Illustration: Drei Menschen stehen und sitzen auf einem überlebensgroßen Tablet und lernen

I - L

Du willst wissen, was ein Wort bedeutet? Viele Wörter auf unserer Seite werden auch im Lexikon erklärt. Hier: I - L

I wie ...

Auch das ist eigentlich ein lateinisches Wort. Es bedeutet: „Wiederherstellung eines Ganzen", also, etwas wieder komplett zu machen. Kommt ein neues Kind in deinen Sportverein und freundet sich schnell mit dir und den anderen an, dann ist es integriert. Euer Team ist nämlich das Ganze und das Kind ist nun ein Teil davon.

Spricht man in der Politik von Integration, ist mit dem Ganzen meist die GesellschaftÖffnet sich in einem neuen Fenster gemeint. Aber wer soll nun ein Teil von ihr werden? Oft geht es dabei um Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind. Um ein Teil der deutschen Gesellschaft zu werden, ist eines ganz wichtig: dass sie Deutsch lernen. Denn dann haben sie die Chance einen Arbeitsplatz zu finden.

Es gibt aber auch andere Leute, die wieder Teil der GesellschaftÖffnet sich in einem neuen Fenster werden sollen. Menschen, die im Gefängnis waren, müssen sich auch wieder an das normale Leben gewöhnen. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie eine Wohnung und eine Arbeit finden.

J wie ...

Dieser Beirat bestand bis Ende 2014 aus elf Jugendlichen. Sie haben dem Umweltministerium Tipps gegeben, wie man andere junge Menschen für Nachhaltigkeit begeistern kann. Nachhaltigkeit bedeutet: Wir gehen fair mit anderen und mit der Umwelt um. Wichtig daran ist: Nicht nur heute sollen die Leute gut leben können. Sondern wir sollen so mit der Natur umgehen, dass es zum Beispiel auch in hundert Jahren den Menschen gut geht. Dazu gehört zum Beispiel der sparsame Umgang mit Holz, Öl und Kohle. Denn davon gibt es nicht unendlich viel.

K wie ...

Eine Koalition ist eine RegierungÖffnet sich in einem neuen Fenster, die aus mindestens zwei Parteien besteht. Koalitionen werden gebildet, wenn keine ParteiÖffnet sich in einem neuen Fenster bei der WahlÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fensterdie absolute Mehrheit bekommen hat.
„Absolute Mehrheit“ heißt, dass mindestens die Hälfte der Wählerinnen und Wähler für eine Partei gestimmt hat. Das ist in Deutschland aber sehr selten der Fall. Meistens bekommt eine ParteiÖffnet sich in einem neuen Fenster eine einfache Mehrheit. „Einfache Mehrheit“ bedeutet: Die ParteiÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fensterwurde zwar nicht von der Hälfte der Wählenden gewählt. Aber es gibt keine Partei, die mehr Stimmen bekommen hat. Will diese Partei trotzdem regieren, muss sie sich eine andere ParteiÖffnet sich in einem neuen Fenster als (Koalitions-)Partner suchen. Denn nur so kann sie dafür sorgen, im ParlamentÖffnet sich in einem neuen Fenster eine Mehrheit zu haben.

Konzentrationslager gab es in Deutschland, als die Nationalsozialisten das Sagen hatten. Damals wurden viele Juden in Konzentrationslager geschickt, weil die Nationalsozialisten sie für schlechtere Menschen hielten. Dort wurden sie eingesperrt, lebten in dreckigen und kalten Hütten, bekamen kaum etwas zu essen und mussten sehr hart arbeiten. Einige von ihnen wurden durch die Arbeit und das schlechte Essen so schwach und krank, dass sie starben - so wie Anne Frank, ihre Schwester und ihre Mutter. Andere wurden im Konzentrationslager von den Wärtern umgebracht.

In den Konzentrationslagern waren aber nicht nur Juden eingesperrt. Dorthin mussten auch Leute, die nicht die gleiche Meinung wie die Nationalsozialisten hatten. Das waren zum Beispiel Politiker, Pfarrer und Leute, die Bücher schrieben.

