Informationen für

Kultur- und Medienschaffende

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Menschen blicken auf eine Konzertbühne
© adobe stock / Melinda Nagy

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn hat sich zu den aktuellen Corona-Beschränkungen folgendermaßen geäußert: „Die erneuten Einschränkungen sind ein harter Schnitt. Ganz besonders im Kulturbereich: Kultur lebt vom direkten Kontakt zwischen Menschen, das ist ihre große Qualität, das macht sie aber auch so verwundbar. Kultur ist ein unersetzlicher Teil einer lebendigen demokratischen Gesellschaft und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aber wir sollten nicht vergessen, worum es geht: Diese Beschränkung ist ein Beitrag dazu, die Gesundheit von Menschen zu schützen und eine tückische Krankheit aufzuhalten, die schwere bleibende Schäden verursachen und tödlich sein kann. Schlussendlich verhindert ein harter Schritt jetzt auch einen quälend langen späteren.“ 

Sie bekräftigt: „Jetzt geht es darum, Hilfen auf die Beine zu stellen, die bei denen ankommen, die sie am meisten brauchen. Die Bundesregierung hat finanzielle Hilfen für betroffene Betriebe und auch für Soloselbstständige angekündigt, die deutlich weitreichender sind als im März. Damals wurden anfallende Fixkosten in Teilen ersetzt; wer mit seinen Einnahmen nicht Kosten deckte, sondern den Lebensunterhalt bestritt, ging leer aus. Diesmal wird der Umsatzausfall kompensiert: 75 Prozent auf der Basis des November 2019 oder eines Zwölftels des durchschnittlichen Vorjahresumsatzes. Das ist angesichts der schwierigen Lage ein sehr faires Angebot. Wir setzen uns als hessische Landesregierung auf allen Wegen und Ebenen dafür ein, dass der Ankündigung rasch konkrete Taten folgen und die Kultur- und Veranstaltungsbranche, die jetzt einen großen Anteil an der Last der Einschränkungen trägt, auch den entsprechenden Anteil an den Entschädigungen erhält. Wir reden hier von Summen, die nur der Bund stemmen kann. Damit das Geld möglichst schnell ausgezahlt werden kann, sind wir im ständigen Kontakt mit dem Bund, der die genauen Modalitäten jetzt festlegen muss. Wir wissen: Auch hier zählt jeder Tag.“

Hessen stärkt den Neustart von Kunst und Kultur

Künstlerinnen und Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zu überstehen und den Neubeginn zu meistern, werden mit einem umfassenden Unterstützungspaket gestärkt. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten Unterstützung dabei, den Einnahmeausfall zu verkraften. Freie Künstlerinnen und Künstler können Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro erhalten. Mehr Informationen zum Kulturpaket und ein Überblick, welche Programme wann wirken, gibt es auf der Seite des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Hilfe für Kulturschaffende

Die Landesregierung wird auch Freiberufler, Solo-Selbständige, Einrichtungen und Kleinstunternehmen im von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Kulturbereich finanziell unterstützen. Das vom Finanzministerium angekündigte Hilfspaket von insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro kommt auch diesem Bereich zugute.

Soforthilfe für Vereine

Das Land Hessen will mit dem Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für Vereine abfedern. Je nach Situation des einzelnen Vereins kann dieser bis zu 10.000 Euro finanzielle Unterstützung beantragen. Mehr Informationen zur Soforthilfe für gemeinnützige Vereine

Vertretungen des Landes in Berlin und Brüssel

Auch die Landesvertretungen in Berlin und Brüssel sind von den Beschränkungen im öffentlichen Bereich betroffen. Ziel ist, dass eine weitere Verbreitung weitestgehend verhindert wird. Dass bedeutet, dass beide Landesvertretungen für den Publikumsverkehr geschlossen wurden und keine öffentlichen Veranstaltungen und Besuchergruppen mehr stattfinden. Die Arbeitsfähigkeit und Erreichbarkeit der Landesvertretungen ist aber sichergestellt.

Aktualisiert am 05.11.2020.

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