilnehmen, unterliegen keinen Auflagen. Bei der Berechnung der Mindestanzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden auch Geimpfte und Genesene mitgezählt.

Zusammenkünfte und Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen

Zusammenkünfte und Veranstaltungen, an denen mehr als 25 Personen teilnehmen, sind zulässig wenn

  • in geschlossenen Räumen die Teilnehmerzahl 500 und im Freien 1.000 nicht übersteigt oder die zuständige Behörde ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der übrigen Voraussetzungen gestattet (geimpfte oder genesene Personen werden bei der Teilnehmerzahl nicht eingerechnet),
  • in geschlossenen Räumen sowie im Freien bei mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur Personen mit Negativnachweis anwesend sind (Geimpfte und Genesene werden mitgezählt, ebenso Kinder unter 6 Jahren, sie müssen jedoch selbst keinen Negativnachweis vorlegen, der Negativnachweis der dienstleistenden Personen kann auch durch die dokumentierte regelmäßige Testung zweimal pro Kalenderwoche erbracht werden) und
  • ein Abstands- und Hygienekonzept vorliegt und umgesetzt wird, das Maßnahmen zur Ermöglichung der Einhaltung von Mindestabständen oder andere geeignete Schutzmaßnahmen beinhaltet. Hier gelten keine starren Regeln und keine festen Mindestabstände. Entscheidend ist vielmehr, dass wirkungsvolle Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos getroffen sind. Auch ein sog. (doppeltes) „Schachbrettmuster“, bei dem reihenversetzt abwechselnd (zwei) Plätze besetzt werden und (zwei) Plätze freibleiben, oder die Bildung von Sitzgruppen von höchstens 25 Personen mit ausreichendem Mindestabstand zur jeweils nächsten Gruppe sind eine geeignete Schutzmaßnahmen.

Diese Auflagen gelten beispielsweise für

  • Fachmessen
  • Theater
  • Oper
  • Konzerte
  • Floh- und Trödelmärkte
  • Kino- und andere Filmvorführungen
  • Tanztees, Tanzcafés und Veranstaltungen von Tanzschulen
  • Chorproben von Amateur-Chören
  • Mitgliederversammlungen, Zusammenkünfte von Vereinen
  • Hochzeitsfeiern

Eine Kontaktdatenerfassung erfolgt nicht mehr. Es besteht die Möglichkeit eines 2G-Zugangsmodells für Genesene und Geimpfte.

Für Zusammenkünfte in privaten Wohnungen, an denen mehr als 25 Personen teilnehmen, wird ein Negativnachweis in geschlossenen Räumen sowie die Umsetzung eines Abstands- und Hygienekonzepts dringend empfohlen, sofern nicht nur geimpfte und genesene Personen anwesend sind. Zur privaten Wohnung gehört auch das befriedete Besitztum, etwa eine Terrasse oder ein Balkon. Das Gleiche gilt für abgegrenzte Gartenparzellen.

Angebote der Kinder- und Jugendarbeit einschließlich Ferienbetreuungsmaßnahmen, kurzzeitpädagogische Maßnahmen der Schulen sowie Jugendsozialarbeit sind unabhängig vom Angebotsort in Gruppen von bis zu 50 Personen einschließlich der Betreuungspersonen, geimpfte oder genesene Personen nicht eingerechnet, zulässig. Ein Abstands- und Hygienekonzept muss vorliegen. Es besteht die Möglichkeit eines 2G-Zugangsmodells für Genesene und Geimpfte.

Volksfeste, z.B. Kirmes/Kerbe oder die Dippemess, Weinfeste oder auch Weihnachtsmärkte, können durch das örtliche Gesundheitsamt auch pauschal unter Berücksichtigung der örtlichen Umstände erfolgen. Eine Festlegung auf eine konkret zu kontrollierende Teilnehmerzahl und damit eine Umzäunung des Geländes ist nicht erforderlich. Ein Abstands- und Hygienekonzept muss für die gesamte Veranstaltung umgesetzt werden. In Innenräumen finden je nach Verwendungszweck die jeweiligen Regelungen Anwendung. Insbesondere das Erfordernis eines Negativnachweises bei gastronomischen Angeboten in Innenräumen oder die Maskenpflicht in Verkaufsstätten.