Damit wir nicht vergessenÖffnet sich in einem neuen Fenster, was in den Konzentrationslagern Schreckliches passiert ist, kann man manche von ihnen heute noch besichtigen. Viele Schulklassen machen das auch, nachdem sie in der Schule darüber gesprochen haben.

L wie ...

Zur Landesregierung gehören der Ministerpräsident und die Ministerinnen und MinisterÖffnet sich in einem neuen Fenster. Sie sind wie eine Mannschaft, die gemeinsam das BundeslandÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fensterleitet. Zusammen beraten sie zum Beispiel über neue GesetzeÖffnet sich in einem neuen Fenster. Die schlagen sie dann dem Landtag vor und der muss darüber abstimmen. Anschließend müssen sie sich darum kümmern, dass die GesetzeÖffnet sich in einem neuen Fenster auch in die Tat umgesetzt werden.

Die ParlamenteÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen FensterÖffnet sich in einem neuen Fensterder Bundesländer nennt man Landtage. Nur in Bremen und Hamburg heißt das Bürgerschaft. Und in Berlin sagt man statt Landtag Abgeordnetenhaus. In den Landtagen sitzen die AbgeordnetenÖffnet sich in einem neuen Fenster. Deren Aufgabe ist es, GesetzeÖffnet sich in einem neuen Fenster zu beschließen. Außerdem passen sie auf, ob die RegierungÖffnet sich in einem neuen Fenster ihre Arbeit anständig erledigt.

In jedem der 16 BundesländerÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fenstergibt es regelmäßig Landtagswahlen. In Bremen und Hamburg darf alle vier Jahre gewählt werden. In Hessen und allen anderen Bundesländern geben die Wählerinnen und WählerÖffnet sich in einem neuen Fenster alle fünf Jahre ihre Stimme ab. Gewählt werden die AbgeordnetenÖffnet sich in einem neuen Fenster des Landtags - und nicht etwa die Landesregierung.

Das Wichtigste an der Wahl ist:

  • Sie ist allgemein,
  • unmittelbar,
  • frei,
  • geheim
  • und gleich.

Aber was bedeutet das nun? Allgemein heißt: Wählen dürfen alle, die einen deutschen Pass haben und älter als 18 Jahre sind. Wenn sie nicht wollen, müssen sie aber nicht wählen gehen. Unmittelbar ist die Wahl, weil man die AbgeordnetenÖffnet sich in einem neuen Fenster selber wählt. In den USA zum Beispiel wählt man Leute, die dann die AbgeordnetenÖffnet sich in einem neuen Fenster wählen. In dem Fall wählt man also nicht unmittelbar, weil man nicht den AbgeordnetenÖffnet sich in einem neuen Fenster direkt seine Stimme gibt. Jeder darf wählen, wen er oder sie möchte - deshalb ist die WahlÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fensterfrei. Niemand kann einen also zwingen, eine bestimmte Partei zu wählen. Gleich ist sie, weil jede Stimme gleich viel zählt. Das war nicht immer so: Bis zum Ersten Weltkrieg hatten die Reichen einen Vorteil. Sie bezahlten mehr Steuern und deswegen zählte ihre Stimme mehr. Und geheim ist die WahlÖffnet sich in einem neuen Fenster, weil man niemanden erzählen muss, welche ParteiÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fensterman gewählt hat. Wer will, darf das aber natürlich anderen verraten.

Alle vier Jahre gibt es in Deutschland Bundestagswahlen. Und in Hessen wird alle fünf Jahre der Landtag neu gewählt. Diese Jahre zwischen den WahleÖffnet sich in einem neuen Fenstern nennt man „Legislaturperiode". Das Wort kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt so viel wie: der Zeitraum, in dem neue GesetzeÖffnet sich in einem neuen Fenster Öffnet sich in einem neuen Fenstergemacht werden.

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