Hand mit Bleistift schreibt auf Bogen

Hessisches Kultusministerium

16 Gütesiegel für die Berufs- und Studienorientierung Hessen vergeben

Ausgezeichnete Vorbereitung auf die Zeit nach der Schule.

Für ihre Arbeit zur Vorbereitung auf Beruf und Studium haben heute 16 Schulen das „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ erhalten. Vier Schulen erhalten das Siegel als Erstzertifizierung, fünf werden zum ersten Mal, sieben zum zweiten Mal rezertifiziert. Damit tragen aktuell 118 Schulen das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen. Die feierliche Auszeichnung fand virtuell statt und stand unter der Schirmherrschaft des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

HIHK-Präsident Eberhard Flammer gratulierte den ausgezeichneten Schulen und betonte die Bedeutung der Beruflichen Orientierung: „Es kann gar nicht genug Berufliche Orientierung an hessischen Schulen geben. Das Gütesiegel signalisiert Schülern und Eltern: Diese Schule gibt im besten Sinne Orientierung. Sie zeigt ihren Schülerinnen und Schülern, wie attraktiv Beruf und Studium sein können und was für ein erfolgreiches Durchstarten nach der Schule notwendig ist. Hessens Wirtschaft ist dabei das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung wichtig. Wir werben fortlaufend um Nachwuchs für die duale Ausbildung und auch das duale Studium. Bis 2035 könnten in Hessen zusammengerechnet 495.000 Fachkräfte fehlen, vor allem beruflich Qualifizierte. Deshalb leisten Hessens Schulen mit praxisnaher Beruflicher Orientierung einen großen Beitrag zur Sicherung von Fachkräften und Wohlstand in Hessen.“

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hob den Stellenwert des Gütesiegels als Auszeichnung für die Schulen hervor, die sich gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern in ganz besonderer Weise der Aufgabe verschrieben haben, Schülerinnen und Schülern den Weg in die berufliche und akademische Zukunft zu ebnen. Zugleich äußerte er sich zuversichtlich, dass Schülerinnen und Schüler zukünftig wieder die Möglichkeit haben, wichtige Erfahrungen und Eindrücke in der direkten Begegnung mit der Arbeitswelt zu gewinnen. „Die vergleichsweise geringe Anzahl an Schulen im Programm zeigt, dass das Siegel alles andere als leichtfertig vergeben wird und für ein hohes Maß an Qualität steht“, konstatierte Lorz.

Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann betonte in seinem Video-Grußwort: „Es ist gerade in diesen Zeiten wichtig, unsere Jugendlichen auf die Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten. Die erste Berufswahl ist nicht immer eine leichte Entscheidung. Die Vielzahl der beruflichen Möglichkeiten, lebenslanges Lernen, Digitalisierung und insbesondere Corona stellen die jungen Menschen vor große Aufgaben, die sie alleine oft kaum bewältigen können. Die Erfahrungen der vergangenen Monate, in denen eine persönliche Kontaktaufnahme zwischen Unternehmen und Jugendlichen oft schwierig bzw. nicht möglich war, zeigen die Bedeutung einer intensiven Beruflichen Orientierung für die Jugendlichen. Wir wollen, dass jede und jeder Jugendliche den passenden Ausbildungsplatz findet.“

Hintergrund:

Das Gütesiegel ist zu Beginn des Schuljahres 2010/11 in Hessen eingeführt worden. Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche Berufliche Orientierung mit Förderung der Ausbildungsreife nach den OloV-Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. In Schulen mit gymnasialer Oberstufe und an Beruflichen Gymnasien wird zudem auch die Studienorientierung bewertet. Das Zertifizierungsverfahren läuft vollständig digital ab. Hessen ist mit der Datenbank zum Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung bundesweit Vorreiter.

Unterstützt wird das Gütesiegel durch folgende Institutionen: Hessisches Kultusministerium, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Hessischer Industrie- und Handelskammertag (HIHK), SCHULEWIRTSCHAFT Hessen, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.

Das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen wird für das Zertifizierungsverfahren 2020/2021 an folgende Schulen verliehen:

Erstzertifizierung:

Fulda

 

Richard-Müller-Schule (BGYM)

Fulda

Südhessen

 

Friedrich-Ebert-Schule (KGS)

Pfungstadt

Wiesbaden-Rheingau-Taunus

 

Erich-Kästner-Schule (HR)

Wiesbaden

Integrierte Gesamtschule Kastellstraße

Wiesbaden

Erste Rezertifizierung:

Nordhessen

 

Brüder-Grimm-Gesamtschule (IGS)

Bebra

Jakob-Grimm-Schule (KGS)

Rotenburg an der Fulda

Mittelhessen

 

Sinbergschule Wölfersheim (KGS)

Wölfersheim

Südhessen

 

Albert-Einstein-Schule (KGS)

Groß-Bieberau

Wiesbaden-Rheingau-Taunus

 

Erich Kästner-Schule (FS)

Idstein

Zweite Rezertifizierung:

Osthessen

 

IGS Lindenfeld (IGS)

Offenbach am Main

Philipp-Reis-Schule (H)

Gelnhausen

Rhein-Main-Taunus

 

Charles-Hallgarten-Schule (FS)

Frankfurt am Main

Hostatoschule (H)

Frankfurt am Main

Schule am Sommerhoffpark (FS)

Frankfurt am Main

Wiesbaden-Rheingau-Taunus

 

Internatsschule Schloss Hansenberg (GOS)

Geisenheim

Janusz-Korczak-Schule (FS)

Bad Schwalbach

 

 

 

Abkürzungen:

FS Förderschule

GH Grund- und Hauptschule

GHF Grund-, Hauptschule mit Förderstufe

GHR Grund-, Haupt- und Realschule

GHRF Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe

GOS Gymnasiale Oberstufe (Oberstufengymnasium)

GYM Gymnasium


BGYM

H

HR

HRF

IGS

KGS

MSS

R

 

Berufliches Gymnasium

Hauptschule

Haupt- und Realschule

Haupt- und Realschule mit Förderstufe

Integrierte Gesamtschule

Kooperative Gesamtschule

Mittelstufenschule

Realschule

Soziales

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Alice Engel lächelt in die Kamera. Sie ist bis zur Brust zu sehen, trägt eine goldene Kette und eine schwarze Bluse.

Alice Engel

Pressesprecherin

HMSI

Fax

+49 611 32719 4666

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