Regelungen für (Sport-)Großveranstaltungen

Auf der Grundlage bundeseinheitlicher Absprachen gelten für (Sport-)Großveranstaltungen in Hessen folgende Leitlinien:

Die zulässige Zuschauerzahl wird für jede Veranstaltungsstätte durch die Einhaltung des Abstandsgebots und angepasst an die örtlichen Gegebenheiten und die Kapazität der örtlichen Infrastruktur (v.a. Sanitär, Gastronomie, ÖPNV, Individualverkehr) bestimmt. Oberhalb einer absoluten Zahl von 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern liegt die zulässige Auslastung bei maximal 50 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität, jedoch nicht mehr als insgesamt 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern (einschließlich geimpfter und genesener Personen). Es muss ein Abstands- und Hygienekonzept vorliegen und umgesetzt werden. Das Tragen medizinischer Masken, mindestens abseits des eigenen Platzes und auf allen Begegnungsflächen ist verpflichtend. Die ausreichende Lüftung und/oder Luftdesinfektion bzw. -filterung in Hallen muss sichergestellt sein. Es wird eine Begrenzung zum Ausschank und Konsum von alkoholhaltigen Getränken sowie ein Zutrittsverbot für erkennbar alkoholisierte Personen umgesetzt. Es besteht die Möglichkeit eines 2G-Zugangsmodells für Genesene und Geimpfte. Hier entfällt insbesondere die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Veranstaltungen ohne verbindliche Auflagen

Unabhängig von der Personenzahl und ohne verbindliche Auflagen können neben den ausdrücklich genannten Fällen u.a. folgende Zusammenkünfte stattfinden:

  • Maßnahmen der Wahlwerbung für Parlaments- und Kommunalwahlen sowie für Volksbegehren, Volksentscheide, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide
  • Pressekonferenzen
  • Sitzungen (insbesondere der staatlichen, körperschaftlichen und kommunalen Kollegialorgane, sowie Sitzungen von Fraktionen, Versammlungen der Parteien und Wählergruppen zu Aufstel-lung der Bewerber für die Wahlvorschläge und sonstige Zusammenkünfte zur politischen Willensbildung
  • Sitzungen der Organe der Eltern- und der Schülervertretung sowie der Studierendenvertretung, Schulkonferenzen sowie Wahlversammlungen, aus denen diese Organe hervorgehen
  • Trauungen durch das Standesamt (nicht die anschließende Feier)

Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften, Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften stellen Regelungen für Gottesdienste und andere Versammlungen zur Religionsausübung auf, die sich an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sowie den hier beschriebenen Regelungen orientieren. Es gelten Verpflichtungen zum Abstands- und Hygienekonzept. Zu Gottesdiensten und anderen Versammlungen zur Religionsausübung zählen:

  • Bestattungen
  • gemeinsames Beten
  • Gottesdienste (auch im Freien)
  • religiöse Zeremonien
  • religiöser Unterricht (z.B. Firm- oder Konfirmandenunterricht)
  • religiöse Trauungen
  • Trauerfeierlichkeiten

Nicht dazu zählen die im Anschluss an die entsprechenden Kulthandlungen üblicherweise stattfindenden gesellschaftlichen Zusammenkünfte, wie beispielsweise das nach der Bestattung stattfindende Kaffeetrinken, die nach der Trauung folgende Hochzeitsfeier usw. Diese unterliegen den Regelungen der Veranstaltungen. Es gibt darüber hinaus keine näheren Bestimmungen zur Gottesdienstgestaltung (etwa zum Gemeindegesang). Wie insoweit mit möglichen Infektionsgefahren begegnet wird, obliegt primär den von den Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgestellten Regelungen.

Es besteht die Möglichkeit eines 2G-Zugangsmodells für Genesene und Geimpfte.

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