Informationen über

Dienstleistungen und Handwerk

Stand: 19.02.2021

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Handwerk in Hessen
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Dienst- und Beratungsleistungen einschließlich Handwerkstätigkeiten sind möglich, solange sie nicht explizit untersagt sind. Körpernahe Dienstleistungen sind in eingeschränktem Umfang möglich. Zulässige Tätigkeiten sollen möglichst ohne unmittelbaren persönlichen Kontakt erfolgen. In allen Arbeits- und Betriebsstätten ist mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (siehe auch: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/mund-nasen-bedeckung). Dies gilt nicht am Platz selbst, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, insbesondere zu Kontakten und Einhaltung des Sicherheitsabstandes, müssen eingehalten werden.

Gruppentherapien sind nur zulässig, wenn sie ärztlich verordnet und die Durchführung in der Gruppe zwingend erforderlich ist. Für Selbsthilfegruppen gelten die Regelungen zu Veranstaltungen und Zusammenkünften.

Der Betrieb von Tierarztpraxen, sowie die medizinisch notwendige Physiotherapie für Tiere sind erlaubt. Der Betrieb von Hundeschulen und Hundesalons ist gestattet. Da Hundeschulen als Dienstleistungsbetriebe einzuordnen sind, unterfallen sie nicht den Beschränkungen von § 1 Abs.1  im öffentlichen Raum. Dies gilt auch für andere Dienstleistungen, die im oder unter Nutzung des öffentlichen Raums erbracht werden, z.B. Umzugsunternehmen, Krankentransporte oder Dienstleistungen im Rahmen von Bauarbeiten. Hiervon zu unterscheiden sind Sport und Freizeitangebote wie zum Beispiel Yoga o.ä., für die explizit Beschränkungen im öffentlichen Raum bestehen.

In Fortführung der bisherigen Rechtslage bleiben bis zum 28. Februar 2021 alle körpernahen Dienstleistungen ohne medizinische Notwendigkeit untersagt.

Erlaubt bleiben medizinisch notwendige Behandlungen insbesondere:

  • Ergotherapie
  • Heilpraktiker
  • Kryokammern, sofern medizinisch verordnet
  • Logopädie
  • Medizinische Fußpflege (stationär und mobil, unabhängig von Verordnung oder Berufsbezeichnung)
  • Medizinisch verordnete Massagen
  • Physiotherapie
  • Podologie
  • Andere medizinisch notwendige Therapieformen (beispielsweise Ernährungstherapie, Diätassistenzen)

Ab dem 1. März 2021 sind zusätzlich die Frisörbetriebe (für jegliche Kopfhaarbehandlungen) geöffnet.

Darüber hinaus sind unabhängig vom Erbringer weitere Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege erlaubt, die hygienisch notwendig sind.

Maßnahmen der Hygiene oder auch der Gesundheitspflege dienen der Verhütung von Krankheiten sowie der Erhaltung der Gesundheit. Eine Dienstleistung ist dann hygienisch notwendig, wenn bei längerem Ausbleiben der Behandlung Infektionen und andere Gesundheitsschädigungen auftreten können. Es ist davon auszugehen, dass kein hygienischer Grund vorliegt, wenn die Behandlung vorrangig dekorativen oder ästhetischen Zwecken dient, wie etwa das Auftragen von dekorativen Verzierungen.

Erlaubt werden hygienisch notwendige Behandlungen insbesondere von:

  • Barber-Shops (Bartpflege, hier wird zudem in der Regel ein eingetragener Frisörbetrieb vorliegen)
  • Frisörbetrieben (Bart- oder Nagelpflege)
  • Fußpflegestudios
  • Kosmetikstudios (beispielsweise Akne-Behandlungen)
  • Nagelstudios (Reinigung und Pflege von Fuß- und Fingernägeln)

Ab dem 1. März 2021 bleiben folgende Einrichtungen im Bereich der Körperpflege weiterhin untersagt, da hier davon ausgegangen wird, dass keine medizinische oder hygienische Notwendigkeit der vorgenommenen Behandlungen vorliegen wird:

  • Brow-Bars
  • Kryokammern, soweit nicht ärztlich verordnet
  • Piercing-Studios
  • Spa-Betriebe
  • Tattoo-Studios
  • Thai-Massage-Studio
  • Waxing-Studios
  • Wellness-Studios
  • Wimpernstudios

Die untersagten körpernahen Dienstleistungen und solche der Körperpflege dürfen auch nicht bei der Kundschaft, beispielweise im Rahmen eines Hausbesuchs, oder in sonstiger Weise außerhalb der eigenen Geschäftsräume erbracht werden.

Untersagte Dienstleistungen dürfen auch nicht im Zusammenhang mit einer erlaubten Dienstleistung erbracht werden. Behandlungsanfragen, bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie nicht medizinisch oder hygienisch notwendig sind, sind durch die betroffenen Dienstleistungsbetriebe abzulehnen.

Für Betriebe, die erlaubte körpernahe Dienstleistungen anbieten, gelten verschärfte Hygieneregeln, da das Übertragungsrisiko durch unvermeidliche Nahkontakte während der Erbringung der Dienstleistung deutlich gesteigert ist.

Hygieneregeln

  • Für Personen, die in Betrieben mit zulässigen körpernahen Dienstleistungen tätig sind, gilt für die gesamte Dauer eines Kundenkontaktes die Pflicht, eine medizinische Maske (OP-Masken oder Schutzmasken der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar) zu tragen.
  • Für Kundinnen und Kunden gilt, dass das Betreten nur gestattet ist, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine medizinische Maske (OP-Masken oder Schutzmasken der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar) zu tragen.
  • Zwischen den Sitzplätzen der Kundinnen und Kunden ist in Anwendung der Hygieneregeln des RKI der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, ggfs. nur jeder zweite Platz zu benutzen.
  • Kundinnen und Kunden ist die Abnahme der Maske nur gestattet, soweit und solange es die Inanspruchnahme der medizinisch oder hygienisch notwendigen Behandlung erfordert.
  • Die Begleitung betreuungsbedürftiger Personen (beispielsweise Kinder unter 6 Jahren) ist zulässig.
  • Name, Anschrift und Telefonnummer der Kundinnen oder Kunden sind ausschließlich zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Dienstleisterin oder dem Dienstleister zu erfassen.

Die erfassten personenbezogenen Daten sind bei direktem Kundenkontakt für die Dauer eines Monats nach diesem Kontakt geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und bei bestätigter Infektion mindestens einer Kundin oder eines Kunden den zuständigen Behörden zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist sicher und datenschutzkonform zu löschen oder zu vernichten. Bei offenkundig falschen Angaben (Pseudonymen, „Spaßnamen‘‘) sollte auf die korrekte Angabe der personenbezogenen Daten hingewirkt oder vom Hausrecht Gebrauch gemacht werden. Die Bestimmungen der Art. 13 (Informationspflicht), 15 (Auskunftsrecht), 18 (Recht auf Einschränkung der Verarbeitung) und 20 (Recht auf Datenübertragbarkeit) DS-GVO finden keine Anwendung; die Kundinnen und Kunden sind über diese Beschränkungen zu informieren.

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