Die Abbildung eines Handys mit der Luca-App auf dem Screen

FAQ zur Luca-App

Die Verfolgung von Kontaktdaten ist in Hessen nur noch in wenigen Bereichen vorgeschrieben, beispielsweise in Seniorenheimen und Discos. Doch nach wie vor ergänzt sie die Impfstrategie in Hessen bei der Bekämpfung der Pandemie sinnvoll. Denn so werden Kontakte mit infizierten Personen datenschutzkonform identifiziert und Infektionsketten unterbrochen.

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Die Erfassung von persönlichen Daten ist aktuell nur noch verpflichtend für vulnerable Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Heime für Menschen mit Behinderung, Diskotheken, Tanzlokale, Clubs sowie Prostitutionsstätten. Sie dient der Nachverfolgbarkeit von Kontaktpersonen im Fall eines positiven SARS-CoV-2-Falles. Digitale Kontaktnachverfolgungs-Apps wie Luca übernehmen und erleichtern diese Dokumentationspflicht. Ziel der Apps ist es, fehleranfällige und möglicherweise unvollständige Papierlisten größtenteils zu ersetzen und Kontakte zu dokumentieren.

Die Kontaktnachverfolgung ist als notwendige Schutzmaßnahme zur Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Virus im Infektionsschutzgesetzes des BundesÖffnet sich in einem neuen Fenster geregelt. Die Hessische Landesregierung hat - ebenso wie viele andere Bundesländer - eine zentrale Lösung zur digitalen Nachverfolgung von Kontakten eingeführt.

Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter ist ein wichtiges Hilfsmittel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Neben Impfungen und Tests ist sie das beste Mittel, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Nur wer weiß, dass er oder sie Kontakt mit Infizierten hatte und sich in Quarantäne begibt, kann helfen, die Infektionskette zu unterbrechen. Dadurch werden weitere Ansteckungen vermieden. Das geht am einfachsten mit einer digitalen Anwendung zur Kontaktnachverfolgung.

Aufgabe der Gesundheitsämter ist es, Infektionsketten nachzuvollziehen und wenn möglich zu unterbrechen. Dafür brauchen sie Informationen zu Kontaktpersonen Infizierter. Das Ausfüllen von Papierlisten kostet aber viel Zeit. Zudem können von Hand ausgefüllte Namensverzeichnisse unübersichtlich, unleserlich oder mit falschen bzw. fehlenden Angaben versehen sein. Das stellt die Gesundheitsämter vor große Herausforderungen. Digitale Kontaktnachverfolgungs-Apps bieten den Vorteil einer einheitlichen, verschlüsselten Übertragung der Daten an das zuständige Gesundheitsamt (Luca) oder einer schnellen Warnung vor Kontakten mit positiv getesteten Personen (Corona-Warn-App der Bundesregierung). Hessen hat sich für eine Anbindung aller 24 Gesundheitsämter an das Luca-System entschieden und entlastet diese damit erheblich. Es ist schneller, sicherer und somit deutlich effizienter.

Das Luca-System bietet eine direkte Anbindung an die von den Gesundheitsämtern genutzten Fachanwendungen für die Nachverfolgung. Persönliche Daten der Nutzer sind für Gastgeber, wie z.B. Clubbesitzer, nicht einsehbar. Luca unterstützt die Nachverfolgung, indem positiv getestete Personen ihre Kontakthistorie für das Gesundheitsamt freigeben können. Umgekehrt können aber auch z.B. Geschäftsinhaber die Gästelisten freigeben, wenn dies zur Nachverfolgung erforderlich ist. Das System übermittelt diejenigen Kontaktpersonen, die im selben Zeitraum in der betreffenden Location vor Ort waren. Der Vorteil: eine unübersichtliche Zettelwirtschaft wird verhindert, die Datenübermittlung an das Gesundheitsamt kann deutlich schneller erfolgen (quasi „auf Knopfdruck“) und die Nachverfolgbarkeit wird auch bei größere Menschenmengen erleichtert.

App-Inhaber legen sich einmalig ein Profil auf ihrem Smartphone an und können sich dann mit einem minütlich ändernden QR-Code in allen teilnehmenden Discos oder Heimen einscannen. Beim Verlassen des Ortes checkt die Person wieder aus. Sollte zur gleichen Zeit eine mit Corona infizierte Person in der Nähe gewesen sein, werden diese Informationen nach entsprechender Freigabe des Nutzers und der Location datenschutzkonform und verschlüsselt an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt. Gehört eine Person zur Kontaktgruppe, wird sie vom Gesundheitsamt informiert. Das Gesundheitsamt prüft anhand weiterer Faktoren auch, ob z.B. eine Quarantäne verhängt werden muss, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

Luca gibt es für iOS, Android und als Webapp. Wer kein Smartphone besitzt, kann sich auch ohne Smartphone einchecken, wenn er den Luca Schlüsselanhänger besitzt. Mit ihm kann ebenfalls schnell und sicher an allen Luca-Standorten eingecheckt werden. Auch das Ausfüllen herkömmlicher Papier-Listen ist weiterhin erlaubt. Informationen zum Schlüsselanhänger gibt es hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Die Sicherheit der Daten hat oberste Priorität. Nach den vorliegenden Stellungnahmen der hessischen wie auch der überwiegenden Zahl anderer Landesdatenschutzbehörden erfüllt die Luca-App grundsätzlich die Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Damit ist eine Weiternutzung der Daten für kommerzielle Zwecke rechtlich ausgeschlossen. Der Anbieter gewährt in Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei einen hohen Sicherheitsstandard und eine dezentrale Verschlüsselung der Daten. Neben der Vorlage eines geprüften Sicherheitskonzeptes und einer Datenschutzfolgeabschätzung wurde seitens des Betreibers der Source Code des Luca-Systems mit allen Komponenten unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht. Diese gewährleistet eine Überprüfung des Systems durch unabhängige Stellen und somit größtmögliche Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger. Die geforderte Transparenz ist damit gegeben.

Die Nutzung der App ist freiwillig. Infizierte Personen geben in der LUCA App mittels TAN ihre Historie selbst dem Gesundheitsamt frei. Nicht mal Luca selbst kann die Kontaktdaten lesen, weil sie verschlüsselt sind. Das ist einzig und allein den Gesundheitsämtern vorbehalten und gilt nur für den Infektionsfall.

Die Luca-App ist ein Angebot, das die Hessische Landesregierung allen hessischen Gesundheitsämtern, den Locations und den Bürgern zur Verfügung stellt. Der Einsatz eines einheitlichen Gateways zur Anbindung von Alternativlösungen wird derzeit intensiv geprüft. Dieses wird eine übergreifende Kommunikation und Vernetzung ermöglichen und bietet somit die Anbindung weiterer App-Lösungen. Das Ergebnis muss sein: Egal welche App ich nutze – das Gesundheitsamt muss schnell in die Lage versetzt werden, Infektionsketten zu unterbrechen.

Die Nutzung der Luca-App ist freiwillig, genauso wie beispielsweise die Corona-Warn-App des Bundes. Auch die Kontaktdatenerhebung auf Papier ist weiterhin möglich. Es gibt keine Pflicht für eine digitale Kontaktnachverfolgung.

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